Kurz vor seinem möglichen Abschied vom FC Liverpool sorgt Mohamed Salah mit öffentlichen Aussagen über die Spielweise der Mannschaft für neue Unruhe an der Anfield Road. Nun hat Ex-Manchester-United-Star Wayne Rooney den Ägypter massiv kritisiert – und sogar gefordert, Salah für das letzte Saisonspiel gegen Brentford aus dem Kader zu streichen.
Auslöser der Debatte war Salahs Reaktion auf die 2:4-Niederlage gegen Aston Villa. Der Offensivspieler erklärte anschließend, Liverpool müsse wieder zu einem „Heavy-Metal-Fußball“ zurückkehren, den Gegner fürchten würden. Viele Beobachter werteten diese Aussagen als deutliche Kritik an Trainer Arne Slot und dessen Spielphilosophie.
Rooney sieht darin einen öffentlichen Angriff auf den eigenen Trainer. Der frühere englische Nationalspieler bezeichnete Salahs Verhalten als egoistisch und respektlos. Wer seinen Trainer öffentlich derart infrage stelle, schade nicht nur dem Verein, sondern auch der Mannschaft.
Besonders kritisch sieht Rooney dabei den Zeitpunkt der Aussagen. Liverpool kämpft noch um die Champions-League-Qualifikation, gleichzeitig steht Salah vor seinem Abschied nach neun Jahren an der Merseyside. Statt für Ruhe zu sorgen, habe der Angreifer laut Rooney bewusst zusätzliche Unruhe erzeugt.
Der ehemalige United-Stürmer zog dabei sogar Parallelen zu seiner eigenen Karriere unter Sir Alex Ferguson. Nach einem Streit mit Ferguson sei er damals ebenfalls aus dem Kader für dessen letztes Heimspiel gestrichen worden. Genau so müsse nun auch Arne Slot reagieren, fordert Rooney.
Salah hatte bereits im Dezember öffentlich angedeutet, dass das Verhältnis zu Slot belastet sei. Nun verschärfen seine Aussagen die Diskussion über die Zukunft des Trainers zusätzlich. Zwar gewann Liverpool unter Slot in dessen erster Saison direkt die Meisterschaft, doch die aktuelle Spielzeit verlief deutlich enttäuschender. Die Mannschaft fiel im Titelrennen früh zurück und kämpft nur noch um einen Platz in der Champions League.
Rooney glaubt zudem, dass Salah sportlich nicht mehr auf dem Niveau früherer Jahre spiele. Der Ägypter könne den intensiven Pressing- und Tempofußball aus der Klopp-Ära körperlich nicht mehr konstant umsetzen. Seine öffentlichen Aussagen seien deshalb auch ein Versuch, die Verantwortung für die schwächere Saison von sich wegzuschieben.
Gleichzeitig wächst rund um Liverpool der Druck auf Arne Slot. Viele Fans vermissen die aggressive Spielweise und die emotionale Wucht der Klopp-Jahre. Rooney erklärte, dass Liverpool durch die fehlende Intensität inzwischen sogar die eigene Heimkulisse „ruhigstelle“ statt sie mitzureißen.
Trotz aller Kritik sieht Rooney die Schuld nicht allein beim Trainer. Einige Spieler wirkten so, als hätten sie bereits aufgegeben. Genau das sei ein gefährliches Signal innerhalb einer Mannschaft.
Ob Slot tatsächlich Konsequenzen gegen Salah ziehen wird, bleibt offen. Klar ist jedoch: Der mögliche Abschied einer Liverpool-Legende wird zunehmend von internen Spannungen überschattet.
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