Mit militärischen Ehren, roten Teppichen und jubelnden Schulkindern hat Chinas Staatschef Xi Jinping US-Präsident Donald Trump in Peking empfangen. Das Treffen gilt als einer der wichtigsten Gipfel zwischen den beiden größten Volkswirtschaften seit Jahren.
Im Zentrum der Gespräche stehen die angespannten Beziehungen zwischen China und den USA – von Handelsfragen über Technologie bis hin zum Taiwan-Konflikt. Auch der Krieg zwischen Israel und Iran überschattet das Treffen. Trump hofft offenbar, dass Xi seinen Einfluss auf Teheran nutzt, um eine weitere Eskalation zu verhindern und die Straße von Hormus wieder zu öffnen.
Trump schwärmt von Xi
Schon zum Auftakt zeigte sich Trump demonstrativ freundlich. Er sprach von einer „fantastischen Beziehung“ zu Xi und nannte ihn erneut einen „großartigen Führer“. Manche Menschen würden das nicht gerne hören, sagte Trump, „aber es ist wahr“.
Xi wiederum setzte auf die Sprache der Zusammenarbeit. China und die USA müssten „Partner statt Gegner“ sein, erklärte der chinesische Staatschef. Beide Länder stünden an einem historischen Wendepunkt und müssten verhindern, in eine direkte Konfrontation abzurutschen.
Wirtschaftsgrößen reisen mit
Trump reiste mit einer ungewöhnlich großen Wirtschaftsdelegation an. Unter den Begleitern befinden sich unter anderem Apple-Chef Tim Cook, Tesla-Gründer Elon Musk und Nvidia-Chef Jensen Huang.
Trump erklärte, die Spitzenmanager seien nach China gekommen, um „Respekt zu zeigen“ und neue Geschäfte aufzubauen. Alle großen Konzernchefs hätten seine Einladung angenommen.
Zwei Männer, viele Konflikte
Die Bilder aus der Großen Halle des Volkes zeigten ein vertrautes Ritual geopolitischer Macht: lange Tische, dunkle Anzüge, militärische Präzision. Auffällig war vor allem eines: An den Gesprächen nahm offenbar keine einzige Frau teil – weder auf amerikanischer noch auf chinesischer Seite.
Hinter der demonstrativen Freundlichkeit bleiben die Konflikte jedoch gewaltig. In den kommenden zwei Tagen wollen beide Seiten über Handelsbarrieren, KI-Technologien, Sicherheitsfragen und die geopolitische Neuordnung der Welt sprechen.
Der Ton dieses Treffens könnte die Beziehungen zwischen Washington und Peking für Jahre prägen.
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