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KI braucht Strom – also müssen jetzt halt Menschen im Dunkeln sitzen

2857440 (CC0), Pixabay
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Die Zukunft ist da: Künstliche Intelligenz schreibt Texte, malt Bilder, beantwortet Fragen – und schaltet nebenbei 50.000 Menschen den Strom ab.

Im US-Bundesstaat Kalifornien sollen tausende Haushalte ab 2027 plötzlich ohne ihren bisherigen Stromversorger dastehen. Der Grund ist simpel: Rechenzentren für KI sind offenbar wichtiger als Menschen mit Kühlschrank, Waschmaschine oder funktionierendem WLAN.

„Tut uns leid, aber ChatGPT braucht gerade sehr viel Energie“

Der Energieversorger NV Energy aus Nevada hat offenbar entschieden, dass seine Stromkapazitäten künftig lieber in gigantische Serverhallen fließen sollen als in die Versorgung normaler Bürger rund um den idyllischen Lake Tahoe.

Denn dort, wo früher Touristen die Natur genossen, entstehen inzwischen Tempel der modernen Zivilisation:
fensterlose Betonkästen voller blinkender Computer, die Tag und Nacht darüber nachdenken, wie man Katzenbilder noch realistischer generieren kann.

Google, Apple und Microsoft bauen bereits fleißig mit.

Menschen gegen Maschinen? Schlechte Karten für Menschen

Die Bewohner der Region fühlen sich inzwischen ungefähr so relevant wie ein Faxgerät im Silicon Valley.

„Es ist, als würden wir nicht existieren“, klagte eine Anwohnerin.

Doch technisch gesehen existieren sie natürlich noch.
Nur eben bald ohne Strom.

KI frisst inzwischen ganze Bundesstaaten leer

Allein die geplanten Rechenzentren in Nord-Nevada sollen laut Prognosen bis 2033 fast sechs Gigawatt Strom zusätzlich verschlingen.

Zur Einordnung:
Das reicht ungefähr für Millionen Haushalte oder für eine KI, die 24 Stunden am Tag schlechte Motivationssprüche auf LinkedIn produziert.

Das neue Luxusgut: Elektrizität

Früher war Strom selbstverständlich.
Heute konkurrieren Familien mit Supercomputern darum, wer zuerst den Wasserkocher einschalten darf.

Während Bürger künftig vermutlich wieder Kerzen anzünden, werden nebenan Serverfarmen mit Hochdruck daran arbeiten, zehn Milliarden Anime-Bilder pro Minute zu berechnen.

Der technische Fortschritt fühlt sich manchmal eben an wie:
„Sorry Oma, du kannst heute leider nicht heizen – die KI trainiert gerade an einem neuen Meme.“

Rechenzentren größer als Manhattan

In Utah protestieren Anwohner bereits gegen ein geplantes KI-Zentrum, das laut Berichten doppelt so groß wie Manhattan werden soll und mehr Strom verbraucht als ein kompletter Bundesstaat.

Zusätzlich braucht die Anlage gigantische Mengen Wasser – ausgerechnet in einer Region, die ohnehin unter Dürre leidet.

Aber keine Sorge:
Die KI wird sicher bald eine App entwickeln, die erklärt, wie man auch ohne Wasser glücklich sein kann.

Amerikaner wollen keine KI-Zentren vor der Haustür

Laut Umfragen lehnen inzwischen 65 Prozent der US-Bürger KI-Rechenzentren in ihrer Nachbarschaft ab.

Was verständlich ist.

Niemand möchte morgens aufwachen und feststellen, dass der eigene Wohnort geopfert wurde, damit ein Sprachmodell lernt, wie man einem Toaster Gefühle zuschreibt.

Willkommen in der Zukunft

Die gute Nachricht:
Die KI wird immer intelligenter.

Die schlechte Nachricht:
Vielleicht bleibt irgendwann niemand mehr übrig, der noch das Licht einschalten kann.

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