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Netanyahu behauptet geheimes Treffen mit Präsident der Emirate – UAE dementieren sofort

Olgaozik (CC0), Pixabay
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Israels Premierminister Benjamin Netanyahu hat erklärt, während des Krieges mit Iran heimlich die Vereinigten Arabischen Emirate besucht zu haben. Dort habe er sich mit Präsident Sheikh Mohammed bin Zayed getroffen.

Kurz nach den Aussagen dementierte das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate die Berichte jedoch entschieden und sprach von „vollkommen haltlosen Behauptungen“.

Netanyahu spricht von „historischem Durchbruch“

Nach Angaben von Netanyahus Büro soll das geheime Treffen während des Konflikts mit Iran stattgefunden haben und zu einem „historischen Durchbruch“ geführt haben.

Weitere Details veröffentlichte die israelische Regierung zunächst nicht.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf eine Quelle, das Treffen habe in der Stadt Al-Ain nahe der Grenze zu Oman stattgefunden und mehrere Stunden gedauert.

Vereinigte Arabische Emirate widersprechen öffentlich

Das Außenministerium der Emirate reagierte ungewöhnlich deutlich auf die Berichte.

In einer Erklärung hieß es:

„Die Behauptungen über einen Besuch Netanyahus oder einer israelischen Militärdelegation sind vollkommen unbegründet.“

Zugleich betonte die Regierung, die Beziehungen zu Israel seien offiziell und transparent und würden ausschließlich im Rahmen der sogenannten Abraham-Abkommen stattfinden.

Iran reagiert scharf auf Berichte

Die iranische Regierung reagierte empört auf die Aussagen Netanyahus.

Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, der israelische Premier habe damit öffentlich bestätigt, worauf iranische Geheimdienste bereits hingewiesen hätten.

Er sprach von einer „unverzeihlichen Zusammenarbeit“ mit Israel und drohte Konsequenzen an.

Krieg mit Iran vertiefte offenbar Zusammenarbeit

Der Konflikt zwischen Israel, den USA und Iran scheint die militärische Zusammenarbeit zwischen Israel und den Emiraten deutlich verstärkt zu haben.

US-Botschafter Mike Huckabee erklärte am Dienstag, Israel habe sogar Teile seines Iron-Dome-Abwehrsystems in die Emirate geschickt, um iranische Raketen und Drohnen abzufangen.

Er sprach von einer „außergewöhnlichen Beziehung“ zwischen beiden Ländern.

Iran griff Emirate während des Krieges an

Während des Konflikts feuerte Iran zahlreiche Raketen und Drohnen auf Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten ab.

Nach Angaben des emiratischen Verteidigungsministeriums wurden seit Beginn des Krieges unter anderem abgewehrt:

  • 551 ballistische Raketen
  • 29 Marschflugkörper
  • mehr als 2.200 Drohnen

Zusätzlich berichtete das Wall Street Journal, die Emirate hätten selbst Angriffe auf iranische Ziele durchgeführt – darunter angeblich ein Angriff auf eine Raffinerie auf der iranischen Insel Lavan.

Offiziell bestätigt wurde dies bislang nicht.

Waffenruhe zwischen USA und Iran bleibt angespannt

Zwar gilt derzeit eine Waffenruhe zwischen den USA und Iran, die Lage bleibt jedoch äußerst angespannt.

Iran blockiert weiterhin die wichtige Straße von Hormus, durch die normalerweise rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports laufen.

Die Folge sind steigende Ölpreise weltweit.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt einen iranischen Vorschlag zur Beendigung des Konflikts scharf zurückgewiesen und erklärt, die Waffenruhe befinde sich „an lebenserhaltenden Maßnahmen“.

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Ghalibaf drohte daraufhin erneut mit militärischer Vergeltung bei weiteren Angriffen.

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