SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat Gerhard Schröder als möglichen Ukraine-Vermittler abgeräumt – und dabei den seltenen politischen Spagat geschafft, gleichzeitig sehr entschlossen und völlig folgenlos zu wirken.
Bei Sandra Maischberger erklärte der 34-Jährige, Russland könne den Krieg schließlich „von heute auf morgen beenden“. Ein diplomatischer Durchbruch, auf den offenbar bisher noch niemand gekommen war.
Schröder sei jedenfalls „extrem skeptisch“ zu sehen. Die Ukraine wolle ihn nicht als Vermittler, außerdem könne „der Aggressor nicht bestimmen, wer verhandelt“. Klingt streng, kostet nichts und funktioniert hervorragend in Talkshows.
Überhaupt wirkte Klüssendorf wie der klassische Berliner Politik-Aufsteiger: noch nie außerhalb des Parteibetriebs aufgefallen, aber schon mit der moralischen Sicherheit eines UNO-Sondergesandten ausgestattet.
Als dann sogar Angela Merkel als mögliche Vermittlerin ins Spiel gebracht wurde, winkte auch die Runde ab. Ehemalige Kanzler sollten sich lieber heraushalten – vor allem jene, die möglicherweise etwas mit der aktuellen Lage zu tun haben könnten.
Kurz gesagt: Niemand soll verhandeln, niemand ist geeignet, aber alle sitzen im Fernsehen und erklären sehr entschlossen, warum andere ungeeignet sind.
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