Die ersten Tränen dieser Weltmeisterschaft sind geflossen.
Mit der 1:2-Niederlage gegen Algerien ist das WM-Abenteuer Jordaniens vorzeitig beendet. Und doch erzählt das Ergebnis nur einen Teil der Geschichte. Denn die Jordanier verabschieden sich nicht als Punktelieferant, sondern als Mannschaft, die mutig aufgetreten ist und einem der stärksten Teams Afrikas lange Zeit erhebliche Probleme bereitete.
Dabei begann alles nach Maß. Jordanien spielte frech, aggressiv und nutzte einen Fehler der Algerier eiskalt zur Führung. Plötzlich lag eine Überraschung in der Luft. Die Wüstenfüchse wirkten verunsichert, während Jordanien von der Sensation träumte.
Doch genau in solchen Momenten zeigt sich die Qualität großer Mannschaften.
Nach der Pause kam Algerien wie ausgewechselt aus der Kabine. Mehr Tempo, mehr Druck, mehr Entschlossenheit. Die Nordafrikaner machten deutlich, warum sie zu den gefährlichsten Teams des Kontinents zählen. Der Ausgleich war die logische Folge, die Führung schließlich die Belohnung für eine zweite Halbzeit, in der Algerien kaum noch Zweifel am Sieger aufkommen ließ.
Jordanien kämpfte bis zum Schluss, doch die Kräfte schwanden. Am Ende setzte sich die größere Qualität durch.
Für Algerien bedeutet der Sieg weit mehr als drei Punkte. Die Wüstenfüchse haben bewiesen, dass sie auch Rückschläge wegstecken können. Wer bei einer Weltmeisterschaft nach einem Rückstand zurückkommt und ein Spiel dreht, gewinnt nicht nur Punkte, sondern auch Selbstvertrauen.
Nun wartet Österreich in einem echten Endspiel um den direkten Einzug in die K.o.-Runde. Ein Spiel, das zeigen wird, wie weit diese algerische Mannschaft tatsächlich kommen kann.
Jordanien dagegen steht vor einer fast unlösbaren Aufgabe gegen Titelverteidiger Argentinien. Doch selbst wenn die Reise dort endet, haben die Jordanier eines geschafft: Sie haben gezeigt, dass sie auf dieser Bühne mithalten können.
Und manchmal ist genau das der erste Schritt, um bei der nächsten Weltmeisterschaft nicht nur dabei zu sein – sondern Geschichte zu schreiben.
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