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Wimbledon-Hammer: Die Williams-Schwestern kehren gemeinsam zurück

davidkenny91 (CC0), Pixabay
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Wimbledon bekommt seine wohl emotionalste Geschichte des Jahres. Serena und Venus Williams werden noch einmal gemeinsam auf dem heiligen Rasen von London aufschlagen. Die Veranstalter vergaben den beiden Tennis-Legenden eine Wildcard für das Damen-Doppel.

Damit erlebt das traditionsreiche Grand-Slam-Turnier eine Rückkehr, die viele Fans kaum noch für möglich gehalten hatten.

Tennis-Geschichte schreibt das nächste Kapitel

Kaum ein Schwesternduo hat den Tennissport so geprägt wie Serena und Venus Williams. Gemeinsam gewannen die Amerikanerinnen sechs Wimbledon-Titel im Doppel und insgesamt 30 Grand-Slam-Turniere im Einzel.

Ihre erste gemeinsame Wimbledon-Trophäe holten sie bereits im Jahr 2000, die bislang letzte folgte 2016.

Nun, fast drei Jahrzehnte nach ihrem Durchbruch auf der Profitour, wollen die beiden Ikonen noch einmal gemeinsam angreifen.

Serena setzt bemerkenswertes Comeback fort

Besonders überraschend ist die Rückkehr von Serena Williams.

Die mittlerweile 44-Jährige hatte nach den US Open 2022 ihren Abschied vom Profitennis verkündet. Viele gingen davon aus, dass sie nie wieder auf die große Bühne zurückkehren würde.

Doch vergangene Woche feierte die 23-malige Grand-Slam-Siegerin ihr Comeback beim Turnier in Queen’s. In Berlin sammelt sie derzeit weitere Matchpraxis im Doppel an der Seite von Karolina Muchova.

Wimbledon wird nun die nächste Station ihrer bemerkenswerten Rückkehr.

Venus bleibt trotz schwieriger Saison dabei

Auch Venus Williams wird in London antreten. Die fünfmalige Wimbledon-Siegerin erlebt sportlich allerdings eine schwierige Saison. Alle sieben Einzelmatches des Jahres gingen verloren.

Im Doppel zeigte die 45-Jährige jedoch zuletzt positive Ansätze. Beim Turnier in Madrid gewann sie gemeinsam mit der Britin Katie Boulter ein Match.

An ihrer Klasse zweifelt ohnehin kaum jemand.

„Sie kann vier Monate keinen Schläger anfassen und schlägt danach immer noch unglaubliche Bälle“, sagte Venus kürzlich über ihre Schwester Serena.

Keine Wildcard für Dan Evans

Während die Williams-Schwestern Grund zur Freude haben, sorgte die Vergabe der Wildcards bei den Herren für Diskussionen.

Der frühere britische Topspieler Dan Evans erhielt zunächst keine Einladung für das Hauptfeld. Sollte er keine der noch offenen Wildcards bekommen, müsste der 36-Jährige den Umweg über die Qualifikation nehmen.

Evans hatte zuletzt öffentlich kritisiert, dass ihm bereits beim Turnier in Queen’s eine Wildcard verweigert worden war.

Wimbledon setzt auf Legenden

Auch andere bekannte Namen profitieren von den Wildcards. So erhalten unter anderem Stan Wawrinka und Grigor Dimitrov einen Platz im Hauptfeld.

Bei den Damen wurde die French-Open-Finalistin Maja Chwalinska mit einer Wildcard belohnt.

Wimbledon freut sich auf ein besonderes Wiedersehen

Für viele Fans dürfte die Nachricht jedoch vor allem eines bedeuten: Noch einmal Serena und Venus Williams Seite an Seite auf dem Centre Court zu erleben.

Die beiden Schwestern haben Wimbledon über Jahrzehnte geprägt wie kaum andere Spielerinnen ihrer Generation. Ihre Rückkehr sorgt nun schon vor Turnierbeginn für Gänsehaut.

Wenn Ende Juni die ersten Bälle über den Rasen fliegen, wird es deshalb nicht nur um Siege und Titel gehen. Es wird auch um ein Stück Tennis-Geschichte gehen, das noch einmal lebendig wird.

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