Nach verstärkten russischen Angriffen auf ukrainische Schwarzmeerhäfen droht ein deutlicher Rückgang der Getreideexporte. Seit fast zwei Wochen liefen keine Schiffe mehr die Häfen rund um Odessa an.
Die Ukraine muss deshalb auf Bahntransporte ausweichen. Diese könnten jedoch frühestens Ende August ausreichend Kapazität bieten und nur etwa die Hälfte der bisherigen Exportmengen übernehmen. Die Donau fällt wegen extrem niedriger Wasserstände als wichtige Alternative weitgehend aus.
Für die ukrainische Landwirtschaft könnten dadurch Schäden von bis zu drei Milliarden Dollar entstehen. Zugleich drohen Folgen für die weltweite Lebensmittelversorgung, da die Ukraine zu den wichtigsten Exporteuren von Weizen und Mais gehört.
Landwirtschaftsminister Taras Wyssozkyj warnte vor steigenden Lebensmittelpreisen. Besonders ärmere Länder könnten stark betroffen sein, falls der Schiffsverkehr im Schwarzen Meer weiter eingeschränkt bleibt.
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