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Welt im Krisenmodus: Erdbeben, Taifun und neue russische Angriffe

rapplw (CC0), Pixabay
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Naturkatastrophen und militärische Gewalt haben am Wochenende in mehreren Teilen der Welt zahlreiche Opfer gefordert. Während in Venezuela die Zahl der Todesopfer nach den schweren Erdbeben weiter steigt, kämpfen Millionen Menschen in China gegen die Auswirkungen des Taifuns „Bavi“. Gleichzeitig setzte Russland seine Angriffe auf die Ukraine mit Raketen, Drohnen und Gleitbomben fort.

Mehr als 4.300 Tote nach Erdbeben in Venezuela

Gut zwei Wochen nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela hat sich das Ausmaß der Katastrophe weiter verschärft. Nach Angaben von Parlamentspräsident Jorge Rodríguez kamen inzwischen 4.333 Menschen ums Leben. Erst einen Tag zuvor hatte die Regierung noch von 4.118 Todesopfern gesprochen.

Zudem wurden bislang 16.740 Verletzte registriert. Tausende Menschen gelten weiterhin als vermisst. Offizielle Zahlen nennt die Regierung nicht, die Vereinten Nationen gehen jedoch davon aus, dass bis zu 50.000 Menschen vermisst werden könnten. Andere Schätzungen liegen bei rund 10.000 Vermissten.

Die beiden Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 hatten Venezuela am 24. Juni innerhalb von nur 39 Sekunden erschüttert. Besonders schwer betroffen ist der Bundesstaat La Guaira nördlich der Hauptstadt Caracas. Mehr als 19.000 Menschen leben dort derzeit in Notunterkünften.

Millionen Menschen vor Taifun „Bavi“ evakuiert

Auch in Ostasien sorgen Naturgewalten für Ausnahmezustände. In China wurden wegen des Taifuns „Bavi“ fast zwei Millionen Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht. Der Sturm traf mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 144 Stundenkilometern in der Küstenstadt Taizhou auf Land.

Zwar verliert der Taifun über kühleren Gewässern allmählich an Kraft, die chinesischen Wetterbehörden warnen jedoch weiterhin vor extremen Regenfällen. Die Niederschlagsgebiete erstrecken sich über eine Fläche von der Größe Frankreichs.

Allein in der Provinz Zhejiang wurden mehr als 1,7 Millionen Menschen evakuiert. Weitere über 100.000 Einwohner mussten in Fujian und im Raum Peking ihre Häuser verlassen. Auch in Shanghai wurden rund 34.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Die Millionenstadt Wenzhou bereitete sich ebenfalls auf den Sturm vor.

Zuvor war „Bavi“ an Taiwan vorbeigezogen. Dort wurden mehr als 14.000 Menschen aus gefährdeten Bergregionen evakuiert. Schulen, Behörden und zahlreiche Unternehmen blieben geschlossen. Der Flugverkehr kam nahezu vollständig zum Erliegen. Die Behörden meldeten 113 Verletzte, überwiegend durch Stürze oder umherfliegende Gegenstände.

Bereits zuvor hatte der Taifun die südjapanische Inselgruppe Sakishima getroffen. Tote wurden dort zunächst nicht gemeldet. Auf den Philippinen kamen dagegen mindestens 17 Menschen infolge der durch den Taifun verstärkten Monsunregen ums Leben.

Russland setzt Angriffe auf die Ukraine fort

Während Naturkatastrophen weltweit Menschenleben fordern, dauert auch der Krieg in der Ukraine unvermindert an. Bei einem russischen Gleitbombenangriff auf die nordostukrainische Stadt Sumy wurden nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen getötet. Eine Bushaltestelle wurde direkt getroffen. Insgesamt wurden 30 Menschen verletzt, fünf von ihnen schwer.

Auch in Odessa kamen bei einem Raketenangriff zwei Menschen ums Leben. In Charkiw wurden sieben weitere Personen durch einen Drohnenangriff verletzt.

Nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte setzte Russland in der Nacht erneut auf massive Luftangriffe. Insgesamt seien sechs ballistische Raketen, sechs Marschflugkörper sowie 121 Drohnen gestartet worden. Die ukrainische Luftabwehr habe zwei Marschflugkörper und 111 Drohnen abgefangen. Auch die Hauptstadt Kiew war erneut Ziel der Angriffe, dort wurden elf Menschen verletzt.

Russland setzt im Krieg verstärkt sogenannte Gleitbomben ein. Diese werden von Kampfflugzeugen in großer Entfernung zur Front abgeworfen und gleiten anschließend mehrere Kilometer bis ins Zielgebiet. Trotz ihrer Lenkung gelten diese Waffen als vergleichsweise unpräzise und richten insbesondere in dicht besiedelten Gebieten erhebliche Schäden an.

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