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„Wegwerf-Agenten“ – wie Russland & Co. junge Leute als Kanonenfutter missbrauchen

RitaE (CC0), Pixabay
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Deutschland warnt – und das mit gutem Grund: Immer öfter versuchen ausländische Dienste, vor allem aus Russland, hierzulande ahnungslose Menschen über Instagram, Telegram und Co. als billige Handlanger anzuwerben. Für ein paar Hundert Euro sollen sie Brandanschläge verüben, Daten klauen oder fremde Einrichtungen ausspähen.

Die Täter? Häufig junge Männer, die weder Ahnung von Geheimdiensten noch von Strafrecht haben. Doch genau darauf setzen die Auftraggeber: billiges, ersetzbares Kanonenfutter, das im Ernstfall vor Gericht landet, während die Hintermänner sicher in Moskau oder anderswo sitzen und sich ins Fäustchen lachen.

Das Bundeskriminalamt, der BND, der Militärische Abschirmdienst und der Verfassungsschutz starten deshalb die Kampagne „Kein Wegwerf-Agent werden“. Das Ziel: potenzielle „nützliche Idioten“ wachrütteln, bevor sie ihr Leben wegen eines Telegram-Chats ruinieren.

Denn klar ist: Wer sich auf solche Deals einlässt, riskiert keine „kleine Gefälligkeit“, sondern knallharte Anklagen wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit oder Sabotage – mit mehrjährigen Haftstrafen. Und im Knast zahlt garantiert niemand die versprochenen 300 Euro.

Die Botschaft der Behörden ist unmissverständlich: Lasst euch nicht wie Schachfiguren missbrauchen! Wer solche dubiosen Anwerbeversuche bemerkt, soll sie sofort melden – nicht, weil der Staat „Spaß an Plakaten“ hat, sondern weil Demokratie und Sicherheit nicht an ein paar leichtgläubige „Wegwerf-Agenten“ verspielt werden dürfen.

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