Bei den Vorwahlen am 2. Juni in mehreren US-Bundesstaaten gab es einige bemerkenswerte Ergebnisse. Besonders im Fokus stand Kalifornien, wo sich erste Favoriten für die Gouverneurswahl herauskristallisieren. Gleichzeitig musste US-Präsident Donald Trump erstmals seit längerer Zeit eine Niederlage bei einer von ihm unterstützten republikanischen Vorwahl hinnehmen.
In Kalifornien führt der Republikaner Steve Hilton, früherer Fox-News-Kommentator und von Trump unterstützter Kandidat, die Auszählung zur Gouverneurswahl an. Knapp dahinter liegt der Demokrat Xavier Becerra, ehemaliger Gesundheitsminister unter Präsident Joe Biden. Beide gelten derzeit als Favoriten für den Einzug in die entscheidende Wahlrunde im Herbst.
Der demokratische Milliardär und Klimaaktivist Tom Steyer liegt zwar zurück, hofft jedoch noch auf spätere Briefwahlergebnisse. In Kalifornien ziehen die beiden stimmenstärksten Kandidaten unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit in die Endrunde ein.
Für Donald Trump gab es in Iowa eine unerwartete Niederlage. Der von ihm unterstützte Kongressabgeordnete Randy Feenstra verlor die republikanische Gouverneursvorwahl gegen den weitgehend unbekannten Unternehmer Zach Lahn. Beobachter werten dies als seltenen Rückschlag für Trumps Einfluss innerhalb der Republikanischen Partei.
Im Rennen um den frei werdenden Senatssitz in Iowa treten im November die Demokratin Josh Turek und die Republikanerin Ashley Hinson gegeneinander an. Turek, zweifacher Paralympics-Goldmedaillengewinner, sorgte bereits während des Vorwahlkampfes für Aufmerksamkeit. Experten erwarten ein hart umkämpftes Rennen.
In New Mexico sicherte sich Deb Haaland die demokratische Nominierung für das Gouverneursamt. Sollte sie die Wahl gewinnen, wäre sie die erste indigene Frau in der Geschichte der USA, die einen Bundesstaat regiert. Haaland war bereits die erste indigene Ministerin in einem US-Kabinett.
In Los Angeles deutet vieles auf ein Duell zwischen der amtierenden Bürgermeisterin Karen Bass und dem Republikaner Spencer Pratt hin. Pratt wurde durch die Reality-TV-Serie „The Hills“ bekannt und konnte überraschend viele Stimmen auf sich vereinen.
Auch in New Jersey richtet sich der Blick auf eine wichtige Kongresswahl. Die Demokratin Rebecca Bennett tritt gegen den republikanischen Abgeordneten Tom Kean Jr. an, der wegen einer längeren gesundheitlich bedingten Abwesenheit zuletzt in die Kritik geraten war. Der Wahlkreis gilt als einer der entscheidenden Schauplätze für die Kongresswahlen 2026.
Die Vorwahlen zeigen bereits jetzt, dass die politischen Fronten in den USA weiter verhärtet bleiben. Gleichzeitig deuten mehrere Rennen auf spannende und teilweise historische Entscheidungen bei den Wahlen im November hin.
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