VORSICHT Abzocke

Schuldner, die gerade ein Insolvenzverfahren angemeldet haben, bekommen derzeit geschmacklose Post. Eine Rechnung über rund 80 Euro. Vermeintlicher Absender: Ein Zentrales Registergericht Bad Segeberg. Achtung, dabei handelt es sich um eine gefälschte Forderungen.

Die Schreiben sehen amtlich aus. Das Aktenzeichen des Insolvenzverfahrens und das Geburtsjahr der Betroffenen stimmen, doch die Rechnung ist eine Fälschung. Das Zentrale Registergericht Cuxhaven existiert nicht und ist damit auch nicht für Insolvenzverfahren zuständig. Auch die Registergerichte Kassel, Stade und Cuxhaven, die derartige Schreiben verschickt haben sollen, sind Finten. Das Konto, auf welches das Geld in allen Fällen eingezahlt werden soll, läuft bei einer Bank in Bulgarien.

Prüfen Sie das Schreiben genau!

Schuldner, die unsicher sind, ob eine Kostenrechnung, die sie erhalten haben, berechtigt ist oder nicht, sollten sich an eine anerkannte Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstelle wie die Verbraucherzentrale Hamburg wenden. Handelt es sich um einen Betrug, enthalten die Briefe oft inhaltliche oder Rechtschreibfehler.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Schreiben berechtigt ist oder nicht, sollten Sie es mit dem von uns eingesannten Dokumenten vergleichen. Enthalten die Briefe inhaltliche und offensichtliche Rechtschreibfehler, deutet dies meistens auf einen Betrug hin.

Wie kann ich mich wehren?

Ein Insolvenzverfahren ist für die meisten Menschen schon schlimm genug. Doch jetzt nutzen auch noch Betrüger die Not und Verunsicherung der Schuldner aus. Leider zahlen viele Menschen in finanzieller Not aus Angst vor neuen Forderungen.

Wir raten Betroffenen, der Zahlungsaufforderung auf keinen Fall nachzukommen, sondern bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle oder der Staatsanwaltschaft eine Betrugsanzeige zu erstatten.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie auf so einen Betrug reingefallen sind oder wenn Sie Hilfe bei Ihrem Insolvenzverfahren benötigen, beraten wir Sie gerne. Nutzen Sie unser Beratungsangebot!

Stand vom Donnerstag, 21. November 2013

Quelle:VBZ HH

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