Die durch den Krieg mit dem Iran verursachten Preissteigerungen haben viele Amerikaner unzufrieden gemacht. Als Donald Trump auf Inflation und steigende Preise angesprochen wurde, reagierte er laut einer Analyse mehrfach mit falschen Behauptungen über angeblich extrem niedrige Preise vor Kriegsbeginn.
Trump behauptete unter anderem:
- die Inflation habe nur bei 1,6 % oder 1,7 % gelegen
- Benzin habe vielerorts weniger als 2 Dollar pro Gallone gekostet
- die Preise insgesamt seien gesunken
Die tatsächlichen Zahlen widersprechen diesen Aussagen jedoch deutlich.
Inflation lag deutlich höher
Die Verbraucherpreise stiegen laut offiziellen Daten:
- November 2025: 2,7 %
- Dezember 2025: 2,7 %
- Januar 2026: 2,4 %
- Februar 2026: 2,4 %
Nach Beginn des Krieges stieg die Inflation weiter:
- März 2026: 3,3 %
- April 2026: 3,8 %
Die von Trump genannten Werte von 1,6 % oder 1,7 % waren daher falsch.
Preise waren insgesamt nicht gesunken
Trump erklärte mehrfach, die Preise seien vor dem Krieg stark gefallen. Tatsächlich waren die durchschnittlichen Verbraucherpreise jedoch bis Februar 2026 insgesamt um 2,9 % gegenüber Januar 2025 gestiegen. Bis April 2026 lag der Anstieg bereits bei 4,8 %.
Zwar wurden einzelne Produkte günstiger – etwa Eier – doch insgesamt stiegen die Preise weiterhin.
Benzin kostete nicht unter 2 Dollar
Trump behauptete außerdem, Benzin habe in Iowa teilweise nur 1,85 Dollar pro Gallone gekostet und vielerorts unter 2 Dollar gelegen. Die Daten zeigen jedoch:
- landesweiter Durchschnitt am 28. Februar: 2,98 Dollar pro Gallone
- günstigster Bundesstaat: Oklahoma mit 2,47 Dollar
- in Iowa lag der Durchschnitt bei etwa 2,64 Dollar
Nur vier Tankstellen von rund 150.000 überwachten Stationen verkauften damals Benzin für unter 2 Dollar pro Gallone.
Möglicherweise bezog sich Trump auf E85-Kraftstoff, eine spezielle Ethanol-Mischung, die günstiger war. Allerdings sprach er allgemein von Benzin, was laut Analyse irreführend gewesen sei.
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