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Vom Penisimplantat zur Pandemiepolitik: Trumps Gesundheitsmann sorgt für Irritationen

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Als die US-Regierung diese Woche versuchte, die Bevölkerung wegen eines Hantavirus-Ausbruchs zu beruhigen, trat Dr. Brian Christine vor die Kameras und versprach eine Reaktion „auf Basis von Wissenschaft“ und „Transparenz“.

Das Problem:
Brian Christine war zuvor vor allem als Urologe bekannt – spezialisiert auf Penisimplantate.

Jetzt gehört er plötzlich zu den wichtigsten Gesundheitsbeamten der USA.

Karriereweg mit erstaunlicher Dynamik

Christine arbeitete jahrelang in Alabama als privater Urologe und betrieb unter anderem eine YouTube-Serie namens „Erection Connection“, die sich an Kollegen mit Interesse an erektiler Dysfunktion richtete.

Heute leitet derselbe Mann Teile der amerikanischen Gesundheits- und Infektionspolitik.

In Washington nennt man das vermutlich:
ungewöhnliche Karriereentwicklung.

Podcasts, Verschwörungen und Nazi-Vergleiche

CNN-Recherchen zufolge verbreitete Christine in Podcasts und sozialen Medien wiederholt Verschwörungserzählungen rund um Covid-19, die US-Wahlen und globale Eliten.

Unter anderem behauptete er:

  • die Pandemie sei genutzt worden, um Menschen zu kontrollieren
  • Covid-Maßnahmen hätten konservative Christen gezielt benachteiligt
  • Impfstoffe hätten die Pandemie kaum beeinflusst
  • die Biden-Regierung erinnere teilweise an Nazi-Deutschland

Außerdem empfahl er seinen Zuhörern den inzwischen widerlegten Wahlbetrugsfilm „2000 Mules“.

Man könnte sagen:
Der Mann bringt eine gewisse Bandbreite an Fachgebieten mit.

Trump-Regierung hält an ihm fest

Das Gesundheitsministerium verteidigte Christine dennoch ausdrücklich. Er setze die Agenda von Donald Trump und Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. um, hieß es aus Washington.

Christine wurde erst im vergangenen Jahr Assistant Secretary for Health und überwacht nun unter anderem:

  • Familienplanung
  • Frauengesundheit
  • Infektionspolitik
  • den US Public Health Service

Zusätzlich trägt er inzwischen den Rang eines Vier-Sterne-Admirals.

Vom OP direkt in die nationale Gesundheitsstrategie – der amerikanische Traum lebt.

Corona als globale Kontrolloperation?

In seinem Podcast „Common Sense“ erklärte Christine mehrfach, die Pandemie sei politisch instrumentalisiert worden.

„Die Regierung und die Linke haben Covid genutzt, um Menschen zu kontrollieren“, sagte er 2022.

Besonders kritisch äußerte er sich über Impfpflichten und staatliche Maßnahmen. Die Impfstoffe hätten laut ihm weder die Krankheit noch die Verbreitung wirklich verhindert – obwohl wissenschaftliche Studien weltweit Millionen verhinderter Todesfälle dokumentierten.

George Soros darf natürlich nicht fehlen

Wie es sich für moderne amerikanische Verschwörungspolitik gehört, tauchte in Christines Aussagen auch George Soros auf.

Er spekulierte über mögliche globale Absprachen rund um den „Great Reset“, kleine Unternehmen und internationale Eliten.

Beweise dafür präsentierte er nicht.
Aber in bestimmten politischen Kreisen gilt inzwischen offenbar schon Verdacht als ausreichende Datenlage.

Harte Positionen bei Abtreibung

Auch gesellschaftspolitisch vertritt Christine äußerst konservative Positionen.

Er sprach sich öffentlich gegen Ausnahmen bei Abtreibungsverboten nach Vergewaltigung oder Inzest aus.

Eine Schwangerschaft durch Gewalt ändere nichts am „Recht auf Leben des ungeborenen Kindes“, erklärte er in seinem Podcast.

Washingtons neue Realität

Der Fall Christine zeigt vor allem, wie stark sich die amerikanische Gesundheitspolitik unter Trump verändert hat.

Fachliche Erfahrung im öffentlichen Gesundheitswesen scheint dabei zunehmend optional.
Wichtiger wirken politische Loyalität, Kulturkampf-Kompetenz und die Bereitschaft, gegen „Wokeness“ zu kämpfen.

Oder wie Kritiker es formulieren würden:
In den USA kann man heute offenbar vom Spezialisten für Penisimplantate zum obersten Gesundheitsstrategen aufsteigen – solange man die richtigen Podcasts gemacht ha

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