Wenige Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft sorgt eine Visa-Panne für erhebliche Unruhe im südafrikanischen Nationalteam. Die Mannschaft konnte aufgrund fehlender oder nicht rechtzeitig ausgestellter Visa nicht wie geplant nach Mexiko reisen und musste ihre Vorbereitung kurzfristig umorganisieren.
Südafrikas Sportminister Gayton McKenzie reagierte verärgert auf den Vorfall und forderte eine umfassende Aufklärung. Auf der Plattform X erklärte er, er habe vom südafrikanischen Fußballverband Safa einen Bericht verlangt und erwarte Konsequenzen für die Verantwortlichen. „Wir werden dadurch wie Narren dastehen gelassen“, kritisierte der Minister.
Der Verband bestätigte zwar Probleme bei den Visa für mehrere Spieler und Funktionäre, nannte jedoch keine weiteren Einzelheiten. Südafrikanische Medien sprechen von einem schwerwiegenden Verwaltungsfehler, der die WM-Vorbereitung erheblich beeinträchtigt.
Die Mannschaft, bekannt unter dem Spitznamen „Bafana Bafana“, soll am Freitag in Mexiko ein Testspiel gegen Jamaika bestreiten. Diese Begegnung gilt als letzte wichtige Vorbereitung auf das WM-Eröffnungsspiel gegen Gastgeber Mexiko am 11. Juni.
Da Südafrika im weiteren Turnierverlauf auch in den USA spielen wird, benötigen Spieler und Betreuer zusätzlich entsprechende Einreisegenehmigungen für die Vereinigten Staaten. Medienberichten zufolge wird derzeit mit Hochdruck daran gearbeitet, die notwendigen Dokumente zu beschaffen, damit das Team möglichst schnell abreisen kann.
Für die südafrikanische Nationalmannschaft kommt die Panne zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Die Mannschaft nimmt als eine von zehn afrikanischen Nationen an der auf 48 Teams erweiterten Weltmeisterschaft teil und möchte erstmals seit der Heim-WM 2010 wieder ein sportliches Ausrufezeichen setzen.
Die Stimmung im Team dürfte allerdings bereits vor den Visa-Problemen nicht optimal gewesen sein. Das letzte Testspiel vor heimischem Publikum endete am Freitag torlos gegen Nicaragua. Zudem wartet Südafrika inzwischen seit vier Spielen auf einen Sieg.
Nun bleibt zu hoffen, dass die organisatorischen Probleme schnell gelöst werden und sich die Mannschaft wieder auf das Wesentliche konzentrieren kann: den sportlichen Erfolg bei der Weltmeisterschaft.
Kommentar hinterlassen