Also ehrlich: Wer dieses Spiel nicht gesehen hat, hat entweder alles richtig gemacht – oder verpasst, wie man als VfB-Fan emotional komplett durch den Fleischwolf gedreht wird.
60.000 im Stadion, Flutlicht, Halbfinale – und wir dachten alle: „Das wird ein entspannter Abend.“ Ja klar. Nach 28 Minuten stand’s 0:1 für Freiburg und ich stand da wie bestellt und nicht abgeholt. Ecke, Chaos, Eggestein drin – danke fürs Gespräch.
Und dann? Chancen über Chancen – aber dieser Florian Müller im Freiburger Tor hat sich aufgeführt wie eine Mischung aus Neuer, Kahn und einem verdammten Flummi. Alles gehalten. Wirklich ALLES. Ich hab irgendwann angefangen zu zweifeln, ob wir heute überhaupt noch treffen.
Dann endlich: 70. Minute – Undav! Ausgleich! Stadion explodiert, ich irgendwo zwischen Fremden in den Armen gelegen – vermutlich haben wir uns verlobt, ich weiß es nicht mehr genau.
Aber natürlich reicht das nicht. VfB wäre ja nicht VfB, wenn man es nicht maximal kompliziert machen würde. Pfosten hier, Müller da, Nachspielzeit Herzstillstand. Verlängerung.
Und da wurde es endgültig absurd. Führich trifft den Pfosten, El Khannouss scheitert – ich war mental schon in der Verlängerung der Verlängerung.
Und dann… 119. Minute.
- MINUTE!
Tiago Tomás kommt rein, macht das Ding – und das Stadion dreht komplett durch. Ich auch. Wahrscheinlich halb Stuttgart. Menschen auf den Sitzen, Bier in der Luft, irgendwo singt jemand schon „Berlin, Berlin“.
Ich hab keine Stimme mehr, meine Nerven sind irgendwo im Neckar, aber eins ist klar:
Wir fahren nach Berlin. Wieder.
Und ganz ehrlich: Wenn das Finale auch so läuft, brauch ich vorher einen Kardiologen.
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Einer unserer Kollegen ist absoluter VFB Fan und hat diesen Artikel kurz verfasst
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