Max Verstappen hat erstmals deutlich erkennen lassen, dass er der Formel 1 wohl doch erhalten bleiben könnte. Hintergrund sind geplante Änderungen an den Motorenregeln ab der kommenden Saison, die laut dem Weltmeister das Racing wieder „fast normal“ machen würden.
Noch nach dem Japan-Grand-Prix hatte Verstappen offen über seine Zukunft nachgedacht. Der Niederländer kritisierte vor allem die aktuellen Hybrid-Antriebe und das extreme Energiemanagement, das seiner Ansicht nach das Fahrgefühl massiv verschlechtert habe.
Formel 1 reagiert auf massive Fahrer-Kritik
Die Formel-1-Verantwortlichen arbeiten derzeit gemeinsam mit der FIA und den Motorenherstellern an einer Überarbeitung der technischen Regeln.
Geplant ist offenbar, den Anteil des klassischen Verbrennungsmotors wieder deutlich zu erhöhen und den elektrischen Anteil zu reduzieren. Damit soll verhindert werden, dass die Fahrzeuge am Ende langer Geraden plötzlich massiv Leistung verlieren, weil Energie zurückgewonnen werden muss.
Verstappen begrüßt diese Richtung ausdrücklich.
„Das wird das Produkt verbessern“, erklärte der Red-Bull-Pilot. „Und genau das will ich. Ich möchte weitermachen und konkurrenzfähig bleiben.“
„Fast wieder normal“
Besonders bemerkenswert:
Verstappen sprach davon, dass sich die Formel 1 durch die geplanten Änderungen wieder „fast normal“ anfühlen könnte.
Damit liefert der Niederländer indirekt eine harte Kritik an den aktuellen Regelwerken, die in den vergangenen Monaten zunehmend unter Beschuss geraten waren.
Auch andere Fahrer begrüßen die geplanten Änderungen.
Lando Norris bezeichnete die Richtung als „genau das, was sich die Fahrer wünschen“. George Russell erklärte, es sei schlicht falsch, wenn ein Formel-1-Auto auf einer Geraden plötzlich Leistung verliere.
Verstappen fühlt sich bei Red Bull weiterhin wohl
Trotz aller Diskussionen betonte Verstappen, dass er sich bei Red Bull weiterhin sehr wohl fühle.
Er sehe Fortschritte im Team und empfinde die aktuelle Entwicklung als motivierend. Gleichzeitig machte er deutlich, dass für ihn nicht nur ein konkurrenzfähiges Auto entscheidend sei, sondern vor allem die Qualität des gesamten Produkts Formel 1.
Die Aussagen dürften die Gerüchte über einen möglichen Rücktritt oder Wechsel zunächst deutlich beruhigen.
Nürburgring-Rennen endete trotz starker Leistung bitter
Vor dem Kanada-Grand-Prix sprach Verstappen auch über seinen Auftritt beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.
Dort lag sein Team lange klar auf Siegkurs, ehe ein Defekt an der Antriebswelle das Rennen wenige Stunden vor Schluss beendete.
Trotz des bitteren Ausfalls zog Verstappen ein positives Fazit:
Die wechselnden Wetterbedingungen, das Fahren im Team und die gesamte Langstreckenerfahrung hätten ihm großen Spaß gemacht.
Verstappen will zurück an den Nürburgring
Besonders deutlich wurde der Weltmeister bei einer Sache:
Er möchte künftig weitere Langstreckenrennen fahren – und unbedingt noch einmal beim Nürburgring antreten.
„Ich will das Rennen gewinnen“, sagte Verstappen.
Damit zeigt sich einmal mehr:
Der Niederländer denkt längst nicht nur an die Formel 1 – sondern zunehmend auch an eine Karriere im internationalen Langstreckensport.
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