Im Fußball kann sich die Welt erstaunlich schnell drehen. Noch vor zwei Jahren galten Cole Palmer und Phil Foden als die Zukunft der englischen Nationalmannschaft. Jetzt stehen beide offenbar vor dem bitteren Aus für die Weltmeisterschaft 2026.
Besonders bemerkenswert:
Noch beim EM-Finale 2024 gegen Spanien gehörten beide zu den Hoffnungsträgern der „Three Lions“. Foden stand damals in der Startelf, Palmer kam von der Bank und erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich. Viele Experten sahen in den beiden Manchester-City-Eigengewächsen die neue goldene Generation Englands.
Vom Hoffnungsträger zum Wackelkandidaten
Während Phil Foden unter Pep Guardiola bei Manchester City zum Superstar wurde, musste Cole Palmer erst den Schritt zum FC Chelsea wagen, um sich endgültig durchzusetzen. Doch inzwischen haben beide ein gemeinsames Problem:
die Formkrise.
Palmer galt nach der EM 2024 noch als kommender Superstar des englischen Fußballs. Er wurde sogar zum englischen Spieler des Jahres sowie zum besten Nachwuchsspieler der PFA gewählt.
Doch in der aktuellen Saison fehlt ihm häufig die frühere Leichtigkeit. Zwar erzielte er weiterhin Tore für Chelsea, doch die spielerische Magie und Explosivität vergangener Monate sei deutlich seltener zu sehen gewesen.
Foden verliert unter Tuchel offenbar entscheidenden Moment
Bei Phil Foden zieht sich die Formschwäche sogar bereits über einen längeren Zeitraum.
Noch in der Saison 2023/24 gehörte er mit 19 Premier-League-Toren zu den stärksten Offensivspielern Englands. Inzwischen wirkt sein Einfluss auf Spiele jedoch deutlich geringer.
Als möglicher Wendepunkt gilt intern offenbar ein Testspiel gegen Uruguay im März. Damals erhielt Foden unter Thomas Tuchel die Chance, sich zentral hinter Harry Kane zu beweisen. Doch der Auftritt verlief enttäuschend. Foden blieb weitgehend unsichtbar und wurde früh ausgewechselt – ironischerweise für Cole Palmer.
Rückblickend scheint genau dieses Spiel Tuchels Sicht auf die beiden Offensivspieler entscheidend verändert zu haben.
Tuchel setzt kompromisslos auf Form statt Namen
Thomas Tuchel macht damit offenbar deutlich:
Vergangene Leistungen oder große Namen garantieren bei ihm keinen Stammplatz.
Stattdessen setzt der englische Nationaltrainer konsequent auf aktuelle Form und taktische Passgenauigkeit.
Davon profitieren derzeit vor allem Spieler wie Aston Villas Morgan Rogers oder Arsenal-Offensivmann Eberechi Eze.
Besonders Eze scheint sich unter Tuchel festgespielt zu haben. Der Arsenal-Spieler überzeugte weniger mit spektakulären Statistiken als vielmehr mit Dynamik, Tempo und Unberechenbarkeit – Eigenschaften, die Tuchel offenbar dringend im englischen Offensivspiel sucht.
England sucht neue Balance
Die schwachen Auftritte Englands in Testspielen gegen Uruguay und Japan verstärkten offenbar zusätzlich Tuchels Zweifel an Palmer und Foden. Beide konnten die Chance nicht nutzen, sich nachhaltig aufzudrängen.
Während Jude Bellingham als unumstrittener Schlüsselspieler gesetzt bleibt, setzt Tuchel zunehmend auf Spieler, die seiner Ansicht nach mehr Intensität und Flexibilität ins Spiel bringen.
Bittere Realität für zwei einstige Superstars
Für Palmer und Foden dürfte die Entwicklung ein harter Schlag sein.
Noch vor kurzer Zeit galten beide als sichere Stammspieler und Gesichter der englischen Zukunft. Nun müssen sie offenbar akzeptieren, dass sie aktuell nicht mehr zur ersten Wahl gehören.
Thomas Tuchel demonstriert damit eindrucksvoll seinen kompromisslosen Führungsstil:
Nicht der Name entscheidet – sondern die aktuelle Leistung.
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