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Valencia wird zur Regenbogen-Hauptstadt: Warum die Gay Games 2026 ausgerechnet hier stattfinden

papagnoc (CC0), Pixabay
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Paella, Strand, Sonne – und jetzt auch die größten LGBTQ+-Sportspiele der Welt. Valencia richtet vom 27. Juni bis 4. Juli 2026 die Gay Games aus und erwartet mehr als 9.000 Athletinnen und Athleten aus 75 Ländern sowie rund 40.000 Besucher.

Doch warum fiel die Wahl auf Spaniens drittgrößte Stadt?

Von San Francisco nach Valencia

Die Gay Games wurden 1982 vom ehemaligen US-Olympioniken Tom Waddell ins Leben gerufen. Als offen schwuler Sportler hatte er selbst Diskriminierung erlebt und wollte einen Wettbewerb schaffen, bei dem Menschen unabhängig von sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität antreten können.

Seitdem gastierten die Spiele unter anderem in Amsterdam, New York, Sydney und Paris. Nun ist Valencia an der Reihe.

Spaniens entspannte Antwort auf Vielfalt

Während Madrid mit dem Szeneviertel Chueca und Barcelona mit dem berühmten „Gaixample“ international bekannt sind, punktet Valencia mit etwas anderem: Gelassenheit.

Hier gehören gleichgeschlechtliche Paare im Stadtbild längst zum Alltag. Regenbogenflaggen an Geschäften, LGBTQ+-freundliche Cafés, Bars und Strände sind selbstverständlich. Die Stadt lebt nach dem Motto: Leben und leben lassen.

Nicht umsonst gilt Spanien mittlerweile als eines der LGBTQ+-freundlichsten Länder Europas und hat zuletzt sogar Malta im europäischen Gleichstellungsranking überholt.

Sport trifft Mittelmeer

Für die Gay Games bietet Valencia ideale Bedingungen. Die Wettkämpfe finden an 46 verschiedenen Standorten statt, die dank kurzer Wege, Metro, Bus und über 200 Kilometern Radwegen schnell erreichbar sind.

Auf dem Programm stehen 39 Sportarten – von Rudern über Schwimmen bis Drachenbootrennen.

Das Zentrum der Veranstaltung wird das weitläufige Turia-Parkgelände, eine der größten innerstädtischen Grünanlagen Spaniens.

Mehr als nur Sport

Neben den Wettkämpfen verwandelt sich Valencia in eine riesige Festivalbühne. Geplant sind eine Parade der Nationen, Kunstausstellungen, Chorfestivals, Konzerte und Partys.

Besonders die Viertel El Carmen und Ruzafa gelten als Herzstücke der queeren Szene. Hier entstanden bereits nach dem Ende der Franco-Diktatur Treffpunkte für Künstler, Aktivisten und die LGBTQ+-Community.

Ein Signal an die Welt

Für Valencia sind die Gay Games weit mehr als ein Sportevent. Die Stadt möchte zeigen, dass Vielfalt nicht nur auf Plakaten steht, sondern Teil des Alltags ist.

Oder wie es ein lokaler Cafébesitzer formuliert:

„Wir haben das Mittelmeer, gutes Wetter, hervorragende Sportanlagen – und vor allem sind die Menschen hier offen für jeden.“

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