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Epstein-Überlebende erheben schwere Vorwürfe gegen Trumps Justizminister-Kandidaten

geralt (CC0), Pixabay
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Mehrere Frauen, die sich als Überlebende des Missbrauchs durch Jeffrey Epstein bezeichnen, kritisieren den amtierenden US-Justizminister Todd Blanche scharf. Nach einem Treffen mit ihm fühlten sie sich nach eigenen Angaben abgewiesen, emotional erschöpft und nicht ernst genommen.

Blanche ist von US-Präsident Donald Trump für das Amt des Justizministers nominiert worden. Seine Bestätigung im Senat ist derzeit jedoch unsicher.

Die Frauen hatten sich auf ein sachliches, aber schwieriges Gespräch vorbereitet. Sie wollten das Justizministerium dazu bewegen, neue Hinweise zu möglichen Unterstützern Epsteins zu verfolgen. Außerdem forderten sie Antworten darauf, warum bei der Veröffentlichung von Ermittlungsakten Namen und Bilder mutmaßlicher Opfer nicht ausreichend geschützt worden seien.

Nach Darstellung mehrerer Teilnehmerinnen reagierte Blanche defensiv und wich konkreten Fragen aus. Besonders irritiert habe sie seine Antwort auf die Frage, ob er die sogenannten Epstein-Akten selbst gelesen habe. Die Frauen kamen zu dem Schluss, dass Blanche möglicherweise keinen ausreichenden Überblick über die mehr als drei Millionen veröffentlichten Dokumente habe.

Eine offizielle Sprecherin des Justizministeriums widersprach dieser Darstellung teilweise. Blanche habe die Frauen über den Ablauf strafrechtlicher Ermittlungen informiert. Zudem seien FBI-Beamte anwesend gewesen, um mögliche neue Hinweise aufzunehmen.

Die Betroffenen hielten dagegen, dass viele von ihnen ihre Aussagen bereits vor Jahren beim FBI gemacht hätten. Eine erneute Aufforderung, den gesamten Prozess von vorne zu beginnen, empfanden sie als respektlos.

Besonders schwer wiegt der Vorwurf, dass bei der Veröffentlichung der Akten persönliche Daten von Opfern offengelegt worden seien. Eine Teilnehmerin erklärte, ihr Name sei in einem Dokument ausdrücklich als der eines Opfers erschienen. Andere Frauen gingen gerichtlich gegen die Veröffentlichung intimer Bilder vor.

Die Gruppe lehnt Blanches Ernennung zum Justizminister geschlossen ab. Sollte seine Nominierung im Justizausschuss oder später im Senat zur Abstimmung kommen, hoffen die Frauen auf Widerstand aus beiden politischen Lagern.

Blanche beziehungsweise das Justizministerium haben die konkreten Vorwürfe bislang nicht umfassend beantwortet. Die Aussagen der Frauen geben ihre persönliche Wahrnehmung des Treffens wieder.

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