Die US-Regierung hat ihre militärischen Angriffe auf Iran nach fast zwei Wochen vorerst unterbrochen. Nach Angaben des Berichts wurden seit dem 23. Juli keine neuen US-Angriffe mehr registriert. Ob die Pause dauerhaft Bestand haben wird, ist allerdings völlig offen.
Die Unterbrechung erfolgte wenige Tage, nachdem US-Präsident Donald Trump den Militäreinsatz erneut verteidigt hatte. Am vergangenen Wochenende waren vier amerikanische Soldaten im Zusammenhang mit dem Konflikt getötet worden. Trump erklärte, die Vereinigten Staaten wollten den Einsatz beenden, müssten zuvor jedoch ihre gesetzten Ziele erreichen.
Bereits im Juni hatten sich iranische und amerikanische Vertreter auf eine Waffenruhe verständigt. Diese Vereinbarung zerbrach jedoch schon nach kurzer Zeit. Zusätzlich verschärft die Blockade der Straße von Hormus durch Iran die Lage. Trump hatte angekündigt, die Kontrolle über die strategisch bedeutende Meerenge sichern zu wollen.
Innenpolitisch wächst der Druck auf den Präsidenten. Laut einer Anfang Juli veröffentlichten Umfrage von Washington Post und Ipsos lehnen mehr als zwei Drittel der Befragten Trumps Umgang mit dem Iran-Konflikt ab. Auch im Kongress regt sich Widerstand: Das Repräsentantenhaus forderte Trump am 23. Juli mit 214 zu 208 Stimmen auf, den Krieg zu beenden. Vier Republikaner stimmten dabei gemeinsam mit den Demokraten. Eine vergleichbare symbolische Initiative scheiterte später im Senat am Widerstand der Republikaner.
Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Michael Waltz, wollte sich in einem Fernsehinterview nicht darauf festlegen, wie lange die Angriffspause dauern werde. Trump gebe den laufenden Gesprächen derzeit Raum, sagte Waltz. Die Verhandlungen fänden sowohl auf technischer als auch auf höchster politischer Ebene statt. Einen konkreten Zeitplan für ein Ende des Konflikts nannte er nicht.
Parallel dazu sollen Vertreter Irans und Omans über die Straße von Hormus beraten haben. Irans Außenministerium bezeichnete die Gespräche als produktiv, nannte jedoch keine Einzelheiten. Durch die Meerenge werden etwa 20 Prozent des weltweiten Öl- und Erdgasaufkommens transportiert. Damit bleibt sie nicht nur militärisch, sondern auch für die globale Energieversorgung von entscheidender Bedeutung.
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