Startseite Allgemeines 1 Tote und 29 Verletzte nach mutmaßlichem Terrorangriff beim Berliner CSD
Allgemeines

1 Tote und 29 Verletzte nach mutmaßlichem Terrorangriff beim Berliner CSD

fsHH (CC0), Pixabay
Teilen

Nach dem mutmaßlichen islamistischen Anschlag am Rande des Berliner Christopher Street Day läuft eine großangelegte Fahndung. Eine Frau wurde getötet, mindestens 29 weitere Menschen erlitten Verletzungen, einige davon schwer. Vier Betroffene wurden auf Intensivstationen behandelt.

Der Angriff begann am Samstag kurz vor 22 Uhr in der Nähe des Tiergartens. Nach Angaben von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt fuhr der Täter zunächst mit einem Fahrzeug in eine Menschenmenge. Anschließend soll er weitere Personen mit einer Klinge angegriffen haben, bei der es sich möglicherweise um eine Machete handelte. Der Tatort lag mehrere Hundert Meter außerhalb des abgesicherten Veranstaltungsgeländes.

Die Polizei fahndet nach einem 21-jährigen deutschen Staatsbürger mit libanesischem Hintergrund. Der Mann war den Behörden bereits wegen mehrerer Straftaten bekannt und soll der islamistischen Szene zugerechnet worden sein. Eine frühere Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten war laut den vorliegenden Angaben zur Bewährung ausgesetzt worden. Ob der Verdächtige allein handelte oder Unterstützung hatte, ist weiterhin unklar.

Mehr als tausend Einsatzkräfte beteiligten sich an der Suche. Kontrolliert wurden unter anderem Bahnhöfe, Flughäfen und Grenzübergänge. Eine mutmaßlich mit dem Angriff verbundene Wohnung wurde durchsucht. Mehrere Personen kamen vorübergehend in Polizeigewahrsam, einige wurden später wieder freigelassen. Die Bundesanwaltschaft übernahm wegen des Terrorverdachts die Ermittlungen.

Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte die Tat scharf. Extremisten hätten keinen Platz in der Gesellschaft, erklärte er. Deutschland werde seine Freiheit und Offenheit verteidigen und alles unternehmen, um den Täter oder mögliche Mittäter vor Gericht zu bringen. Zugleich dankte er den Rettungs- und Sicherheitskräften für ihr schnelles Eingreifen.

Am Brandenburger Tor und im Tiergarten versammelten sich zahlreiche Menschen zu Mahnwachen. Blumen, Kerzen und Botschaften wie „Wir sind wütend und traurig“ sowie „Liebe siegt“ erinnerten an die Opfer. Die Polizei warnt ausdrücklich davor, sich dem mutmaßlich bewaffneten und gefährlichen Gesuchten selbst zu nähern.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Politische Botschaften auf Kaschmir: Wie Lingua Franca Mode und Aktivismus verbindet

Als Rachelle Hruska MacPherson 2016 ihr New Yorker Modelabel Lingua Franca gründete,...

Allgemeines

USA setzen Angriffe auf Iran vorerst aus

Die US-Regierung hat ihre militärischen Angriffe auf Iran nach fast zwei Wochen...

Allgemeines

Islamist und Attentäter der CSD Berlin erschossen

Mutmaßlicher CSD-Attentäter nach SEK-Einsatz in Berlin-Spandau tot Der mutmaßliche Täter des Anschlags...

Allgemeines

Deutliche Kritik an TGI AG: Trustpilot-Bewertungen werfen Fragen zu Transparenz und Kommunikation auf

Mehrere aktuelle Ein-Stern-Bewertungen auf Trustpilot zeichnen ein ausgesprochen kritisches Bild der TGI...