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US-Gericht lässt Trump-Namenszug am Kennedy Center wackeln

GabrielDouglas (CC0), Pixabay
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Der Streit um den Namen des berühmten Kennedy Centers in Washington entwickelt sich immer mehr zu einem politischen Theaterstück – inklusive Publikum vor dem Gebäude, Gerüsten auf der Bühne und einem Präsidenten in der Hauptrolle.

US-Präsident Donald Trump versuchte am Freitag in letzter Minute, gerichtlich zu verhindern, dass sein Name wieder von der Fassade des Kulturzentrums entfernt wird. Doch die Richter machten kurzen Prozess und lehnten den Eilantrag ab. Damit stand dem möglichen Rückbau des Namenszugs vorerst nichts mehr im Weg.

Vor dem Gebäude versammelten sich zahlreiche Schaulustige, die das Spektakel verfolgen wollten. Während Arbeiter Gerüste aufbauten, warteten Besucher trotz Gewittern und Regenschauern auf den Moment, in dem die Buchstaben möglicherweise wieder verschwinden würden. Die Stimmung erinnerte eher an ein Konzert oder eine Premierenfeier als an einen juristischen Streit.

Der Konflikt geht auf Trumps umfassenden Umbau des renommierten Kulturzentrums zurück. Nachdem er im vergangenen Jahr die Führungsgremien neu besetzt und politische Verbündete installiert hatte, wurde das Haus schließlich in „Trump-Kennedy Center“ umbenannt. Kritiker sahen darin eine fragwürdige Verbindung zwischen dem Namen eines ermordeten Präsidenten und einem amtierenden Staatschef.

Ein Bundesrichter kam nun zu dem Schluss, dass die Umbenennung rechtlich nicht haltbar sei. Mehrere Versuche Trumps, die Entscheidung aufzuhalten, scheiterten bislang vor Gericht.

Vor dem Gebäude wurde die juristische Niederlage bereits wie ein kleines Volksfest gefeiert. Besucher machten Fotos, Aktivisten hielten Plakate hoch und einige Beobachter warteten stundenlang darauf, den Abbau der Beschriftung mitzuerleben.

Der Fall zeigt erneut, wie stark selbst kulturelle Einrichtungen in den Vereinigten Staaten inzwischen zum Schauplatz politischer Auseinandersetzungen geworden sind. Während Trumps Anhänger die Umbenennung als Ausdruck seines Einflusses feiern, sehen Kritiker darin eine Vereinnahmung einer nationalen Kulturinstitution für politische Zwecke.

Ob der Name tatsächlich zeitnah verschwindet oder weitere Rechtsmittel folgen, bleibt offen. Fest steht jedoch: Das Kennedy Center bietet derzeit nicht nur Kunst und Kultur, sondern auch eine der ungewöhnlichsten politischen Aufführungen des Jahres.

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