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Mauretanien: Eine Reise in eines der unbekanntesten Länder der Welt

Kaufdex (CC0), Pixabay
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Fast vollständig von der Sahara bedeckt, gehört Mauretanien zu den am dünnsten besiedelten und am wenigsten besuchten Ländern der Welt. Weniger als 10.000 internationale Reisende kommen jährlich in das westafrikanische Land, das mit alten Karawanenstädten, grünen Oasen und einer außergewöhnlichen Atlantikküste überrascht.

Die Reise beginnt in Nouadhibou, dem wichtigsten Fischereihafen des Landes. Durch nährstoffreiche Meeresströmungen leben vor der Küste riesige Bestände an Makrelen, Sardinen und Tintenfischen. Tausende traditionelle Fischerboote liegen dort so dicht beieinander, dass ihre Ansammlung sogar aus dem Weltraum zu erkennen sein soll.

Weiter südlich liegt Nouakchott. Rund ein Drittel der etwa fünf Millionen Einwohner Mauretaniens lebt in der Hauptstadt. Moderne Regierungsgebäude und Moscheen stehen neben sandbedeckten Straßen, wodurch die Millionenstadt zugleich wie ein riesiges Dorf in der Wüste wirkt. Nur wenige Kilometer entfernt zeigt sich die traditionelle Kamelkultur: Rund zwei Millionen Tiere leben im Land. Sie liefern Milch und Fleisch, dienen als Transportmittel und werden sogar vom Militär für Patrouillen eingesetzt.

Besonders beschwerlich ist die Reise in den Osten. Die Fahrt von Nouakchott nach Oualata kann mehr als zwei Tage dauern. Unterwegs schlafen Reisende auf Matten unter dem Sternenhimmel der Sahara. Oualata war einst eine bedeutende Station der Karawanen auf dem Weg nach Timbuktu. Heute besuchen weniger als 30 ausländische Touristen pro Jahr die abgelegene Stadt. Berühmt ist sie für ihre roten Lehmhäuser mit geometrischen Malereien und für jahrhundertealte Manuskripte, die Familien über Generationen in ihren Häusern bewahrt haben.

Auch Chinguetti erzählt von der Vergangenheit des transsaharischen Handels. Die im achten Jahrhundert gegründete Stadt entwickelte sich zu einem Zentrum für Salz, Gold, Bücher und islamische Gelehrsamkeit. Heute bedrohen wandernde Dünen die alten Häuser. Historische Bibliotheken bewahren weiterhin Werke über Astronomie, Medizin, Geometrie und Dichtkunst.

Den Abschluss bildet die Oase Terjit. Zwischen Palmen, Felsen und Quellen zeigt sich, wie widerstandsfähig das Leben selbst unter den extremen Bedingungen der Sahara sein kann

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