Octavian Ursu bleibt Oberbürgermeister von Görlitz. Der CDU-Politiker setzte sich bei der Stichwahl am Sonntag erneut gegen den AfD-Kandidaten Sebastian Wippel durch. Nach dem vorläufigen Ergebnis kam Ursu auf 55,8 Prozent der Stimmen, Wippel erreichte 44,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,8 Prozent.
Damit wiederholt sich fast exakt das Ergebnis von 2019. Schon damals standen sich Ursu und Wippel in einer Stichwahl gegenüber. Auch vor sieben Jahren gewann der CDU-Kandidat mit rund 55 Prozent.
Der zweite Wahlgang war notwendig geworden, weil im ersten Durchlauf vor drei Wochen keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht hatte. Vor der Stichwahl zogen zudem zwei weitere Bewerber ihre Kandidatur zurück.
Beobachter sehen mehrere Gründe für Ursus Erfolg. Neben der breiten Mobilisierung gegen die AfD dürfte dem Amtsinhaber zuletzt auch sein Krisenmanagement nach dem viel beachteten Hauseinsturz in Görlitz geholfen haben. Ursu war unmittelbar vor Ort präsent, koordinierte öffentlichkeitswirksam die Kommunikation und dominierte in den Tagen danach die mediale Berichterstattung. Gerade in kommunalen Wahlkämpfen können solche Bilder von sichtbarer Führung und schneller Reaktion entscheidend sein.
Für die AfD bleibt Görlitz damit erneut eine verpasste Chance. Trotz starker Ergebnisse in Sachsen gelingt es der Partei weiterhin nicht, das Oberbürgermeisteramt der Stadt zu erobern.
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