Endlich mal Erfahrung statt nur Talente? RB soll an Nadiem Amiri dran sein!
Also wenn das stimmt, dann muss ich ehrlich sagen: Das wäre mal ein Transfer, den ich sofort unterschreiben würde.
RB Leipzig wurde in den vergangenen Jahren oft vorgeworfen, nur auf junge Talente zu setzen, sie teuer zu verkaufen und dabei zu vergessen, dass eine Mannschaft auch Spieler braucht, die Verantwortung übernehmen. Genau daran hat es zuletzt immer wieder gehakt. Wenn es eng wurde, fehlte auf dem Platz oft derjenige, der das Spiel beruhigt, vorangeht und auch mal die Ärmel hochkrempelt.
Und genau da kommt Nadiem Amiri ins Spiel.
Der Mainzer hat in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Entwicklung genommen. Nicht umsonst gehört er inzwischen wieder zum DFB-Team und hat bei der Weltmeisterschaft mit seiner Flanke zum Ausgleich gegen die Elfenbeinküste erneut gezeigt, warum er aktuell zu den stärksten deutschen Mittelfeldspielern gehört.
RB braucht genau diesen Spielertyp
Ja, Amiri ist 29 Jahre alt. Für viele Vereine kein Thema – für RB fast schon ein Rentner. Leipzig hat sich jahrelang fast ausschließlich auf junge Spieler konzentriert. Doch die vergangenen beiden Spielzeiten haben gezeigt, dass Talent allein eben keine Titel gewinnt.
Eine erfahrene Achse ist Gold wert.
Mit dem neuen Trainer Martín Demichelis, der offenbar auf ein System mit zwei Achtern setzt, würde Amiri perfekt ins Konzept passen. Vor allem, weil Christoph Baumgartner nach seiner schweren Verletzung monatelang fehlen wird. Selbst wenn der Österreicher zurückkehrt, könnten beide gemeinsam auflaufen.
Champions League macht RB wieder attraktiv
Vor einem Jahr wäre so ein Transfer wahrscheinlich gar nicht realistisch gewesen. Ohne internationalen Wettbewerb war Leipzig für etablierte Nationalspieler schlicht weniger interessant.
Jetzt sieht die Welt anders aus.
Die Rückkehr in die Champions League macht RB wieder zu einer Adresse, bei der auch gestandene Spieler überlegen, den nächsten Schritt zu gehen.
Erst verkaufen, dann einkaufen
Natürlich kennt man inzwischen das Leipziger Geschäftsmodell.
Bevor größere Transfers möglich werden, müssen vermutlich erst Spieler verkauft werden. Vor allem bei Yan Diomande dürfte sich in den nächsten Wochen einiges entscheiden. Paris Saint-Germain, Liverpool oder doch eine Vertragsverlängerung? Alles scheint noch möglich.
Auch hinter Benjamin Henrichs stehen offenbar Fragezeichen. Wer ihn in der vergangenen Saison gesehen hat, konnte nachvollziehen, dass er mit seiner Einsatzzeit nicht zufrieden war.
Und auch bei David Raum bleibt abzuwarten, ob England tatsächlich lockt.
Fazit eines RB-Fans
Wenn RB wirklich den nächsten Schritt machen will, dann braucht es genau solche Transfers.
Nicht nur Spieler mit riesigem Entwicklungspotenzial, sondern auch Profis, die sofort funktionieren und einer jungen Mannschaft Stabilität geben.
Nadiem Amiri wäre genau so ein Spieler.
Jetzt liegt es an der sportlichen Führung, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Denn eines ist klar: Mit Champions League, neuem Trainer und einem klug verstärkten Kader muss RB in der kommenden Saison wieder ganz oben angreifen.
Und ganz ehrlich? Einen Amiri im RB-Trikot würde ich lieber sehen als den nächsten 18-Jährigen, der nach zwei guten Jahren für 80 Millionen weiterverkauft wird. Manchmal braucht eine Mannschaft eben nicht das größte Talent – sondern den richtigen Leader.
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