Liebe Verantwortliche von Borussia,
ich verstehe diese ganze Diskussion um Tomas Čvančara einfach nicht.
Ja, die Leihe zu Celtic Glasgow war kein voller Erfolg.
Ja, die Verletzung kommt zur Unzeit.
Ja, viele Fans würden ihn am liebsten sofort verkaufen.
Aber seit wann ist Borussia Mönchengladbach ein Verein geworden, der Spieler nach der ersten schwierigen Phase einfach wieder aussortiert?
Wir reden hier von einem Stürmer, für den der Verein vor gerade einmal zwei Jahren mehr als zehn Millionen Euro bezahlt hat. Man hat ihn nicht verpflichtet, weil er einmal zwei gute Wochen hatte, sondern weil man von seinem Potenzial überzeugt war.
Hat sich dieses Potenzial plötzlich in Luft aufgelöst?
Nein.
Es wurde nur bislang viel zu selten konstant gefördert.
Wer ehrlich auf seine Zeit in Gladbach zurückblickt, muss feststellen: Verletzungen, Trainerwechsel, fehlende Konstanz und kaum dauerhaftes Vertrauen haben seine Entwicklung gebremst. Welcher Stürmer liefert unter solchen Voraussetzungen Woche für Woche 20 Tore?
Die Umfrage, nach der fast 70 Prozent ihn sofort loswerden wollen, überrascht mich ehrlich gesagt nicht. Fußball ist heute leider oft sehr schnelllebig geworden.
Drei schlechte Spiele?
Weg.
Eine Verletzung?
Weg.
Ein Jahr ohne zweistellige Torquote?
Weg.
Genau diese Denkweise passt aber nicht zu Borussia Mönchengladbach.
Borussia war immer dann stark, wenn der Verein Geduld hatte. Spieler entwickelten sich über Jahre. Manche brauchten einfach Zeit.
Warum sollte das bei Tomas Čvančara anders sein?
Deshalb richte ich einen klaren Appell an Rouven Schröder und die sportliche Führung:
Gebt diesen Spieler nicht unter Wert ab.
Und vor allem:
Tut alles, um ihn wieder aufzubauen.
Wenn dafür ein Mentaltrainer nötig ist – macht es.
Wenn dafür individuelle Athletikprogramme nötig sind – macht es.
Wenn dafür mehr Vertrauen des Trainers nötig ist – erst recht.
Manchmal ist die beste Neuverpflichtung nämlich der Spieler, den man bereits im Kader hat.
Borussia sucht seit Jahren einen echten Mittelstürmer mit Physis, Tempo und Abschlussqualitäten.
Genau diese Anlagen bringt Čvančara mit.
Vielleicht fehlt ihm nicht das Talent.
Vielleicht fehlte ihm einfach das Vertrauen.
Und wenn im Winter oder nächsten Sommer tatsächlich Angebote kommen sollten, dann bitte nicht aus finanzieller Panik verkaufen.
Wenn Borussia überzeugt ist, dass in diesem Spieler noch das steckt, was man 2023 gesehen hat, dann sollte der Verein finanziell bis an seine vernünftige Schmerzgrenze gehen, um ihn langfristig einzubinden und ihm die Chance zu geben, endlich das zurückzuzahlen, was viele längst abgeschrieben haben.
Denn eines hat der Fußball oft genug bewiesen:
Die größten Gewinner sind häufig die Spieler, an die kaum noch jemand geglaubt hat.
Vielleicht ist Tomas Čvančara genau so einer.
Und wenn wir ihn jetzt vorschnell ziehen lassen, könnte es gut sein, dass wir uns in zwei Jahren fragen:
Warum hat ausgerechnet ein anderer Verein die Früchte geerntet, die Borussia selbst gepflanzt hat?
nichts für ungut. dieser Spieler hat bei Borussia wirklich nichts verloren, er hat meines Erachtens vielleicht das Potential für die 2. oder 3. Liga, ist aber nicht bundesligareif. Cvancara ist leider nicht in der Lage, einen Ball kontrolliert anzunehmen, geschweige denn, den Ball weiterzuverarbeiten. Borussias Offensivspiel wurde dadurch deutlich geschwächt. Außerdem besitzt er weder Spritzigkeit noch Schnelligkeit und verliert Zweikämpfe im 1:1 fast immer.
Lasst uns lieber von diesem Spieler trennen, eher heute als morgen, nicht noch mehr Schrecken ohne Ende.
nichts für ungut. dieser Spieler hat bei Borussia wirklich nichts verloren, er hat meines Erachtens vielleicht das Potential für die 2. oder 3. Liga, ist aber nicht bundesligareif. Cvancara ist leider nicht in der Lage, einen Ball kontrolliert anzunehmen, geschweige denn, den Ball weiterzuverarbeiten. Borussias Offensivspiel wurde dadurch deutlich geschwächt. Außerdem besitzt er weder Spritzigkeit noch Schnelligkeit und verliert Zweikämpfe im 1:1 fast immer
Es muss ja Gründe dafür geben, dass die Mannschaft ihn klar und unmissverständlich abgelehnt hat. Nur von außen betrachtet, hat seine Körpersprache auf und neben dem Feld bereits einiges ausgesagt. Selbst bei schottischen Meister ist man froh, ihn wieder zum Sender zurückzuschicken.
Sehr interessante Wahrnehmung. Čvančara hatte 2023 im Verbund mit Honorat, Neuhaus, tatsächlich eine große Energie auf das Offensivspiel der Borussia. Schnell, Selbstbewusst, Freude. Nur die Gegentorflut stoppte dann im Verbund mit Verletzungen seinen weiteren erfolgreichen Weg. Danach wurde viel versprochen, wenig eingehalten. Frust setzte sich in ihm fest. Ähnlich ergeht es ja auch Neuhaus. Ich glaube nicht daran dass Tomas unter Polanski noch eine weitere Chance erhalten wird. Zu groß ist der Konkurenzdruck in der Offensive. Zu viele Offensivspieler, wenig Startplätze oder gar BU Möglichkeiten.
Shuto Machino greift nach der verkorksten WM wieder an und wird die 3 Wochen Urlaub nicht wahrnehmen. Tim Kleindienst ist jetzt wieder im Training. Lidberg, Hack, Bolin, Moya, Honorat, Ngoumo mit in der Verlosung. Ich halte stand jetzt den Kader für absolut unausgewogen. Tomas benötigt jetzt Spielzeit, Vertrauen und vor allem einen sehr erfahrenen Trainer. Am besten ausleihen. Nürnberg hat da ja eine Planstelle frei. Karlsruhe, Bielefeld, Hertha, nur mal als Gedanken. Hier hat es leider wohl nicht sollen sein. Management, Trainer und eine „Klicke“ und ein verständlich bockender Čvančara waren die Probleme.Es wurde so viel von diesen falsch umgesetzt dass man sicher mehrere Seiten darüber diskutieren könnte. Nur noch einen Gedanken: Eberl wurde hoch gelobt für seine Arbeit 2009-2022. Der wirkliche Grund war ein genialer, tüftler, Trainergenie. Der machte aus sehr wenig, sehr viel. Dadurch hatte Borussia Erfolg, eigene Talente, durschnittliche Spieler wurden besser und die Einkäufe ( Raffael und Favre schätzten sich schon zu Herthazeiten ) lieferten. Euro League C-League spülten Millionen in unsere Kassen. Auch Schubert und Rose entfachten Spielfreude, Einsatz und Erfolg.
Sehr guter Kommentar wobei Du die Antwort darauf direkt selbst geliefert hast:
Fußball ist heute leider oft sehr schnelllebig geworden
Das ist wirklich das Problem, genau wie man junge Spieler direkt hypt wenn Sie mal einen vernünftigen Pass, ein Tor oder einen Spieler ausgetrickst haben!!! Dasselbe Problem: zu früh und zu schnell und es werden schon Summen für diese (manche erst 12-16) bezahlt die jenseits von Gut und Böse sind aber Hauptsache die Berater bekommen ihr Geld…
Sorry, aber das ist meine ehrliche Meinung