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TSA Gold+: USA setzen bei Flughafenkontrollen stärker auf Privatfirmen

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Die US-Transportsicherheitsbehörde TSA startet ein neues Programm mit dem Namen „TSA Gold+“, das die Sicherheitskontrollen an Flughäfen modernisieren und zugleich Kosten senken soll. Hinter dem Projekt steckt eine engere Zusammenarbeit zwischen Staat und privaten Sicherheitsunternehmen.

Nach Angaben der TSA handelt es sich um eine Weiterentwicklung des bereits bestehenden „Screening Partnership Program“, bei dem private Firmen unter Aufsicht der Behörde Sicherheitskontrollen an ausgewählten Flughäfen übernehmen. Bislang läuft dieses Modell bereits an 20 US-Flughäfen.

Reaktion auf Personal- und Finanzprobleme

Auslöser für die Neuausrichtung sind unter anderem die massiven Probleme während des jüngsten teilweisen Regierungsstillstands in den USA. Damals blieben rund 61.000 TSA-Mitarbeiter zeitweise ohne Gehalt, gleichzeitig kam es an vielen Flughäfen zu langen Warteschlangen und erheblichen Verzögerungen.

US-Präsident Donald Trump hatte daraufhin im März zusätzliche Bundesmittel freigegeben, um die Sicherheitskontrollen aufrechtzuerhalten.

Die TSA argumentiert nun, dass steigende Passagierzahlen, neue Sicherheitsbedrohungen und Finanzierungsprobleme ein Umdenken erforderlich machen.

Flughäfen können freiwillig teilnehmen

Flughäfen sollen sich freiwillig für das Programm anmelden können. Ziel sei es, individuell angepasste Sicherheitslösungen zu schaffen, die gemeinsam mit privaten Betreibern umgesetzt werden.

Für Reisende sollen sich zunächst keine größeren Veränderungen ergeben. Langfristig verspricht die TSA jedoch schnellere und effizientere Sicherheitskontrollen.

Kritik an weiterer Privatisierung

Nicht alle sehen die Entwicklung positiv. Gewerkschaften und Kritiker warnen davor, dass private Unternehmen vor allem wirtschaftliche Interessen verfolgen könnten, während die Sicherheit der Passagiere in staatlicher Verantwortung bleiben müsse.

Die Gewerkschaft der Bundesangestellten erklärte, Sicherheitskontrollen dürften nicht primär nach Profitgesichtspunkten organisiert werden.

Trotz der Kritik dürfte TSA Gold+ ein weiterer Schritt in Richtung Teilprivatisierung der amerikanischen Flughafensicherheit sein.

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