Nach dem tödlichen Angriff auf das Islamische Zentrum in San Diego verdichten sich die Hinweise auf ein mögliches Hassverbrechen. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass zwei Jugendliche im Alter von 17 und 18 Jahren die Schüsse abgegeben haben. Beide wurden später tot in einem Fahrzeug gefunden. Nach bisherigen Erkenntnissen nahmen sie sich selbst das Leben.
Bei dem Angriff wurden drei Menschen getötet, darunter ein Sicherheitsmitarbeiter der Moschee, der inzwischen von Angehörigen und Behörden als Held bezeichnet wird.
Besonders brisant: Bereits rund zwei Stunden vor dem Angriff hatte die Mutter eines der mutmaßlichen Täter die Polizei verständigt. Sie meldete ihren Sohn als vermisst und äußerte die Sorge, er könne suizidgefährdet sein. Zudem stellte sie fest, dass mehrere Waffen sowie ihr Fahrzeug fehlten.
Polizeichef Scott Wahl erklärte, die Hinweise hätten die Behörden schnell alarmiert. Die Mutter habe außerdem berichtet, dass ihr Sohn gemeinsam mit einem Begleiter unterwegs sei und beide Tarnkleidung trügen. Dies habe die Polizei veranlasst, eine größere Gefahreneinschätzung einzuleiten.
Beamte versuchten anschließend mithilfe von Kennzeichenerfassungssystemen und weiteren Maßnahmen, die Jugendlichen aufzuspüren.
Noch während die Polizei nach den Verdächtigen suchte, gingen Notrufe über Schüsse am Islamischen Zentrum von San Diego ein. Die Täter eröffneten dort nach bisherigen Erkenntnissen das Feuer und töteten drei Menschen.
Kurz darauf wurde in der Nähe ein Fahrzeug entdeckt, in dem die beiden Verdächtigen tot aufgefunden wurden.
Zusätzlich meldeten Zeugen einen weiteren Vorfall wenige Straßen entfernt, bei dem ein Landschaftsgärtner beschossen worden sein soll.
Das FBI und die örtliche Polizei ermitteln inzwischen wegen eines möglichen Hassverbrechens. Laut Polizeichef Wahl gebe es Hinweise auf Hassrhetorik im Umfeld der Täter. Konkrete Details nannten die Ermittler bislang nicht.
Die Behörden kündigten an, die Hintergründe der Tat umfassend aufzuklären. In den kommenden Tagen soll untersucht werden, wie es zu dem Angriff kommen konnte und ob Warnsignale möglicherweise früher hätten erkannt werden können.
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