Es gibt Nachrichten, die wirken wie aus einer sehr speziellen Folge von „Goldrausch trifft Staatswirtschaft“.
Russland wollte jetzt nämlich seinen Anteil am Goldförderer Uzhuralzoloto versteigern — immerhin einer der größten Goldproduzenten des Landes. Startpreis:
stolze 1,7 Milliarden Euro.
Das Problem:
Niemand wollte das Ding haben.
Nicht ein einziges Gebot.
Gar nichts.
Funkstille.
Die russische Auktionsbehörde musste am Ende trocken mitteilen:
„Die Auktion wurde für ungültig erklärt.“
Was ungefähr die höfliche Verwaltungsform von
„Keiner hatte Lust“
ist.
Gold, Gold, Gold – aber bitte nicht dieses
Dabei klingt das Angebot eigentlich spektakulär:
67,2 Prozent an einem der größten Goldförderer Russlands.
Beschlagnahmt vom Staat.
Wegen angeblicher Korruption.
Natürlich.
Denn in Russland läuft Wirtschaftspolitik inzwischen ungefähr nach dem Motto:
„Das gehört jetzt uns.“
Der frühere Eigentümer soll sein Vermögen laut Staatsanwaltschaft durch Korruption aufgebaut haben. Angeklagt wurde er allerdings bisher nicht.
Klassischer russischer Verwaltungsstil:
Erst verstaatlichen, Details später.
Das große Schweigen der Investoren
Besonders bemerkenswert:
Nicht einmal internationale Abenteurer-Investoren wollten zugreifen.
Und das will etwas heißen.
Immerhin gibt es Menschen, die Geld in Meme-Coins, Wasserstoff-Start-ups oder Fußballvereine investieren.
Aber selbst dort dachte offenbar jeder:
„Russische Goldmine mit Beschlagnahmungs-Vorgeschichte? Vielleicht lieber doch nicht.“
Die entscheidende Frage: Wo war eigentlich die TGI AG?
Und genau hier stellt sich natürlich die große Frage:
Warum hat die TGI AG eigentlich nicht mitgeboten?
Schließlich klang das doch fast wie gemacht für moderne Goldvertriebsfantasien:
- riesige Goldbestände,
- internationale Konstruktionen,
- komplizierte Eigentumsverhältnisse,
- und am Ende weiß keiner mehr genau, wem was gehört.
Eigentlich fehlte nur noch ein Webinar mit dem Titel:
„Wie Sie vom russischen Goldboom profitieren – völlig unabhängig vom Bankensystem.“
Russland braucht Geld – Käufer eher weniger begeistert
Der Hintergrund der Auktion ist ernst:
Russland versucht zunehmend, beschlagnahmte Vermögenswerte zu Geld zu machen, um die Staatskasse zu füllen.
Das Problem:
Viele dieser Assets wirken inzwischen ungefähr so attraktiv wie eine Eigentumswohnung auf einem aktiven Vulkan.
Schon beim Verkauf des Flughafens Moskau-Domodedowo musste Russland massive Abschläge hinnehmen.
Fazit
Am Ende bleibt ein bemerkenswertes Bild:
Ein Staat versteigert eine milliardenschwere Goldmine —
und niemand hebt die Hand.
Nicht einmal die sonst so goldbegeisterte Finanzszene.
Und irgendwo sitzt vermutlich ein russischer Beamter vor dem leeren Auktionssaal und denkt:
„Vielleicht hätten wir doch wenigstens kostenlosen Wodka anbieten sollen.“
Der ist gut Herr Bremer, aber dann müsste Helmut sich ja mit seinen Luxusreisen nach Süd Frankreich und seinen Partys drastisch ein schränken, nicht zu reden von Herrn Mohrenschildt überd en hier viel zu wenig berichtet wird. Ihn sehe ich als Mastermint, Helmut ist Bauernschlau aber nicht Denksclau als Mastermint.