Iran entdeckt neues Geschäftsmodell: Maut fürs Internetkabel – wann kommt die Gebühr fürs Atmen in der Straße von Hormus?
Die Straße von Hormus war bisher vor allem bekannt als Nadelöhr für Öl, Tanker und geopolitische Krisen. Doch jetzt denkt Teheran größer: Nachdem bereits über eine Öl-Maut für vorbeifahrende Schiffe philosophiert wurde, geraten nun auch Unterseekabel ins Visier. Ja, richtig gelesen – selbst das Internet soll künftig wohl Eintritt zahlen.
Laut Berichten liebäugelt der Iran damit, Gebühren für Datenkabel zu verlangen, die durch die strategisch wichtige Meerenge verlaufen. Google, Amazon, Microsoft und Co. könnten also bald Post bekommen: „Vielen Dank für die Nutzung unseres Wassers. Bitte überweisen Sie die Kabel-Parkgebühr in Kryptowährung.“
Staatsnahe Medien sprechen bereits davon, dass Betreiber iranische Regeln akzeptieren und Wartungsarbeiten am besten gleich iranischen Firmen überlassen sollen. Übersetzt heißt das vermutlich: „Schönes Internet habt ihr da. Wäre schade, wenn plötzlich jemand aus Versehen drauftritt.“
Sicherheitsexperten warnen inzwischen vor einer „digitalen Katastrophe“, falls Unterseekabel beschädigt würden. Denn über diese Leitungen laufen nicht nur Katzenvideos und Streamingdienste, sondern auch Börsenhandel, Cloudsysteme und internationale Kommunikation. Kurz gesagt: Wenn dort jemand den Stecker zieht, sitzt halb Europa plötzlich wieder mit Modemgeräuschen im Homeoffice.
Offenbar schaut man in Teheran neidisch Richtung Suezkanal, wo Ägypten seit Jahren Milliarden mit Durchfahrtsgebühren verdient. Warum also nur Tanker abkassieren, wenn man auch Datenpakete, Öltransporte und vermutlich bald Möwen besteuern kann?
Die eigentliche Frage lautet inzwischen:
Wann kommt die Maut fürs Atmen beim Durchfahren der Straße von Hormus?
Denkbar wären künftig:
- 5 Dollar Sauerstoffpauschale pro Besatzungsmitglied
- Premium-Atemluft ohne Sandpartikel gegen Aufpreis
- CO₂-Zuschlag für hektisches Ein- und Ausatmen
- Rabatt für Schiffe mit angehaltenem Atem bis Oman
Und wer nicht zahlt, bekommt vermutlich gedrosselte Luftzufuhr – „aus technischen Gründen“.
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