Startseite Allgemeines Trump zwischen Weißem Haus, Käfigkämpfen und Europa-Kater
Allgemeines

Trump zwischen Weißem Haus, Käfigkämpfen und Europa-Kater

lovepixs (CC0), Pixabay
Teilen

Donald Trump hat seinen 80. Geburtstag so gefeiert, wie man sich einen typischen Trump-Abend vorstellt: Militärflugzeuge am Himmel, UFC-Kämpfer auf dem Rasen des Weißen Hauses und jede Menge Selbstlob. Der US-Präsident bezeichnete den Abend laut Berichten sogar als eines der großartigsten Ereignisse in der Geschichte des Weißen Hauses.

Doch wie nach jeder großen Party folgte auch hier der unvermeidliche Kater.

Vom Käfigkampf direkt zum G7-Gipfel

Während die letzten Besucher das Weiße Haus verließen und vermutlich noch über Knockouts und Patriotismus diskutierten, musste Trump bereits die nächste Pflichtveranstaltung antreten: den G7-Gipfel in Frankreich.

Eine Aufgabe, die ihm offenbar deutlich weniger Freude bereitete als die Käfigkämpfe vom Vorabend.

Denn ausgerechnet Europas Staats- und Regierungschefs warteten bereits auf ihn. Also jene Politiker, mit denen Trump in den vergangenen Jahren ungefähr so harmonisch zusammengearbeitet hat wie ein Veganer auf einer Grillmeisterschaft.

Das Iran-Abkommen sorgt für neue Fragen

Zusätzlichen Gegenwind bekommt Trump derzeit wegen seines angekündigten Iran-Abkommens.

Der Präsident feiert die Vereinbarung als großen diplomatischen Erfolg. Kritiker fragen hingegen vor allem eines:

„Kann vielleicht irgendjemand den Vertrag zeigen?“

Selbst innerhalb der Republikanischen Partei wächst die Nervosität. Mehrere Senatoren erklärten öffentlich, dass sie den Inhalt des Dokuments noch gar nicht kennen. Das sorgt naturgemäß für eine gewisse Unsicherheit bei einem Abkommen, das angeblich Frieden sichern soll.

Besonders pikant: Vizepräsident JD Vance räumte ein, dass das gesamte Rahmenpapier gerade einmal rund anderthalb Seiten umfassen soll. Manche Mietverträge für Gartenlauben sind umfangreicher.

Macron rollt den roten Teppich aus

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bemüht sich derweil sichtbar um gute Stimmung.

Um Trump bei Laune zu halten, hat er nicht nur ein festliches Gipfelprogramm organisiert, sondern sogar ein Gala-Dinner im Schloss Versailles geplant.

Die Strategie dahinter scheint einfach:

Wenn schon schwierige Gespräche über Zölle, Handelsstreitigkeiten und internationale Konflikte geführt werden müssen, dann wenigstens zwischen goldenen Kronleuchtern und historischen Wandgemälden.

Ob das reicht, bleibt offen.

Europa wird zunehmend skeptisch

Viele europäische Politiker betrachten die aktuelle US-Politik inzwischen mit wachsender Sorge.

Handelskonflikte, Diskussionen über Grönland, Streit um Zölle und die Iran-Politik haben das Verhältnis belastet. Einige europäische Regierungschefs fragen sich mittlerweile, ob die USA noch Partner oder bereits Wettbewerber sind.

Trump wiederum drohte bereits mit Strafzöllen auf französischen Wein und Champagner, falls Frankreich an seiner Digitalsteuer für amerikanische Technologiekonzerne festhält.

Die diplomatische Übersetzung lautet ungefähr:

„Auf gute Freundschaft – aber wehe, ihr besteuert meine Milliardäre.“

Mit 80 Jahren weiterhin im Dauerwahlkampf

Während Medien über Trumps Alter, seine Gesundheit und seine Belastbarkeit spekulieren, scheint der Präsident selbst bereits die nächste Großveranstaltung zu planen.

Zum amerikanischen Unabhängigkeitstag am 4. Juli kündigte er bereits eine weitere gigantische Veranstaltung in Washington an.

Kurz gesagt:

Während andere Menschen mit 80 über Ruhestand, Gartenarbeit oder Kreuzfahrten nachdenken, plant Donald Trump offenbar die nächste Mischung aus Wahlkampf, Showgeschäft und Staatsakt.

Und falls die internationale Politik erneut zu kompliziert wird, gibt es vermutlich immer noch eine einfache Lösung:

Noch ein Käfigkampf auf dem Rasen des Weißen Hauses.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Lucic zu Dynamo? Schön, aber Stars werden in Dresden gemacht

Als Dynamo-Fan darf man sich durchaus freuen, wenn Namen wie Vladimir Lucic...

Allgemeines

WM-Kommentar: Messi macht Messi-Dinge – und Algerien schaut zu

Es gibt Fußballspiele, in denen man nach dem Schlusspfiff lange über Taktik,...

Allgemeines

WM-Kommentar: Frankreich zeigt Muskeln, Norwegen findet den Wikinger-Modus

Der erste Spieltag der Gruppe I hat geliefert, was sich Fußballfans von...

Allgemeines

TGI unter Druck: Ermittlungen, Behördenmaßnahmen und das Aus für die TV-Show der Kalteneggers

Für die TGI AG und ihre Gründer Helmut und Katarina Kaltenegger spitzt...