Es gibt Fußballspiele, in denen man nach dem Schlusspfiff lange über Taktik, Laufwege oder Spielsysteme diskutiert.
Und dann gibt es Spiele wie Argentinien gegen Algerien.
Da reicht ein Name:
Lionel Messi.
Die Albiceleste startet mit einem souveränen 3:0 in die Weltmeisterschaft und ihr Kapitän liefert gleich zum Auftakt einen lupenreinen Hattrick ab. Für die Algerier war das ungefähr so angenehm wie ein Wüstenspaziergang ohne Wasserflasche.
Algerien hält lange dagegen
Dabei machten die Nordafrikaner ihre Sache zunächst gar nicht schlecht. Nach dem 0:1 zur Pause war noch alles möglich, und Torhüter Zidane – ja, genau dieser Name sorgt automatisch für Fußballromantik – hielt sein Team mit mehreren starken Paraden im Spiel.
Kurz nach Wiederbeginn hätte Lautaro Martínez bereits alles klar machen können, scheiterte aber am glänzend reagierenden Keeper.
Für einen Moment durfte Algerien hoffen.
Für einen sehr kurzen Moment.
Zidane patzt – Messi sagt Danke
Dann kam die Szene des Spiels.
Mac Allister zog aus der Distanz ab, Zidane konnte den Ball nicht festhalten und ließ ihn direkt vor die Füße des Mannes prallen, den man auf keinen Fall frei vor dem Tor stehen lassen sollte.
Messi sagte höflich „Gracias“ und schob zum 2:0 ein.
Spätestens da war klar:
Heute wird es ein langer Abend für die Wüstenfüchse.
Der Rekordjäger schlägt wieder zu
In der 76. Minute machte Messi schließlich den Deckel drauf.
3:0.
Dritter Treffer.
Hattrick.
Und ganz nebenbei zog der Argentinier mit Miroslav Klose in der ewigen WM-Torschützenliste gleich.
Eine weitere Statistik für einen Spieler, der mittlerweile mehr Rekorde gesammelt hat als andere Fußballer Trikots.
Argentinien sendet ein Signal
Die große Erkenntnis dieses Spiels:
Argentinien ist da.
Nicht spektakulär dominant.
Nicht übertrieben verspielt.
Aber eiskalt effizient.
Und wenn Lionel Messi in dieser Form weiterspielt, dürfte sich die Konkurrenz bereits jetzt Gedanken machen.
Denn selbst im fortgeschrittenen Fußballalter erledigt der Argentinier noch immer das, was er seit fast zwei Jahrzehnten macht:
Er entscheidet Spiele.
Blick auf Gruppe J
Argentinien übernimmt mit dem 3:0 direkt die Tabellenführung in Gruppe J und unterstreicht seine Titelambitionen.
Algerien bleibt trotz einer engagierten Vorstellung zunächst ohne Punkte zurück.
Die Wüstenfüchse haben gezeigt, dass sie mithalten können.
Das Problem war nur:
Auf der anderen Seite spielte Lionel Messi.
Und gegen Lionel Messi reicht „mithalten“ manchmal einfach nicht aus.
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