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Lucic zu Dynamo? Schön, aber Stars werden in Dresden gemacht

jorono (CC0), Pixabay
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Als Dynamo-Fan darf man sich durchaus freuen, wenn Namen wie Vladimir Lucic mit der SGD in Verbindung gebracht werden. Ein Spieler von Roter Stern Belgrad, Europa-League-Erfahrung, serbischer Nachwuchs-Nationalspieler, zweifacher Meister – das klingt erst einmal nach einem Transfer, der in der 2. Bundesliga Aufmerksamkeit erzeugt.

Und natürlich wäre es ein starkes Signal, wenn Dynamo tatsächlich einen Spieler dieses Kalibers für die linke Außenbahn gewinnen könnte.

Aber bei aller Vorfreude gilt auch eine ganz einfache Regel, die in Dresden schon immer gegolten hat:

Wer als Star kommt, muss erst beweisen, dass er bei Dynamo ein Star ist.

Denn Namen, Statistiken und frühere Erfolge schießen im Rudolf-Harbig-Stadion keine Tore.

Die Geschichte des Fußballs ist voll von Spielern, die bei großen Vereinen auf der Bank saßen, mit beeindruckenden Lebensläufen ankamen und anschließend feststellen mussten, dass sie sich ihre Anerkennung in Dresden genauso hart erarbeiten müssen wie jeder andere.

Gerade Dynamo ist kein Verein, bei dem ein Spieler wegen seines Marktwertes oder seines bisherigen Klubs gefeiert wird. Die Fans wollen Einsatz sehen. Leidenschaft. Kampf. Und die Bereitschaft, sich mit dem Verein zu identifizieren.

Wenn Lucic tatsächlich kommt, wird ihm niemand Steine in den Weg legen. Im Gegenteil. Die Fans werden ihn mit offenen Armen empfangen. Aber sie werden auch genau hinschauen.

22 Ligaspiele, zwei Tore und vier Vorlagen in der vergangenen Saison sind solide Zahlen, aber noch keine Garantie dafür, dass man in der 2. Bundesliga sofort den Unterschied macht. Gerade nach einer längeren Krankheitsphase wird entscheidend sein, wie schnell er körperlich und sportlich in Tritt kommt.

Hinzu kommt, dass Dynamo mit Ben Bobzien weiterhin einen weiteren spannenden Kandidaten auf dem Zettel haben soll. Die Verantwortlichen scheinen also mehrere Optionen zu prüfen, was absolut vernünftig ist.

Interessant ist natürlich auch die Verbindung zu Roter Stern Belgrad. Bei vielen älteren Dynamo-Fans werden sofort Erinnerungen an die legendären Europapokal-Duelle Anfang der 90er Jahre wach. Damals traf man auf einen späteren Europapokalsieger, heute könnte ausgerechnet ein Spieler dieses Traditionsvereins den Weg nach Dresden finden.

Ob der Transfer tatsächlich zustande kommt, bleibt abzuwarten.

Sollte Lucic aber tatsächlich im Sommer in Windischgarsten oder später im Rudolf-Harbig-Stadion auftauchen, gilt aus Sicht vieler Dynamo-Anhänger vor allem eines:

Willkommen in Dresden. Aber Legendenstatus gibt es hier nicht auf Leihbasis und auch nicht wegen eines großen Namens. Den muss man sich auf dem Platz verdienen.

Und genau so soll es auch sein.

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