Startseite Allgemeines Trump sucht sein Traumduo – und lobt gleich beide Kandidaten
Allgemeines

Trump sucht sein Traumduo – und lobt gleich beide Kandidaten

geralt (CC0), Pixabay
Teilen

Donald Trump hat sich schon einmal Gedanken über die Präsidentschaftswahl 2028 gemacht – obwohl er offiziell noch mit seiner aktuellen Amtszeit beschäftigt sein sollte. Im Podcast der „New York Post“ brachte der US-Präsident nun eine gemeinsame Kandidatur von Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio ins Spiel.

„Ich mag beide. Ich mag sie gemeinsam“, erklärte Trump und präsentierte damit eine politische Vision, die irgendwo zwischen Wahlkampfstrategie und Buddy-Movie angesiedelt ist. „Ich weiß nicht, wie man sie schlagen könnte, wenn sie zusammen antreten.“ Offen blieb lediglich ein Detail: Wer von beiden eigentlich Präsident und wer Vize werden soll. Solche Kleinigkeiten lassen sich später regeln.

Dabei gelten Rubio und Vance bislang eher als Konkurrenten um die Nachfolge Trumps. Doch zumindest öffentlich versichern beide inzwischen ihre tiefe Freundschaft – eine Tradition, die in der Politik erfahrungsgemäß oft bis zur nächsten Vorwahl hält.

„Bibi, hör auf damit“

Auch über Israels Premier Benjamin Netanjahu sprach Trump – und bestätigte dabei Berichte über ein etwas temperamentvolleres Telefonat. Er habe Netanjahu wegen dessen Vorgehens im Libanon deutlich die Meinung gesagt.

„Bibi, wir müssen damit aufhören“, soll Trump erklärt haben, nachdem ihn dessen regelmäßige Auseinandersetzungen mit dem Nachbarland „ein wenig verärgert“ hätten. Trotz der verbalen Turbulenzen versicherte Trump anschließend, die Beziehung sei weiterhin ausgezeichnet. In der Trump-Diplomatie gilt offenbar: Erst beschimpfen, dann Freundschaft betonen.

Unterstützung für Kolumbiens Rechten

Weniger kritisch äußerte sich Trump über den kolumbianischen Präsidentschaftskandidaten Abelardo de la Espriella. Ihm versprach er seine „vollständige und uneingeschränkte Unterstützung“ und bescheinigte ihm alle Eigenschaften, die Trump besonders schätzt: klug, stark und entschlossen.

Ob diese Unterstützung tatsächlich hilft, wird sich bei der Stichwahl am 21. Juni zeigen. Die Geschichte lehrt allerdings, dass eine Trump-Empfehlung ungefähr so verlässlich ist wie eine Wetterprognose für das Jahr 2040.

Peinliche Panne in Iowa

Das musste auch Randy Feenstra erfahren. Der Kongressabgeordnete verlor die republikanische Vorwahl für das Gouverneursamt in Iowa denkbar knapp gegen den Geschäftsmann Zach Lahn – obwohl Trump ihn unterstützt hatte.

Besonders unerquicklich für den Präsidenten: Kurz zuvor hatte er noch stolz verkündet, alle von ihm unterstützten Kandidaten hätten dieses Jahr gewonnen. Feenstra schaffte es damit, innerhalb weniger Stunden sowohl seine eigene Kampagne als auch Trumps makellose Erfolgsstatistik zu beschädigen.

Man könnte sagen: Der Kandidat verlor die Wahl – und Trump verlor die Fußnote.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Berliner Energiedienstleister unter Druck? Wie Preisgarantien und teurer Stromeinkauf zu Millionenverlusten führen können

Ein Energiedienstleister verkauft seinen Kunden Strom zu einem garantierten Preis. Doch was...

Allgemeines

Strafe falsch gefunden, falsch bezahlt: Bayer legt Blüte auf den Tisch

Satirischer Kommentar Ist doch logisch, Mensch: Wer eine Strafe falsch findet, bezahlt...

Allgemeines

Elvis Revival oder so

Elvis-Rechteinhaber verklagen Anthropic: Mehr als 41 Millionen Dollar gefordert Der KI-Entwickler Anthropic...

Allgemeines

Anthropic plant Börsengang: Milliardenumsätze treffen auf enorme Verluste

Der KI-Entwickler Anthropic bereitet den Gang an die US-Börse vor. Nach den...