Die britische Regierung hat die Identität der drei Angehörigen der Royal Navy bekannt gegeben, die bei einem Hubschrauberabsturz während eines Trainingsfluges im Südwesten Englands ums Leben gekommen sind.
Bei den Opfern handelt es sich um Lieutenant Commander Chris Gayson (42), Lieutenant Lily-Mae Fisher (31) und Petty Officer Owen Green (24). Alle drei waren auf dem Marinestützpunkt RNAS Yeovilton in der Grafschaft Somerset stationiert.
Der Unfall ereignete sich am Mittwoch gegen 3.45 Uhr morgens in der Nähe von Okehampton in Devon. Die drei Soldaten befanden sich an Bord eines Hubschraubers vom Typ Merlin Mk4, als dieser abstürzte. Die Ursache des Unglücks ist bislang unklar.
Die Familien der Verstorbenen würdigten ihre Angehörigen mit bewegenden Worten.
Die Familie von Chris Gayson beschrieb ihn als einen „außergewöhnlich freundlichen und fürsorglichen Familienmenschen“, der seine Familie über alles geliebt habe.
Die Angehörigen von Lily-Mae Fisher nannten sie eine „außergewöhnliche Frau“. Fisher stand kurz vor einem wichtigen Meilenstein ihrer militärischen Laufbahn: Sie absolvierte gerade ihre abschließende Pilotenausbildung und sollte noch in diesem Monat offiziell ihre Pilotenabzeichen erhalten.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums war Fisher die einzige aktive weibliche Kommandosoldatin der Royal Navy. Die Absolventin des Imperial College London hatte sich nicht nur als Offizierin und Pilotin ausgezeichnet, sondern auch zuvor England und Großbritannien in mehreren Sportarten vertreten.
Während einer Unterbrechung ihrer Flugausbildung unterstützte sie zudem Einsätze der britischen Streitkräfte im Ärmelkanal, bei denen Migrantenboote lokalisiert und Menschen in Seenot gerettet wurden.
Die Familie von Owen Green erklärte, er sei ein „liebevoller und hingebungsvoller Sohn, Bruder, Enkel und Partner“ gewesen. Besonders hervorgehoben wurde seine enge Beziehung zu seiner Lebensgefährtin Iona.
Auch innerhalb der Streitkräfte löste der Verlust große Betroffenheit aus.
Luftmarschall Lee Turner sprach von einem Tag tiefer Trauer für das Joint Aviation Command und die Commando Helicopter Force. Die drei Verstorbenen seien hochqualifizierte und äußerst professionelle Flieger gewesen, die schmerzlich vermisst würden.
Oberst Will Penkman, Kommandeur der Commando Helicopter Force, bezeichnete den Absturz als „große Tragödie“. Mit den drei Besatzungsmitgliedern habe die Einheit nicht nur hervorragende Soldaten verloren, sondern auch geschätzte Kameraden mit vielversprechender Zukunft.
Nach Bekanntwerden des Unglücks hatten bereits die Prinzessin von Wales in ihrer Funktion als Ehrenoberhaupt der Fleet Air Arm, Marinechef Sir Gwyn Jenkins sowie Premierminister Keir Starmer ihre Anteilnahme ausgesprochen.
Die Ermittlungen zur Absturzursache wurden von der britischen Defence Accident Investigation Branch eingeleitet. Bis zum Abschluss der Untersuchungen gibt es keine offiziellen Angaben dazu, warum der Hubschrauber abgestürzt ist.
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