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Griechenland verlässt die EU-Beobachtungsliste – Mitsotakis feiert das Ende einer langen Leidensgeschichte

cmdpmk (CC0), Pixabay
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Nach Jahren zwischen Sparprogrammen, Schuldenkrise und dem ständigen Blick der europäischen Kontrolleure darf Griechenland endlich einen weiteren Haken hinter seine Krisenvergangenheit setzen. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis begrüßte die Entscheidung der EU-Kommission, das Land von der Liste der Staaten mit makroökonomischen Ungleichgewichten zu streichen, entsprechend begeistert.

Auf Facebook sprach er von einem „negativen Kapitel“, das vor 16 Jahren begonnen habe und nun geschlossen werde. Mit anderen Worten: Griechenland darf die Schulbank verlassen und bekommt von Brüssel erstmals seit langer Zeit kein „Muss sich mehr anstrengen“ ins Zeugnis geschrieben.

Mitsotakis betonte, der Erfolg sei nicht das Werk trockener Tabellenkalkulationen, sondern das Ergebnis jahrelanger Anstrengungen der Bevölkerung. Die verbesserten Staatsfinanzen seien kein Selbstzweck, sondern die Grundlage für höhere Löhne und Pensionen. Nach Jahren des Gürtel-enger-Schnallens soll nun also zumindest wieder ein Loch weiter gelockert werden.

Auch die EU zeigt sich zufrieden. Die Risiken durch hohe Staats- und Auslandsschulden seien deutlich gesunken, das Wirtschaftswachstum robust, die Haushaltszahlen solide und die Banken wieder stabiler. Kurz gesagt: Das Land, das einst als Sorgenkind der Euro-Zone galt, hat sich überraschend gut gemacht.

Dabei wirkt die Erinnerung an die dramatischen Krisenjahre noch gar nicht so fern. Zwischen 2010 und 2018 musste Griechenland mehrfach mit internationalen Rettungspaketen gestützt werden. 2015 stand das Land zeitweise so nah am Euro-Austritt, dass Beobachter bereits den Begriff „Grexit“ in den politischen Wortschatz aufnahmen.

Heute klingt das alles fast wie eine ferne Geschichte. Und während die Brüsseler Aufseher ihre Aktenordner schließen, hofft Athen nun, dass die nächste Schlagzeile über Griechenland nicht von Schulden, sondern von steigenden Einkommen handelt.

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