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Trump sieht Iran-Verhandlungen „in der Endphase“ – die Welt tankt vorsorglich schon mal Nerventee

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay
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Donald Trump hat wieder einmal erklärt, dass man kurz vor einem historischen Durchbruch stehe.
Oder kurz vor einem Krieg.
Oder vielleicht vor beidem gleichzeitig.

„Wir sind in der Endphase mit dem Iran“, verkündete der US-Präsident vor Journalisten — fügte allerdings sicherheitshalber direkt hinzu, dass die USA andernfalls Dinge tun würden, „die ein bisschen unschön sind“.

Diplomatie à la Trump:
Erst Friedensgespräch, dann vorsorglich Drohung, anschließend vielleicht Bomben oder ein Deal. Niemand weiß es so genau, vermutlich nicht einmal das Weiße Haus selbst.

Feuerpause mit eingebauter Explosionserwartung

Seit sechs Wochen gilt offiziell eine Feuerpause zwischen den USA, Israel und dem Iran.

Das Problem:
Niemand scheint dieser Feuerpause wirklich zu trauen.

Die iranische Revolutionsgarde erklärte bereits vorsorglich:
Sollte es erneut Angriffe geben, werde sich der Krieg diesmal über den gesamten Nahen Osten hinaus ausweiten.

Mit anderen Worten:
Die Region sitzt derzeit auf einem Pulverfass — und alle diskutieren daneben über Streichhölzer.

Pakistan vermittelt – weil offenbar sonst niemand mehr Lust hat

Besonders bemerkenswert:
Ausgerechnet Pakistan versucht derzeit als Vermittler aufzutreten.

Der pakistanische Innenminister reiste nach Teheran, um irgendwie Bewegung in die festgefahrenen Gespräche zu bringen.

Wenn Pakistan plötzlich als diplomatischer Ruhepol erscheint, ahnt man ungefähr, wie angespannt die Lage inzwischen geworden ist.

Iran fordert „Beweis guten Willens“

Teheran wiederum verlangt von den USA:

  • ein Ende angeblicher „Piraterie“ gegen iranische Schiffe,
  • die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte,
  • ein Ende regionaler Kämpfe
  • und generell mehr Vertrauen.

Washington dürfte darauf ungefähr reagieren wie ein Versicherungsvertreter bei der Forderung:
„Wir hätten gerne Vollkasko ohne Beitrag.“

Die Straße von Hormus bleibt das globale Nadelöhr

Der eigentliche Nervenzusammenbruch der Weltwirtschaft spielt sich allerdings nicht in Pressekonferenzen ab — sondern auf dem Meer.

Der Iran hält die Straße von Hormus weiterhin für viele Schiffe gesperrt.

Das Resultat:

  • gestörte Öltransporte,
  • nervöse Märkte,
  • steigende Energiepreise
  • und Politiker weltweit, die plötzlich wieder sehr intensiv Karten vom Persischen Golf studieren.

Die USA antworteten ihrerseits mit einer Blockade iranischer Häfen.

Kurz gesagt:
Die Weltwirtschaft wird derzeit ungefähr so stabil geführt wie ein Einkaufswagen mit kaputtem Rad.

Trump zwischen Dealmaker und Drohkulisse

Trump selbst bleibt seiner bekannten Strategie treu:
Maximaler Druck plus maximale Selbstinszenierung.

Mal spricht er von historischen Verhandlungen.
Dann wieder von Militärschlägen.
Dann erklärt er, mehrere Golfstaaten hätten ihn persönlich um Zurückhaltung gebeten.

Man bekommt langsam den Eindruck:
Die internationale Außenpolitik läuft inzwischen wie eine Mischung aus Realityshow, Börsenpodcast und Krisensitzung.

Die Welt hofft auf Vernunft

Trotz aller martialischen Worte bleibt die Hoffnung, dass beide Seiten letztlich doch an den Verhandlungstisch zurückfinden.

Denn eines ist inzwischen offensichtlich:
Ein großer Krieg mit dem Iran würde nicht nur den Nahen Osten erschüttern — sondern die gesamte Weltwirtschaft gleich mit.

Und während Politiker drohen, verhandeln und taktieren, fragen sich Verbraucher weltweit vermutlich vor allem:
„Wie teuer wird eigentlich der nächste Liter Benzin?“

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