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Google versucht es nochmal: Die Rückkehr der Brille, die keiner wollte

Silberfuchs (CC0), Pixabay
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Google gibt nicht auf.

Mehr als zehn Jahre nach dem legendären Absturz der ersten Google Glass startet der Konzern einen neuen Versuch mit smarter Gesichtstechnik. Damals endete das Projekt bekanntlich in einem PR-Desaster, Datenschutzängsten und dem weltweit vermutlich unerquicklichsten Spitznamen der Technikgeschichte:
„Glasshole“.

Jetzt heißt die Botschaft offenbar:
Diesmal wird alles besser.
Oder zumindest weniger peinlich.

Die neue Brille redet jetzt heimlich mit Ihnen

Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O präsentierte der Konzern seine neuen Smart-Brillen, die künftig mit Googles KI-System Gemini zusammenarbeiten sollen.

Die Idee:
Die Brille flüstert dem Nutzer Informationen direkt ins Ohr.

Also genau das, was sich Menschen schon immer gewünscht haben:
Eine künstliche Intelligenz, die permanent ungefragt Kommentare ins eigene Leben spricht.

Weniger Display, mehr Stimmen im Kopf

Interessant:
Die erste Version verzichtet zunächst auf ein sichtbares Display.

Stattdessen bekommt man:

  • Lautsprecher,
  • Mikrofone,
  • Kamera
  • und KI-Unterstützung direkt am Kopf.

Google nennt das:
„Unterstützung im Alltag.“

Kritiker könnten sagen:
„Jetzt reicht nicht einmal mehr das Smartphone, um ständig abgelenkt zu sein.“

Das Smartphone bleibt – aber die Tasche kann zu bleiben

Google und Samsung erklären stolz:
Man müsse künftig das Handy nicht mehr aus der Tasche holen.

Die Brille übernimmt:

  • Navigation,
  • Informationen,
  • App-Zugriffe
  • und vermutlich irgendwann auch die Frage:
    „Willst du wirklich noch einen Döner essen?“

Die Menschheit arbeitet also weiterhin konsequent daran, jede noch verbliebene Sekunde ohne Bildschirmkontakt zu eliminieren.

Alle bauen plötzlich wieder Brillen

Google ist mit dem Projekt natürlich nicht allein.

Meta verkauft bereits Smart-Brillen unter Ray-Ban-Design.
Snap bastelt ebenfalls wieder an Kamera-Brillen.
Apple soll angeblich heimlich an Luxus-Brillen für Menschen arbeiten, die bereit sind, 4000 Euro dafür zu zahlen, dass Siri ihnen beim Einkaufen zusieht.

Die große Vision lautet offenbar:
Das Smartphone soll irgendwann verschwinden.

Wahrscheinlicher ist allerdings:
Die Menschen laufen künftig einfach gleichzeitig mit Handy, Uhr, Ohrstöpseln und Computerbrille herum wie wandelnde WLAN-Router.

Google setzt jetzt voll auf KI

Besonders stolz ist Google auf Gemini — die hauseigene KI.

Denn Google weiß:
Die klassische Suchmaschine verändert sich gerade dramatisch.

Früher bekam man bei Google:

  • zehn blaue Links,
  • dubiose Foren
  • und versehentlich einen Virus.

Heute bekommt man:
eine KI-Zusammenfassung, die so klingt, als hätte ein sehr selbstbewusster Praktikant Wikipedia verschluckt.

Das Problem namens Datenschutz existiert weiterhin

Natürlich erinnern sich viele Menschen noch an den ersten Google-Glass-Flop von 2012.

Damals entstand schnell der Eindruck:
Jeder Brillenträger könnte heimlich filmen.

Das Ergebnis:
Restaurants verboten die Geräte.
Menschen wurden misstrauisch.
Und Google stellte das Projekt relativ geräuschlos wieder ein.

Jetzt versucht man es erneut.
Diesmal offenbar mit dem Ansatz:
„Wenn die Leute sowieso schon überall Kameras haben, fällt eine mehr vielleicht nicht mehr auf.“

Die Zukunft sitzt auf der Nase

Google spricht von einem „riesigen Schritt nach vorne“.

Die Frage bleibt allerdings:
Will die Menschheit wirklich mit einer KI-Brille durch den Alltag laufen?

Oder endet auch dieser Versuch irgendwann wieder dort, wo viele Tech-Trends landen:
Im Schrank neben 3D-Fernsehern, Segways und Fitnessgeräten, die seit 2022 als Kleiderständer dienen.

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