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Tesla-Fahrer testet „Wade Mode“ – und versenkt Cybertruck direkt im See

GGBot (CC0), Pixabay
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Polizei in Texas offenbar wenig begeistert von Elon Musks Amphibien-Vision

Manche Menschen lesen Bedienungsanleitungen offenbar wie Abenteuerromane.

Ein Tesla-Cybertruck-Fahrer in Texas dachte sich jedenfalls:
„Wenn da schon ‚Wade Mode‘ steht, dann wird Elon Musk schon wissen, was er tut.“

Das Ergebnis:
Der futuristische Elektro-Panzer landete halb versunken im Grapevine Lake — und musste anschließend von Polizei und Wasserrettung geborgen werden.

Cybertruck sollte durchs Wasser fahren – theoretisch

Tesla bewirbt den sogenannten „Wade Mode“ als Funktion, mit der der Cybertruck flache Gewässer wie kleine Flüsse oder Bäche durchqueren kann.

Wichtig dabei:
Tesla spricht von maximal etwa 81 Zentimetern Wassertiefe.

Offenbar interpretierte der Fahrer diese Information eher kreativ.

Laut Polizei erklärte der Mann später selbst ganz offen, dass er absichtlich in den See gefahren sei, um den „Wade Mode“ auszuprobieren.

Mutig.
Oder extrem optimistisch.

Der Cybertruck lernte schwimmen – allerdings nur kurz

Wie die Polizei mitteilte, nahm das Fahrzeug relativ schnell Wasser auf und blieb schließlich im See stecken.

Der Fahrer und seine Mitfahrer verließen das Fahrzeug rechtzeitig, bevor der futuristische Edelstahl-Klotz endgültig zur Unterwasser-Attraktion wurde.

Zur Bergung musste schließlich sogar die Wasserrettung der Feuerwehr anrücken.

Ein Bild, das wahrscheinlich irgendwo zwischen:
„Technologie der Zukunft“
und
„sehr teurer Bootsanhänger“
einzuordnen ist.

Tesla schreibt es eigentlich ziemlich deutlich

Besonders bitter:
Tesla weist in seiner eigenen Anleitung ausdrücklich darauf hin, dass Wasserschäden nicht von der Garantie gedeckt sind.

Außerdem empfiehlt Tesla:

  • Wassertiefe vorher prüfen,
  • starke Strömungen vermeiden
  • und bei zu tiefem Wasser lieber sofort umkehren.

Mit anderen Worten:
„Bitte fahren Sie den Cybertruck nicht wie ein U-Boot.“

Polizei erinnert an überraschende Erkenntnis

Die Polizei von Grapevine erklärte anschließend fast schon väterlich:
Nur weil ein Auto technisch ins Wasser fahren könne, bedeute das nicht, dass man dies auch tun sollte.

Eine erstaunlich notwendige Botschaft im Jahr 2026.

Die Beamten nahmen den Fahrer schließlich fest — unter anderem wegen Fahrens in einem gesperrten Bereich des Sees und Verstößen gegen Sicherheitsvorschriften.

Elon Musk und die Realität des Marketings

Der Vorfall zeigt einmal mehr das Problem moderner Tech-Produkte:
Marketing klingt oft spektakulärer als Physik.

Wenn Hersteller von:

  • „Wade Mode“,
  • „Full Self Driving“
  • oder „bulletproof steel“

sprechen, verstehen manche Kunden darunter offenbar:
„Unzerstörbar.“

Die Realität bleibt allerdings hartnäckig:
Auch ein Cybertruck ist am Ende eben kein amphibischer Kampfpanzer.

Das Internet feiert natürlich sofort

In sozialen Netzwerken verbreitete sich der Vorfall rasend schnell.

Die Kommentare reichten von:
„Cyberduck“
bis:
„Titanic powered by Elon.“

Andere fragten bereits scherzhaft, wann Tesla offiziell den „Submarine Mode“ per Softwareupdate nachliefert.

Die eigentliche Pointe

Am Ende bleibt vor allem eine Erkenntnis:
Nur weil eine Funktion technisch möglich klingt, bedeutet das nicht automatisch, dass sie eine gute Idee ist.

Oder einfacher gesagt:
Wenn ein Autohersteller schreibt „für flache Bäche geeignet“, sollte man daraus vielleicht nicht ableiten:
„Perfekt für spontane Seeüberquerungen.“

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