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Trump in Peking: Viel Lob, viele Flugzeuge, null Details

syafrani_jambe (CC0), Pixabay
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Donald Trump beendet heute seinen Staatsbesuch in China – und wie üblich klingt danach alles nach dem „größten Deal aller Zeiten“, obwohl niemand so genau weiß, worauf man sich eigentlich geeinigt hat.

Bei seinem Treffen mit Xi Jinping erklärte Trump vor allem, was er angeblich alles bekommen habe: China kaufe jetzt amerikanisches Öl, 200 Boeing-Flugzeuge, Unmengen Sojabohnen und wahrscheinlich demnächst auch noch texanische Grillsoße. Außerdem habe Xi versprochen, Iran keine Militärgüter mehr zu liefern und sich um die Öffnung der Straße von Hormus zu kümmern. Kurz gesagt: Xi regelt jetzt offenbar nebenbei auch noch die Weltordnung.

Was China im Gegenzug möchte? Dazu sagte Trump lediglich: „Zu viele Dinge, um sie zu besprechen.“ Diplomatisch formuliert klingt das ungefähr wie: „Ich habe vergessen nachzufragen.“

Xi wiederum sprach von der „wichtigsten Beziehung der Welt“ und warnte vor der sogenannten „Thukydides-Falle“ – also dem historischen Muster, dass Großmächte irgendwann aus Angst voreinander in Konflikte geraten. Trump dürfte den Begriff höflich zur Kenntnis genommen haben, bevor er wieder über Boeing sprach.

Überhaupt wirkte der Besuch ein wenig wie eine Mischung aus Gipfeltreffen, Verkaufsmesse und milliardenschwerem Homeshopping-Kanal. Trump reiste mit einer Delegation aus Superreichen an, darunter Elon Musk, Tim Cook und Nvidia-Chef Jensen Huang. Laut Trump wollten sie alle unbedingt mitkommen. Wahrscheinlich aus purer Liebe zur Diplomatie.

Besonders stolz zeigte sich der US-Präsident über angebliche chinesische Zusagen beim Ölhandel. Künftig würden chinesische Schiffe nach Texas, Louisiana und Alaska fahren, um amerikanische Energie zu kaufen. „Wir haben unbegrenzt Energie“, sagte Trump. Die Atmosphäre erinnerte stellenweise stark an einen Mann, der gleichzeitig Außenpolitik und Tankstellenwerbung betreibt.

Auch beim Thema Iran blieb Trump bei seiner Lieblingsstrategie: maximale Selbstsicherheit bei minimal überprüfbaren Details. Iran sei „militärisch ausgelöscht“, die USA hätten „die größten Streitkräfte der Welt“, und ohne amerikanische Angriffe hätte Teheran „morgen eine Atombombe“. Beweise präsentierte er wie gewohnt keine, dafür viel Pathos.

Xi wurde derweil von Trump ungewöhnlich liebevoll beschrieben: „warm“, „sehr smart“ und „groß, besonders für dieses Land“. Irgendwo zwischen geopolitischer Machtverschiebung und Modelcasting verlor der Gipfel zeitweise komplett seine Ernsthaftigkeit.

Während Trump in Interviews bereits den historischen Charakter des Treffens beschwor, bleiben die wirklich heiklen Fragen ungelöst: Strafzölle, Exportkontrollen und Chinas Wunsch nach modernen US-Chips für KI und Technologieindustrie stehen weiterhin im Raum.

Aber immerhin hat Boeing jetzt vielleicht 200 neue Flugzeuge verkauft. Und irgendwo in Texas wartet vermutlich schon jemand mit einem Ölfass und einer amerikanischen Flagge auf die ersten chinesischen Tanker.

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