Die US-Pizzakette testet in North Carolina einen neuen Service, bei dem Drohnen warme Sandwiches direkt zum Kunden fliegen. Nicht Pizza. Sandwiches. Von einer Pizzakette. Per Flugobjekt. Man merkt: Die Menschheit hat endgültig beschlossen, jede vernünftige Reihenfolge von Entwicklungen zu ignorieren.
Der Lieferdienst arbeitet mit einer Firma namens „Wing“ zusammen. Laut Pressemitteilung sollen künftig künstliche Intelligenz, Apps und autonome Fluggeräte dafür sorgen, dass Menschen noch schneller an ihr Chicken-Bacon-Ranch-Sandwich kommen. Oder an eine leichte Gehirnerschütterung, falls die Drohne versehentlich im Vorgarten abstürzt.
Papa Johns spricht von einer „Revolution des Bestellerlebnisses“. Kritiker sprechen eher von „einem fliegenden Toaster mit WLAN“.
Besonders beruhigend wirkt dabei die Aussage des „Chief Digital and Technology Officer“ der Kette – ein Jobtitel, bei dem italienische Großmütter vermutlich spontan das Kreuzzeichen machen würden. In Chicago, so spottete ein Kolumnist, würde jede Pizzeria mit einem „Digitalchef“ direkt im Lake Michigan versenkt werden.
Die Idee dahinter ist simpel: Weil die Umsätze schwächeln, versucht Papa Johns nun offenbar, Kunden mit Technik zu beeindrucken. Frei nach dem Motto: „Vielleicht schmeckt die Pizza besser, wenn sie aus der Luft kommt.“
Hunde in den betroffenen Wohnvierteln dürften die Innovation allerdings weniger feiern. Für sie sieht eine Lieferdrohne vermutlich einfach aus wie ein aggressiver Metallgeier mit Cheesesteak-Füllung.
Experten sehen darin den nächsten Schritt in der Automatisierung des Alltags. Skeptiker wiederum erinnern daran, dass die Menschheit noch immer regelmäßig gegen selbstfahrende Staubsauger verliert.
Fest steht: Während andere Länder über künstliche Intelligenz in Medizin, Forschung oder Klimaschutz diskutieren, nutzt Amerika sie jetzt primär dafür, warme Sandwiches durch die Luft zu schießen.
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