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Tropensturm Lowell zieht von Hawaii ab – auf Kauai bleiben schwere Schäden zurück

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Tropensturm Lowell entfernt sich zunehmend von Hawaii und verliert weiter an Stärke. Zuvor war das System als Hurrikan nahe an den Inseln vorbeigezogen und hatte insbesondere auf Kauai und Oahu heftigen Regen, starke Winde und großflächige Stromausfälle verursacht.

Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde von Hawaii wurden auf Kauai zahlreiche Bäume, Strommasten und Leitungen umgerissen. Mehr als 32.000 Stromanschlüsse waren zeitweise ohne Versorgung. Das entsprach rund 91 Prozent aller erfassten Kunden auf der Insel.

Hawaiis Gouverneur Josh Green erklärte, viele Einwohner befänden sich weiterhin in einer schwierigen Lage. Die Behörden stellten medizinische Hilfe bereit und arbeiteten am Wiederaufbau der beschädigten Infrastruktur. Vor allem auf Kauai seien die Zerstörungen erheblich. Bis zur vollständigen Rückkehr zur Normalität werde voraussichtlich längere Zeit vergehen. Die Bürgermeister der betroffenen Gebiete stimmten ihre Hilfsmaßnahmen untereinander ab.

Das Nationale Hurrikanzentrum teilte in seiner jüngsten Prognose mit, dass Lowell weiter schwächer werde und sich von der hawaiianischen Inselgruppe entferne. Für Mittwoch und Donnerstag wurde zunächst eine langsame Kursänderung nach Nordwesten und anschließend nach Westen erwartet.

Die anhaltenden Windgeschwindigkeiten lagen zuletzt bei ungefähr 105 Kilometern pro Stunde. Einzelne Böen konnten noch stärker ausfallen. In den kommenden Tagen soll der Sturm schrittweise weiter an Kraft verlieren.

Obwohl das Zentrum von Lowell abzieht, ist die Gefahr für die Küsten noch nicht vollständig vorüber. Die vom Sturm erzeugte Dünung kann an exponierten Abschnitten der hawaiianischen Inseln weiterhin lebensgefährlich hohe Wellen und starke Strömungen verursachen. Behörden und Meteorologen raten deshalb dazu, Warnungen zu beachten und gefährdete Strandbereiche zu meiden.

Die prognostizierte Zugbahn zeigt lediglich den wahrscheinlichsten Weg des Sturmzentrums. Sie bildet weder die gesamte Ausdehnung des Systems noch sämtliche möglichen Auswirkungen ab. Erfahrungsgemäß kann das Zentrum in ungefähr einem Drittel der Fälle auch außerhalb des dargestellten Vorhersagekegels verlaufen.

Auch sogenannte Spaghettimodelle bieten keine sichere Vorhersage. Sie stellen die Berechnungen verschiedener Wettermodelle nebeneinander dar, deren Zuverlässigkeit unterschiedlich ausfällt. Das Nationale Hurrikanzentrum berücksichtigt für seine offiziellen Prognosen vor allem jene Modelle, die sich in der Vergangenheit als besonders leistungsfähig erwiesen haben.

Für Hawaii verlagert sich der Schwerpunkt nun von der unmittelbaren Sturmabwehr auf die Beseitigung der Schäden. Einsatzkräfte müssen Verkehrswege freimachen, Stromleitungen reparieren und betroffene Einwohner versorgen. Gleichzeitig bleiben die Küstenbedingungen zunächst gefährlich, auch wenn sich Lowell bereits von den Inseln entfernt.

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