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Investmentprüfung.de: Neues Rechercheportal für Anleger und Verbraucher

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Unter www.investmentpruefung.de ist ein neues Investmentrechercheportal für Anleger und Verbraucher gestartet. Die Plattform will Informationen zu bestehenden, älteren und aktuellen Investments aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen und damit eine Frage beantworten, die für viele Anleger oft nur mit erheblichem Rechercheaufwand zu klären ist: Was steckt tatsächlich hinter meinem Investment – und wie ist der aktuelle Stand?

Wir konnten Investmentprüfung.de bereits während des Testbetriebs nutzen und verschiedene Recherchen durchführen. Unser Eindruck: Das Konzept ist insbesondere für Anleger und Verbraucher in Deutschland, Österreich und der Schweiz interessant, weil Informationen, die bislang über zahlreiche unterschiedliche Stellen zusammengesucht werden mussten, an einem Ort gebündelt werden sollen.

Das Portal versteht sich dabei nicht als Anlageberater, sondern als Recherche- und Informationsplattform.

Ein Investment prüfen, statt nur den Anbieter zu googeln

Wer heute ein Investment prüfen möchte, steht häufig vor einem grundsätzlichen Problem.

Eine einfache Google-Suche reicht in vielen Fällen nicht aus.

Man müsste unter Umständen Handels- und Unternehmensregister durchsuchen, Veröffentlichungen von Finanzaufsichtsbehörden kontrollieren, nach Warnmeldungen suchen, Gerichtsentscheidungen recherchieren, Presseberichte auswerten und anschließend prüfen, ob die gefundenen Informationen tatsächlich dasselbe Unternehmen oder dasselbe Investment betreffen.

Bei älteren Kapitalanlagen wird die Recherche noch schwieriger.

Unternehmen können ihren Namen geändert haben. Geschäftsführer können gewechselt haben. Gesellschaften können verschmolzen oder liquidiert worden sein. Vertriebsunternehmen können verschwunden sein, während andere Gesellschaften Teile eines Geschäftsmodells fortführen.

Genau an diesem Punkt setzt Investmentprüfung.de an.

Datenbanken, KI und Suchmaschinen werden miteinander verbunden

Nach Angaben der Verantwortlichen verbindet das Portal unterschiedliche Datenbestände mit KI-gestützter Recherche und Informationen aus öffentlich zugänglichen Internetquellen.

Damit soll aus vielen einzelnen Recherchewegen ein zentraler Suchprozess entstehen.

Der Nutzer gibt beispielsweise den Namen eines Unternehmens, eines Investmentangebotes oder eines bestehenden Investments ein und erhält anschließend eine strukturierte Auswertung.

Nach Angaben der Betreiber werden die zugrunde liegenden Informationen regelmäßig und teilweise in kurzen Intervallen aktualisiert.

Gerade bei Finanzprodukten kann Aktualität entscheidend sein.

Eine neue Warnung einer Aufsichtsbehörde, ein Wechsel der Geschäftsführung, eine Insolvenzmeldung oder eine Veränderung bei einer Gesellschaft kann die Beurteilung eines Investments erheblich verändern.

Besonders interessant für alte Investments

Aus unserer Sicht liegt eine der interessantesten Funktionen nicht nur bei der Prüfung neuer Angebote.

Das Portal kann insbesondere für Anleger hilfreich sein, die vor Jahren investiert haben und heute wissen möchten:

Was ist aus meinem Investment geworden?

Existiert mein damaliger Vertragspartner noch?

Wer führt das Unternehmen heute?

Gab es gesellschaftsrechtliche Veränderungen?

Existieren Warnungen von Aufsichtsbehörden?

Sind Insolvenzverfahren bekannt?

Gibt es Gerichtsentscheidungen oder andere öffentlich zugängliche Hinweise?

Hat sich das ursprüngliche Geschäftsmodell verändert?

Gerade bei langfristigen Investments verlieren Anleger häufig über Jahre den Überblick.

Ein damaliger Vermittler ist möglicherweise nicht mehr erreichbar. Die ursprüngliche Internetseite existiert nicht mehr oder sieht vollkommen anders aus. Briefe kommen von einer neuen Gesellschaft. Anleger sollen neue Verträge unterschreiben oder zusätzliche Zahlungen leisten.

Dann beginnt normalerweise eine aufwendige Recherche.

Investmentprüfung.de versucht, diese Informationssuche erheblich zu verkürzen.

Registrierung mit E-Mail-Adresse

Das Portal befindet sich derzeit noch im Testbetrieb.

Nach Registrierung mit einer gültigen E-Mail-Adresse kann eine Recherche gestartet werden.

Das Ergebnis wird dem Nutzer online zur Verfügung gestellt. Zusätzlich soll ein ausführlicheres Dossier an die angegebene E-Mail-Adresse versandt werden.

Der derzeitige Testzugang ist nach Angaben der Betreiber kostenlos.

Zu finden ist das Portal unter:

www.investmentpruefung.de

Eine wichtige Entscheidung: keine Anlageempfehlungen

Bei der Entwicklung wurde nach Angaben der Beteiligten intensiv darüber diskutiert, ob die Plattform am Ende einer Recherche auch eine konkrete Empfehlung aussprechen sollte.

Also beispielsweise:

„Dieses Investment ist empfehlenswert.“

„Von diesem Investment ist abzuraten.“

Oder sogar eine Bewertung nach einem Ampel- oder Punktesystem.

Letztlich entschieden sich die Beteiligten dagegen.

Aus unserer Sicht ist das sinnvoll.

Ein Rechercheportal sollte Informationen liefern und Risiken sichtbar machen. Es sollte jedoch nicht so auftreten, als könne es eine individuelle Anlageberatung oder eine rechtliche beziehungsweise steuerliche Prüfung ersetzen.

Das Portal soll dem Anleger nicht die Entscheidung abnehmen.

Es soll ihm ermöglichen, seine Entscheidung auf einer wesentlich breiteren Informationsbasis zu treffen.

Dieser Unterschied ist wichtig.

Informationen statt Empfehlungen

Ein gutes Rechercheportal sollte nicht behaupten:

„Investieren Sie hier.“

Oder:

„Investieren Sie dort nicht.“

Die sinnvollere Aufgabe lautet:

„Das haben wir zu diesem Unternehmen und diesem Investment gefunden.“

Dazu können beispielsweise gehören:

Unternehmensdaten,

Geschäftsführer und Verantwortliche,

gesellschaftsrechtliche Veränderungen,

Informationen von Finanzaufsichtsbehörden,

Warnmeldungen,

Insolvenzbekanntmachungen,

Gerichtsentscheidungen,

Presseberichte,

Informationen des Unternehmens selbst,

sowie weitere öffentlich zugängliche Quellen.

Die Entscheidung bleibt beim Nutzer.

Auch Unternehmen sollen Stellung nehmen können

Ein solches Portal wird zwangsläufig nicht jedem Unternehmen gefallen.

Gerade wenn unterschiedlichste öffentliche Informationen zusammengeführt werden, kann ein Unternehmen der Auffassung sein, dass eine Darstellung unvollständig, veraltet oder sachlich falsch ist.

Nach dem vorgesehenen Konzept von Investmentprüfung.de sollen Unternehmen deshalb die Möglichkeit erhalten, Unterlagen und Stellungnahmen einzureichen.

Diese Informationen sollen zunächst einer Plausibilitätsprüfung unterzogen und anschließend – sofern relevant – in die Recherche beziehungsweise Datenbasis einbezogen werden.

Das ist aus unserer Sicht ein wichtiger Bestandteil des Systems.

Denn Anleger- und Verbraucherschutz bedeutet nicht, Unternehmen grundsätzlich unter Verdacht zu stellen.

Es bedeutet, möglichst viele überprüfbare Informationen transparent zusammenzuführen.

Dabei sollte allerdings immer klar erkennbar bleiben, welche Information aus welcher Quelle stammt.

Eine Selbstauskunft eines Unternehmens besitzt einen anderen Stellenwert als eine Warnung einer Finanzaufsichtsbehörde.

Eine Anlegerbeschwerde ist kein Gerichtsurteil.

Ein kritischer Medienbericht ist kein rechtskräftiger Nachweis eines Fehlverhaltens.

Und eine fehlende Behördenwarnung ist umgekehrt kein Gütesiegel.

Gerade diese Differenzierung wird für die Glaubwürdigkeit eines solchen Portals entscheidend sein.

Rechtsanwalt Maurice Högel: Beitrag zum Anleger- und Verbraucherschutz

An der Konzeption des Portals ist nach Angaben der Beteiligten auch Rechtsanwalt Maurice Högel von BEMK Rechtsanwälte in Bielefeld beteiligt.

Die Grundidee dahinter ist nachvollziehbar:

Viele Anleger erfahren von Problemen erst dann, wenn Auszahlungen ausbleiben, Ansprechpartner verschwinden oder zusätzliche Zahlungen verlangt werden.

Dabei existieren relevante Informationen möglicherweise bereits wesentlich früher.

Sie befinden sich jedoch häufig an verschiedenen Stellen und sind für Verbraucher nicht ohne Weiteres miteinander in Verbindung zu bringen.

Ein zentrales Rechercheportal kann diese Informationslücke verkleinern.

Was das Portal nicht leisten kann

So positiv unser Eindruck aus dem bisherigen Testbetrieb ist, sollte auch klar sein, was Investmentprüfung.de nicht leisten kann.

Kein Rechercheportal kann absolute Sicherheit garantieren.

Auch ein Unternehmen ohne negative Presseberichte kann wirtschaftlich scheitern.

Auch ein reguliertes Unternehmen kann Verluste verursachen.

Eine Finanzaufsicht prüft nicht automatisch die wirtschaftliche Qualität jedes angebotenen Investments.

Und auch KI-Systeme können Informationen falsch einordnen oder Zusammenhänge übersehen.

Deshalb sollte das Portal als Recherchewerkzeug verstanden werden.

Nicht als Richter.

Nicht als Anlageberater.

Und nicht als Garantie dafür, dass ein Investment sicher oder unsicher ist.

Der entscheidende Vorteil: Informationen an einem Ort

Die Stärke des Konzepts liegt aus unserer Sicht in der Bündelung.

Finanzaufsichtsbehörden besitzen Informationen.

Unternehmensregister besitzen Informationen.

Gerichte besitzen Informationen.

Medien besitzen Informationen.

Unternehmen selbst veröffentlichen Informationen.

Suchmaschinen finden weitere Spuren.

KI kann große Mengen dieser Informationen strukturieren und miteinander vergleichen.

Der Verbraucher musste bislang einen erheblichen Teil dieser Recherche selbst durchführen.

Wenn Investmentprüfung.de tatsächlich dauerhaft gelingt, diese Informationen aktuell, nachvollziehbar und sauber nach Quellen getrennt zusammenzuführen, könnte daraus ein interessantes Instrument für Anleger- und Verbraucherschutz werden.

Unser Eindruck aus dem Testbetrieb

Wir haben das Portal nicht nur mit aktuellen Unternehmen getestet, sondern insbesondere auch mit älteren Investments.

Gerade dort wird deutlich, welches Potenzial eine zentralisierte Recherche besitzt.

Eine Frage, für deren Beantwortung bislang möglicherweise zahlreiche Suchvorgänge notwendig waren, kann wesentlich schneller strukturiert werden.

Besonders richtig finden wir die Entscheidung, keine konkreten Investmentempfehlungen auszusprechen.

Denn ein Anleger braucht nicht zwingend jemanden, der ihm sagt, was er kaufen soll.

Er braucht zunächst verlässliche Antworten auf andere Fragen:

Mit wem schließe ich eigentlich einen Vertrag?

Existiert dieses Unternehmen tatsächlich?

Ist es reguliert – und wenn ja, für welche Tätigkeit?

Gibt es Warnungen von Aufsichtsbehörden?

Was ist aus meinem alten Investment geworden?

Hat sich der Vertragspartner verändert?

Gibt es Hinweise auf wirtschaftliche Probleme?

Welche Informationen stammen vom Unternehmen selbst und welche aus unabhängigen Quellen?

Gibt es Widersprüche zwischen Werbung, Registerdaten und tatsächlicher Unternehmensstruktur?

Ein Portal, das solche Fragen schnell und nachvollziehbar beantworten kann, schafft keine risikofreie Investmentwelt.

Aber es kann Informationsvorsprünge verkleinern.

Und genau darin liegt möglicherweise sein größter Wert.

Investmentprüfung.de ist derzeit unter www.investmentpruefung.de erreichbar. Der Testbetrieb ist nach Angaben der Betreiber aktuell noch kostenfrei.

Unser Eindruck nach den bisherigen Tests:

Ein spannender Ansatz für mehr Transparenz im Investmentmarkt – gerade für Anleger, die nicht nur wissen wollen, was ihnen ein Anbieter verspricht, sondern was sich über Anbieter und Investment tatsächlich recherchieren lässt.

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