1. Ausgangspunkt der Präsentation: Papiergeld gegen Gold
Die Präsentation beginnt mit einer grundsätzlichen Gegenüberstellung von Papiergeld und Gold. Der Sprecher arbeitet dabei stark mit dem Begriff „Scheingeld“ und stellt Geldscheine als bloße Papierzettel mit Zahlen dar. Gold wird demgegenüber als echter, langfristiger Vermögenswert beschrieben. Die Grundthese lautet: Wer heute Geld spart, könne sich in Zukunft wegen Inflation weniger leisten; Gold sei dagegen seit Jahrtausenden ein Wertaufbewahrungsmittel.
Anschließend wird Gold als größter Vermögenswert der Welt dargestellt. Der Sprecher fragt, warum Banken ihren Kunden nicht stärker Gold empfehlen, und beantwortet dies mit dem Hinweis, Banken verdienten mit Geldprodukten, nicht mit physischem Gold. Wenn Kunden Gold kauften, sei das Geld aus dem Bankkreislauf heraus. Damit wird ein klares Misstrauen gegenüber Banken und dem heutigen Geldsystem aufgebaut.
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Rolle der Zentralbanken. Der Sprecher behauptet, Zentralbanken kauften seit Jahren „wie irre“ Gold, weil sie ihrem eigenen Produkt, also Geld, nicht mehr vertrauten. Daraus wird die Schlussfolgerung gezogen, dass auch private Anleger sich mit Gold beschäftigen müssten.
2. Inflation als „Enteignung“
Ein großer Teil der Präsentation widmet sich der Inflation. Der Sprecher erklärt, dass Geldscheine zwar nominal gleich blieben, ihre Kaufkraft aber über Jahre sinke. Inflation wird ausdrücklich als „Enteignung“ bezeichnet, weil dem Bürger Kaufkraft weggenommen werde. Sachwerte, insbesondere Immobilien und Gold, werden als Schutz gegen diesen Kaufkraftverlust dargestellt.
Besonders Gold wird als überlegenes Schutzinstrument beschrieben. Laut Präsentation habe sich Gold in Phasen steigender Inflation überproportional entwickelt. Der Sprecher stellt die Entscheidung zugespitzt dar: Entweder glaube man weiter an das Produkt Geld, oder man schütze sich langfristig gegen Kaufkraftverlust, indem man Geld in Gold tausche.
Zur Veranschaulichung werden Lebensmittelpreise genannt. Die Präsentation verweist auf eine Preissteigerung bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken seit 2019 um 40,5 Prozent. Der Sprecher relativiert diese Statistik subjektiv mit dem Hinweis, in seinem Einkaufswagen hätten sich die Preise mindestens verdoppelt. Daraus leitet er die Frage ab, ob Einkommen, Renten oder Vermögen der Zuhörer im gleichen Umfang gestiegen seien; wenn nicht, hätten sie Kaufkraft verloren.
3. Goldpreis, Papiergold und Börsenhandel
Die Präsentation geht dann auf Schwankungen des Goldpreises ein. Der Sprecher räumt ein, dass Goldpreise schwanken, führt dies aber wesentlich auf den Börsenhandel mit sogenanntem „Papiergold“ zurück. Gemeint sind offenbar Finanzprodukte oder Derivate, die sich auf Gold beziehen, aber nicht zwingend mit physischem Gold hinterlegt sind. Der Sprecher behauptet, über 90 Prozent der Goldhandelsgeschäfte an Börsen seien Papiergoldgeschäfte; dort würden Banken spekulieren und Milliarden verdienen.
Weiter wird behauptet, China habe eine Börse etabliert, die Papiergoldhandel ablehne und nur Geschäfte „Geld gegen Gold“ zulasse. Daraus wird die Erwartung abgeleitet, dass sich künftig ein anderer, stabilerer Goldpreis entwickeln könne. Der Sprecher spricht sich dennoch gegen kurzfristige Goldkäufe aus, wenn das Geld bald wieder benötigt werde. Sinnvoll sei Gold aus seiner Sicht vor allem für mittel- bis langfristigen Vermögensaufbau.
4. Vorstellung der TGI AG
Im zweiten Teil der Präsentation wird die TGI AG vorgestellt. Sie wird als Goldhändler mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, beschrieben. Das Grundgeschäft eines Goldhändlers sei einfach: Gold ankaufen und Gold verkaufen. Die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis sei die Handelsspanne. Diese sei normalerweise zu gering, um besondere Rabatte zu finanzieren. Genau hier setze laut Präsentation die „besondere Idee“ der TGI AG an.
Als Verantwortliche werden im Transkript unter anderem ein Präsident des Verwaltungsrates bzw. Gründer, ein CEO, ein CFO, ein Verwaltungsratsmitglied und ein Rechtsbeistand genannt. Die Namenswiedergabe im Transkript wirkt teilweise fehleranfällig und sollte vor Veröffentlichung oder rechtlicher Verwendung anhand offizieller Registerdaten geprüft werden.
Die Präsentation behauptet, das Geschäftsmodell „Goldkauf mit Rabatt“ gebe es seit rund 5,5 Jahren. Es sei seit 2021 am Markt, habe mehr als 50.000 „glückliche Kunden“ und es seien über 100 Millionen Euro an Rabatten gewährt worden. Außerdem wird gesagt, die TGI arbeite jeden Tag daran, ein hohes Maß an Sicherheit und Transparenz zu gewährleisten. Nachhaltigkeit und ethischer Goldabbau würden bei Partnerunternehmen beachtet, etwa keine Kinderarbeit, Renaturierung und kein Einsatz von Chemikalien.
5. Erklärtes Geschäftsmodell: Rabatte durch Minenpartnerschaften
Der Kern der Präsentation ist die Erklärung, wie TGI angeblich Rabatte finanzieren könne. Normale Goldhändler könnten dies nicht, weil ihre Marge zu gering sei. TGI ändere jedoch einen Marktmechanismus: Das Unternehmen kaufe Gold nicht bei Scheideanstalten, sondern direkt dort, wo Gold produziert werde, also bei Mining-Unternehmen.
Der Sprecher führt dazu eine Beispielrechnung an: Eine Unze Gold habe einen Marktpreis von etwa 4.500 US-Dollar. Die sogenannten All-in Sustaining Costs eines Minenunternehmens lägen bei etwa 1.500 US-Dollar pro Unze. Daraus ergebe sich eine Differenz von rund 3.000 US-Dollar. Diese Differenz sei die Basis der Idee. Wenn TGI das Geld der Kunden nehme und beim Mining-Unternehmen einsetze, könne dieses seine Produktion ausweiten. Aus dem dadurch entstehenden Mehrwert erhalte TGI monatlich einen Anteil.
Die Präsentation beschreibt daraus eine Win-win-Situation: Die Kunden profitierten durch Rabatte, das Mining-Unternehmen profitiere durch zusätzliche Produktion, TGI profitiere durch Cashflows und Raffinerien sowie Regionen in Afrika profitierten ebenfalls. Es wird ausdrücklich gesagt: „Jeder gewinnt, keiner verliert.“
6. Die angebotenen Produkte
Praktisch sollen Kunden online Goldbarren auswählen. Angeboten werden Barren von 1 Gramm bis 1.000 Gramm. Der Kunde stellt sich seinen Warenkorb zusammen; jeder Kaufvertrag sei freiwillig, kein Automatismus und keine Verpflichtung.
Die Präsentation unterscheidet zwei wesentliche Varianten:
Variante 1: Lieferung nach rund acht Wochen.
Bei dieser Variante erhalte der Kunde auf den tagesaktuellen Preis einen Preisnachlass von sieben Prozent. Der Sprecher bezeichnet diese acht Wochen sogar als „Sofortlieferung“, weil auch bei anderen Goldhändlern Lieferzeiten von drei bis vier Wochen möglich seien.
Variante 2: Lieferzeit 36 Monate.
Bei dieser Variante erhalte der Kunde laut Präsentation monatlich zwei Prozent Rabatt auf den ursprünglichen Kaufpreis, also 36-mal zwei Prozent. Zusätzlich werde nach 36 Monaten ein Treuerabatt von 36 Prozent auf den ursprünglichen Kaufpreis gewährt. Der Sprecher stellt dazu in Aussicht, Kunden könnten neben den Rabatten auch von einer möglichen Goldpreissteigerung profitieren.
Wichtig ist: Nach Aussage des Sprechers steht das 36-Monats-Modell mit monatlich zwei Prozent Rabatt deutschen Goldkaufinteressenten aktuell nicht zur Verfügung. Als Begründung nennt er spezielle Gesetze in Deutschland und den Hinweis der BaFin, wonach das Angebot als prospektpflichtig eingeordnet werde. TGI erstelle nach seiner Darstellung einen Prospekt und wolle diesen bei der BaFin einreichen.
7. Rückkauf durch TGI
Nach Ablauf der Lieferzeit soll der Kunde das Gold geliefert bekommen. Zugleich wird erklärt, der Kunde könne TGI bitten, das Gold anzukaufen. Komme man über den Preis überein, könne der Verkaufserlös auf das Bankkonto ausgezahlt oder für einen neuen Goldkauf verwendet werden.
In der Fragerunde wird diese Rückkaufmechanik konkretisiert. Eine Teilnehmerin fragt, ob sie bei der Acht-Wochen-Variante das Gold überhaupt erst annehmen und zurückschicken müsse, wenn sie es direkt wieder verkaufen wolle. Der Sprecher antwortet, bei rechtzeitiger Meldung könne TGI das Gold direkt ankaufen und einen neuen Vertrag integrieren; erst werde der Ankauf gebucht, dann der neue Kauf.
Später wird auf Nachfrage erklärt, TGI kaufe beim Acht-Wochen-Produkt zum tagesaktuellen Verkaufspreis zurück und verzichte dabei auf den Spread. Das bedeutet wirtschaftlich: TGI würde nach Darstellung des Sprechers nicht zum niedrigeren Ankaufspreis eines Goldhändlers zurückkaufen, sondern zum höheren Verkaufspreis.
8. Aussagen zu Vertrieb und Empfehlungen
Ein junger Teilnehmer fragt, ob er das Angebot online, etwa über Social Media, vertreiben könne. Der Sprecher lehnt eine Antwort in dieser Präsentation ab und verweist auf den Einladenden beziehungsweise einen separaten Empfehlungsworkshop am ersten und dritten Montag im Monat. Er begründet dies damit, dass solche Vertriebsfragen Goldkaufinteressenten verlieren könnten und nicht in die Produktpräsentation passten.
Diese Passage ist bemerkenswert, weil sie nahelegt, dass es neben der Produktpräsentation auch gesonderte Schulungen oder Workshops für Empfehlungsgeber gibt. Für Anleger ist das relevant, weil dadurch die Frage entsteht, welche wirtschaftlichen Anreize Vermittler oder Empfehlungsgeber haben.
9. Nachhaltigkeit und Nachweise
Eine Teilnehmerin fragt nach ethischer Vertretbarkeit und Zertifikaten. Der Sprecher antwortet, TGI sei Goldhändler und könne sich selbst nicht für den Goldabbau zertifizieren lassen, weil sie den Abbau nicht selbst betreibe. Die Partnerunternehmen würden nicht vollständig öffentlich gemacht, da es sich um Betriebsgeheimnisse handele. Letztlich könne er nur dafür werben, den Aussagen des Unternehmens zu vertrauen.
Diese Antwort ist für Anleger besonders wichtig: Die Präsentation behauptet zwar Nachhaltigkeit und ethischen Goldabbau, liefert aber in der Fragerunde keine extern überprüfbaren Zertifikate, keine namentlich genannten Minenpartner und keine unabhängigen Prüfberichte.
10. Fehlende Kennzahlen in der Fragerunde
Ein Teilnehmer fragt, wie viel Gold TGI aktuell pro Monat in Kilogramm ausliefere und wie viel davon wieder zurückgekauft werde. Der Sprecher antwortet, er sei selbst nur Goldkäufer der TGI und habe keinen Einblick in die Zahlen. Auch zum Verhältnis zwischen Lieferung und Rückkauf sowie zu Umsätzen könne er keine Angaben machen; es gebe keine Veröffentlichung dazu.
Später wird außerdem nach aktuellen Informationen zu Goldminenbetreibern beziehungsweise „Bootcamp Afrika“ gefragt. Der Sprecher erklärt, er habe dazu keinen aktuelleren Stand und könne nur Informationen weitergeben, die er offiziell von TGI bekomme. Für weitere Informationen solle man den Support anschreiben.
11. Aufsichtsrechtlicher Kontext
Aus Anlegersicht ist der aufsichtsrechtliche Kontext entscheidend. Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein ordnete mit Verfügung vom 26. Mai 2026 gegenüber der TGI AG die sofortige Einstellung des Vertriebs und des öffentlichen Angebots der Produkte „Customer Basic 2 %“, „Sales Premium“ und „Sofortrabatt“ an. Die FMA Liechtenstein begründete dies damit, dass TGI mit diesen Produkten Einlagengeschäft ohne die erforderliche Bewilligung betreibe; die Verfügung ist sofort vollziehbar, aber noch nicht rechtskräftig.
Die FMA Liechtenstein stellte außerdem klar, dass sie keine neuen oder angepassten Verträge, Produkte oder Vorgehensweisen der TGI AG genehmigt oder gutgeheißen habe. Aus einem Schweigen der FMA könne kein Gütesiegel abgeleitet werden. Sie verwies zudem darauf, dass TGI über keine aufsichtsrechtliche Bewilligung oder Registrierung der FMA verfüge und nicht berechtigt sei, bewilligungs- oder registrierungspflichtige Dienstleistungen in Liechtenstein zu erbringen.
TGI selbst weist den Vorwurf zurück und argumentiert, Kunden würden physisches Feingold erwerben; TGI schulde Goldlieferung und nicht Geldrückzahlung. Das Unternehmen erklärt, das Produkt „Feingoldbarren – Customer Basic 2 % + Treuerabatt“ bleibe verfügbar, während Rabattgutschriften bei anderen Produkten vorerst ausgesetzt seien.
Auch die österreichische FMA warnte vor Angeboten der TGI AG. Sie teilte mit, TGI habe keine Berechtigung, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen; insbesondere sei die Entgegennahme fremder Gelder zur Verwaltung oder als Einlage nicht gestattet. Nach einer Überprüfung stellte die FMA Österreich die Rechtmäßigkeit ihrer Veröffentlichung fest.
Nach Darstellung der Stiftung Warentest hat zudem die deutsche BaFin der TGI AG im April untersagt, die Goldkauf-Rabattmodelle „Customer Basic 2 %“ und „Customer Basic 2 % + Treuerabatt“ in Deutschland öffentlich anzubieten. Grund sei ein Verstoß gegen das Vermögensanlagengesetz; TGI habe dies als Fehlinterpretation bezeichnet.
Bewertung aus Anlegersicht
1. Grundsätzlich: Gold kann ein Baustein sein – aber nicht jede Goldstruktur ist automatisch sicher
Die Präsentation nutzt ein grundsätzlich nachvollziehbares Thema: Inflation, Kaufkraftverlust und die Rolle von Sachwerten. Gold kann für Anleger als Beimischung im Vermögen sinnvoll sein. Die Verbraucherzentralen weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass Gold keine Zinsen oder Dividenden bringt und Gewinne nur entstehen, wenn der Verkaufserlös über dem Kaufpreis liegt; sie sehen Gold eher als Beimischung, nicht als Hauptanlage.
Der Film vermischt aus meiner Sicht zwei Ebenen: Einerseits die legitime Frage, ob Gold als Sachwert sinnvoll sein kann. Andererseits ein konkretes Rabatt- und Rückkaufmodell der TGI AG. Anleger sollten diese Ebenen strikt trennen. Wer Gold kaufen möchte, kann dies grundsätzlich auch bei klassischen Edelmetallhändlern tun – ohne lange Lieferfristen, hohe Rabattversprechen, Rückkaufmechanik und regulatorische Sonderfragen.
2. Die Präsentation arbeitet stark mit Angst und Systemkritik
Die Darstellung von Papiergeld als „Scheingeld“, Inflation als „Enteignung“ und Banken als Institutionen, die Kunden aus Eigeninteresse nicht über Gold informieren würden, ist rhetorisch wirksam. Aus Anlegersicht ist das aber ein Warnsignal. Seriöse Anlageaufklärung sollte Risiken und Chancen ausgewogen darstellen.
Die Präsentation stellt Gold sehr einseitig positiv dar. Risiken wie Goldpreisschwankungen, Liquidität, Lagerung, Diebstahl, steuerliche Fragen, Währungsrisiken, Kauf-/Verkaufsspannen und Opportunitätskosten werden nur am Rand oder gar nicht behandelt. Besonders problematisch ist, dass die emotionale Ausgangsthese – „Geld verliert, Gold schützt“ – später genutzt wird, um ein konkretes Anbieterprodukt attraktiv erscheinen zu lassen.
3. Die Rabattversprechen sind außergewöhnlich hoch
Sieben Prozent Rabatt bei rund acht Wochen Lieferzeit sind bereits ungewöhnlich. Noch auffälliger ist die Darstellung des 36-Monats-Modells mit zwei Prozent monatlichem Rabatt plus 36 Prozent Treuerabatt. Wirtschaftlich betrachtet entsteht hier der Eindruck einer sehr hohen planbaren Vorteilskomponente.
Ob diese Vorteile juristisch „Rabatt“, „Treuerabatt“, „Preisnachlass“ oder wirtschaftlich „Rendite“ genannt werden, ist für Anleger zweitrangig. Entscheidend ist: Der Kunde zahlt Geld, wartet auf Lieferung oder Rückabwicklung, und soll dafür erhebliche Vorteile erhalten. Genau diese Struktur führt weg vom einfachen Sofortkauf physischen Goldes und hin zu einem komplexeren Vertrags- und Gegenparteirisiko.
4. Die Erklärung über Minen-Margen überzeugt nur teilweise
Die Präsentation erklärt die Rabatte damit, dass Minenunternehmen Gold zu deutlich niedrigeren Produktionskosten fördern als der Marktpreis beträgt. Daraus wird abgeleitet, dort sei ein großer „Topf“ vorhanden, aus dem TGI und Kunden profitieren könnten.
Diese Erklärung ist aus Anlegersicht unvollständig. Produktionskosten sind nicht gleich frei verfügbare Marge. Minenunternehmen haben Investitionskosten, Explorationsrisiken, Finanzierungskosten, politische Risiken, Steuern, Abgaben, Umweltauflagen, Absicherungsgeschäfte, Lieferverpflichtungen und Kapitalbedarf. Außerdem verkauft ein rationales Minenunternehmen sein Gold grundsätzlich nicht deshalb mit wirtschaftlichen Sondervorteilen an Dritte, weil seine Produktionskosten niedriger sind als der Weltmarktpreis. Der Marktpreis ist gerade der Preis, zu dem der Rohstoff verwertet werden kann.
Wenn TGI tatsächlich besondere Minenverträge hat, wären für Anleger belastbare Nachweise entscheidend: Namen der Partner, Vertragsstruktur, Lieferverpflichtungen, Sicherheiten, Audits, Eigentumsübergang, Verwahrung, Versicherung, Export-/Importdokumente und Zahlungsflüsse. Die Präsentation liefert diese Nachweise nicht.
5. „Jeder gewinnt, keiner verliert“ ist keine anlegergerechte Aussage
Die Aussage, bei dem Konzept gewinne jeder und niemand verliere, ist aus Anlegersicht problematisch. Jede Kapitalbindung über Wochen oder Jahre enthält Risiken. Dazu gehören unter anderem:
- Ausfallrisiko der TGI AG,
- Ausfallrisiko von Minen- oder Verarbeitungspartnern,
- Lieferverzögerungen,
- regulatorische Eingriffe,
- rechtliche Umqualifizierung des Produkts,
- Liquiditätsprobleme bei Rückkäufen,
- Goldpreisschwankungen,
- fehlende Transparenz über tatsächliche Goldbestände,
- mögliche Interessenkonflikte im Vertrieb.
Ein Produkt, das als risikolos oder quasi risikolos dargestellt wird, obwohl es hohe wirtschaftliche Vorteile verspricht, sollte Anleger besonders vorsichtig machen.
6. Rückkauf „ohne Spread“ ist attraktiv – aber auch ein Liquiditätsrisiko
Die Aussage, TGI könne beim Acht-Wochen-Modell zum tagesaktuellen Verkaufspreis zurückkaufen und auf den Spread verzichten, klingt für Kunden sehr vorteilhaft. Aus Sicht eines Goldhändlers ist das aber ungewöhnlich, weil die Ankaufs-/Verkaufsspanne normalerweise Teil des Geschäftsmodells ist.
Wenn viele Kunden regelmäßig kaufen, kurz vor Lieferung zurückverkaufen und sofort neu abschließen, entsteht wirtschaftlich ein Kreislauf. Dann stellt sich die Frage, ob tatsächlich physisches Gold im Vordergrund steht oder ob die Kunden vor allem auf wiederkehrende Vorteilsgutschriften und Rückkäufe setzen. Genau solche Strukturen können aufsichtsrechtlich relevant werden, weil sie wirtschaftlich einem Anlage- oder Einlagenmodell ähneln können.
7. Fehlende Transparenz zu Mengen und Umsätzen ist ein wesentliches Warnsignal
Besonders kritisch ist, dass der Sprecher keine Angaben machen kann zu ausgelieferten Goldmengen, Rückkaufquoten oder Umsätzen. Für ein Geschäftsmodell, das mit mehr als 50.000 Kunden und mehr als 100 Millionen Euro Rabatten wirbt, wären solche Kennzahlen aus Anlegersicht hochrelevant.
Wichtige Fragen bleiben offen:
- Wie viel Gold wurde tatsächlich physisch an Kunden ausgeliefert?
- Wie viel Gold wurde nie ausgeliefert, sondern intern zurückgekauft oder verrechnet?
- Wie hoch sind die offenen Lieferverpflichtungen?
- Welche Goldbestände sind vorhanden?
- Sind Kundengelder insolvenzfest getrennt?
- Gibt es geprüfte Jahresabschlüsse?
- Gibt es externe Wirtschaftsprüferberichte?
- Gibt es testierte Bestandsnachweise?
- Gibt es Versicherungsnachweise für Goldbestände?
- Wie hoch ist die Liquidität für Rückkäufe?
Ohne solche Informationen ist eine seriöse Risikobewertung kaum möglich.
8. Nachhaltigkeit wird behauptet, aber nicht belegt
Die Präsentation stellt ethischen Goldabbau und Nachhaltigkeit als Selbstverständlichkeit dar. Auf Nachfrage werden jedoch keine Zertifikate oder konkreten Partner genannt. Der Sprecher verweist auf Betriebsgeheimnisse und wirbt letztlich um Vertrauen.
Aus Anlegersicht reicht das nicht aus. Wer mit ethischem Goldabbau wirbt, sollte belastbare Nachweise vorlegen können: Herkunftsnachweise, LBMA-Standards, Responsible-Gold-Zertifizierungen, Auditberichte, Lieferkettennachweise oder zumindest überprüfbare Angaben zu Partnern. Ohne solche Nachweise bleibt die Nachhaltigkeitsaussage eine Behauptung.
9. Regulatorische Lage ist der größte Risikofaktor
Die aufsichtsrechtliche Lage ist aus Anlegersicht der zentrale Punkt. Die FMA Liechtenstein sieht bei mehreren TGI-Produkten ein unerlaubtes Einlagengeschäft und hat Vertriebs- und Angebotsmaßnahmen angeordnet. Die österreichische FMA warnt vor Angeboten der TGI AG. Für Deutschland gibt es nach Darstellung der Stiftung Warentest eine BaFin-Untersagung wegen Verstoßes gegen das Vermögensanlagengesetz.
TGI bestreitet diese Einordnung. Das ist ihr gutes Recht. Für Anleger ändert das aber nichts daran, dass ein erheblicher regulatorischer Konflikt besteht. Solange ein Produkt Gegenstand aufsichtsrechtlicher Maßnahmen ist oder war, sollte ein Anleger nicht allein auf Präsentationsaussagen vertrauen, sondern die eigene Vertragslage unabhängig prüfen lassen.
10. Anleger sollten vor einer Entscheidung konkrete Unterlagen verlangen
Aus Anlegersicht wären mindestens folgende Unterlagen und Antworten erforderlich:
- vollständiger Kaufvertrag inklusive aller Rabatt-, Liefer-, Rückkauf- und Kündigungsregelungen;
- eindeutige Erklärung, wann Eigentum am Gold übergeht;
- Nachweis, ob Gold individuell zugeordnet oder nur schuldrechtlich versprochen wird;
- Nachweis der Lagerung, Versicherung und Trennung von Kundenvermögen;
- testierte Jahresabschlüsse der TGI AG;
- aktuelle Liquiditäts- und Goldbestandsnachweise;
- Namen und Nachweise der Minen-, Raffinerie- und Logistikpartner;
- externe Rechtsgutachten zur aufsichtsrechtlichen Zulässigkeit;
- klare Information, ob und wo ein gebilligter Prospekt vorliegt;
- schriftliche Bestätigung, ob das Angebot im Wohnsitzland des Kunden zulässig vertrieben werden darf;
- Offenlegung von Vermittlungsprovisionen und Empfehlungsgebervergütungen;
- eindeutige Regelung, was bei behördlicher Untersagung, Insolvenz, Lieferverzug oder Rückabwicklung passiert.
Ohne diese Unterlagen wäre aus Anlegersicht große Zurückhaltung geboten.
Gesamtfazit
Die Präsentation ist rhetorisch geschickt aufgebaut. Sie beginnt mit einem nachvollziehbaren Problem – Inflation und Kaufkraftverlust – und führt den Zuhörer dann zu Gold als scheinbar logischer Lösung. Anschließend wird die TGI AG als Anbieter dargestellt, der nicht nur Gold verkauft, sondern durch angebliche Minenpartnerschaften außergewöhnliche Rabatte ermöglichen könne.
Aus Anlegersicht ist die Präsentation jedoch problematisch. Sie enthält hohe wirtschaftliche Versprechen, arbeitet mit Systemkritik und Inflationsangst, liefert aber keine ausreichenden Nachweise für die tragenden Punkte des Geschäftsmodells. Besonders kritisch sind die fehlenden belastbaren Informationen zu Minenpartnern, ausgelieferten Goldmengen, Rückkaufvolumen, Umsätzen, Zertifikaten und regulatorischer Absicherung.
Der entscheidende Punkt lautet: Das Angebot wirkt nicht wie ein gewöhnlicher Goldkauf beim Edelmetallhändler. Durch Lieferfristen, Rabattmechanik, Rückkaufoptionen und Wiederanlage entsteht ein wirtschaftlich komplexes Modell mit erheblichem Gegenparteirisiko. Hinzu kommt die aufsichtsrechtliche Auseinandersetzung mit Behörden in Liechtenstein, Österreich und Deutschland.
Für Anleger bedeutet das: Wer physisches Gold kaufen will, sollte zunächst prüfen, ob ein einfacher Kauf bei einem etablierten, transparenten Edelmetallhändler nicht deutlich risikoärmer ist. Wer dennoch ein TGI-Modell prüfen möchte, sollte dies nur nach unabhängiger rechtlicher und finanzieller Beratung tun und keinesfalls allein auf Präsentationsaussagen, Empfehlungsgeber oder Rendite-/Rabattversprechen vertrauen.
Meine Bewertung aus Anlegersicht: hohes bis sehr hohes Risiko, erheblicher Aufklärungsbedarf, keine Entscheidung ohne vollständige Vertragsprüfung und unabhängige Beratung.
Morgen werden dann die Bilanzen veröffentlicht, der Termin für den Börsengang bekannt gegeben und die Eintragung des TGI Bonds bei Euroclear präsentiert! 😂
Selbst wenn der Bond präsentiert wird und eingetragen werden sollte, sagt das ohne Prospekt und Bedingungen nichts, aber gar nichts für den Kunden aus.
Kennt Jemand von Euch schon das neue Goldportal http://www.trigon.gold ? Angeblich machen das eX Sektenmitglieder der TeeGieIee
Also, ich bin da blockiert, sowohl von zu Hause aus als auch aus dem Büro. Vielleicht bin ich schon auf deren Blacklist.
„This website is using a security service to protect itself from online attacks. The action you just performed triggered the security solution. There are several actions that could trigger this block including submitting a certain word or phrase, a SQL command or malformed data.“
Nein – dafür braucht man einen Einladungslink. Ich hab´s gestern über VPN von allen möglichen Ländern aus getestet.
Das ist natürlich gutes Marketing.
„Sie gehören zu den wenigen Auserwählten, die sich das überhaupt anschauen dürfen“.
Wen es interessiert die Historie von den anderen Goldfirmen der Kalteneggers:
GGMT Revolution Vertriebs GmbH
GGMTrading GmbH
K&K Revolution GmbH
https://openfirmenbuch.at/company/?fnr=436213s
https://openfirmenbuch.at/company/?fnr=499770g
https://openfirmenbuch.at/company/?fnr=534559t
Und was hat der Kaltenegger gemacht, bevor er sich zum „Goldhändler“ ernannt hat? Nun, er hat mehr als 20 Jahre lang Staubsauger (!) verkauft. Das hat DER SPIEGEL in einem Artikel am 14. Mai 2020 publiziert. Der Artikel ist hier lesbar:
https://bekm.eu/ggmtrading-gmbh-aus-wien-der-goldrausch-des-21-jahrhunderts-part-2/
Teilzitat:
„Helmut Kaltenegger ist Quereinsteiger im Goldgeschäft. Mehr als 2O Jahre lang hat er Staubsauger verkauft, dann ein selbstentwickeltes Kaffeemaschinensystem, einen Wellnesstrunk fürs Herz und irgendwann eine Oberflächenver-dichtung für Handys, die die Geräte kratz- und bruchfest machen sollte.“
Aber die Staubsauger existierten wohl wirklich.
Beim raschen Hinschauen habe ich glatt „Opferfirmenbuch“ gelesen…
Detail am Rande: Die erstgenannten beiden Gesellschaften haben den Bilanzstichtag 30. September, die Frist in Österreich beträgt 9 Monate, sprich, die 2025er wären auch schon am 30. Juni 2026 fällig gewesen.
Kann natürlich sein, dass es die eh schon eingereicht wurden, nur noch nicht vom Firmenbuch publiziert. Normalerweise passiert das aber binnen weniger Tage.
Ich find es ja interessant, wie viele der Bilanzen der alten Firmen, wie oft nachgebessert wurden. Woher das Geld dafür kam? Ich als TGI-„Anleger“ würde mir da so meine Gedanken machen.
Die alten Buden waren vor Übernahme der Verbindlichkeiten durch die TGI AG finanziell tot. Und die 2024er Bilanz der TGI kommt und kommt nicht. Ein Schelm der dabei Böses denkt.
Auf welcher Basis berechnet eigentlich das Finanzamt Liechtenstein die Steuern für Unternehmen?
Anhand der eingereichten Steuererklärungen und ggf. miteingereichten Bilanzen.
Ob sie wohl für 2024 dann wenigstens eine Steuererklärung eingereicht haben?
Die Fristen des Finanzamtes sind – wenn man steuerlich vertreten ist – aber länger als die des Registergerichts. Irgendwann schätzt das Finanzamt dann das Einkommen…
Aber gut möglich, dass die TGI eh keinen Gewinn macht.
Über 320 Personen heute Live, dies trotz Ferienzeit. Einfach falls du es verpasst hättest.
Waren das fünf oder sechs Fragesteller?
Mehr als letzte Woche. Wobei keine Fragen auch gilt „ich habe alles verstanden“ haben wir gelernt in der Schule. Fakt ist, die TGI Partner IDs sind rasant gestiegen, wie auch die Goldbestellungen (Bestell & Rechnungsnummern). Vielleicht müssen wir Euch eines Tages danken….
Wahrscheinlich müssen die Bestandskunden den Neukunden danken, dass durch sie die Insolvenzquote höher wird.
@patrick…. wahrscheinlich 108% mehr*
*ausser in Deutschland. 😂
Irgendwie tönt es so, als würdest du Bürgergeld beziehen und magst keinem was gönnen. ;)
Auf Bürgergeld muss sich möglicherweise mancher hauptberufliche Keiler einstellen, wenn der Masseverwalter Rückforderungen einklagt.
Der Masseverwalter macht das sicher.Für die letzten drei Jahre.Eventuell sogar für zehn.Die Superkeiler haben ihre Provision meistens nicht versteuert.Da können das österreichische als auch das deutsche Finanzamt mit einem netten 8- stelligen Betrag liebäugeln.
Und natürlich die Sozialversicherungen……
Die Strukis,die jetzt noch Kunden keilen,sollten sich jetzt schon mit dem StGB auseinandersetzten.Für diejenigen wirds auch im Winter heiss.
@freddy…irgend wie klingt das als hättest Du Angst Dich nicht mehr lange an den.. äh nenen wir sie mal Kunden… der TGI bereichern zu können.
Sexfreddy bitte! Nein gar nicht. Mir geht es gesundheitlich gut, dass ist alles. Außerdem haben wir Sommer und das Wetter passt um Ski zu fahren.
Sollte es nicht @Trollfreddy heissen?
Aber ja mit Schnee-ball kennst Du Dich natürlich aus!
@Lieber Patrick,
nein, nichts verpasst. Im Vergleich zur Vorwoche waren es wieder rund 150 Teilnehmer weniger. Maximal waren übrigens etwa 350 User im Call.
Wenn tatsächlich alle so „geil“ auf das TGI-Gold wären, dürfte die Sommerzeit keine große Rolle spielen. Für mich geht die Entwicklung daher klar in die richtige Richtung – euch gehen zunehmend die Leute aus.
Auch die Fragen nach „Scam“ und danach, wie man darauf reagieren soll, häufen sich inzwischen in den Calls. Wen wundert’s? Jeder normal denkende Mensch prüft so ein Modell heute, bevor er Geld investiert.
Und so fleißig die TGI bei allem Möglichen ist: Einer fortlaufenden Nummerierung von Bestell- und Rechnungsnummern traue ich in eurem Fall auch nicht über den Weg. Dafür wird mir viel zu oft alles so ausgelegt, wie man es gerade braucht. Natürlich kann man bei Käufern, die – wie empfohlen – zwei oder drei Bestellungen aufteilen, nicht offen den Eindruck entstehen lassen, dass ansonsten kaum neue Kunden dazukommen. Also wird man meines Erachtens auch hier wieder kreativ.
Sorry, aber auch diese Behauptung zählt – wie so vieles andere in eurem Fall – ohne Vorlage belastbarer Dokumente für mich nicht.
Schönen Sommer!
Komischerweise hast du letzte Woche von ca. 200 – 250 Teilnehmer gesprochen oder geschrieben. Rechnerisch kommt dies nicht ganz hin, du verstehst mich-uns.
Und auch wenn du dir das mit der Aufteilung wünschen würdest, es ist ganz bestimmt nicht so. Bei einer Bestellung kann ich 1g wie auch ein Kilo kaufen. Jede Bestellung -> eine Rechnung! Wenn du ja schon alles weißt oder sehr oft deine KI, bestelle 1g so siehst du den ganzen Ablauf dies wirkt dann auch etwas fachkundiger.
Patrick, wenn Sie da so tief drinstecken, dass Sie alle Bestellnummern mitkriegen, sind Sie wohl kein normaler naiver Tippgeber. Das wird der Staatsanwalt vermutlich ähnlich sehen…. Und der hat sicher Ihren Namen schon von der Hausdurchsuchung…..
HIHI…….Nicht jede ansonsten wäre ich die ganz oberste Linie bei TGI. Aber eben, sehr viele wollten mitreden, verstehen aber im Details nicht ganz wie das Dashboard funktioniert (klar Euch auch egal).
-> Bei allem Verständnis für die KritikerInnen, dies sollte schon richtig sein – da etliche Falschaussagen und texte gemacht werden. Eine andere Möglichkeit ist, dass wir Euch in diesem Glauben lassen und uns für Euch freuen.
ne @Partik, das war dann die 2te Veranstaltung vom Freitag, du verstehst mich.
Davon abgesehen das der Schnitt die Woche bei rund 200 gelegen ist und zu Beginn der Veranstaltung ja auch viele gar noch nicht anwesend sind. Kunden/Interessenten werden kaum später einsteigen und dann nur mehr das halbe Modell mitzubekommen.
Jede Bestellung eine Rechnung, nur ob fortlaufend durchnummeriert wird, oder auch andere Rechnungen/Bestellungen reinspielen, ist in der EDV leicht zu programmieren. Daher sagen in eurem Fall weder Bestell- noch Rechnungsnummern etwas aus, ohne Rechnungsausgangsbuch. Ihr seid einfach zu Transparent bei allem, daher glaube ich nicht mal einer Nummerierung.
Aber ich kann rechnen. Die aktuellen Teilnehmer reichen bei den durchschnittlichen Abschlussraten nicht mehr aus um euch dauerhaft zu finanzieren.
Und ich hab noch ne Frage:
Habt Ihr die Rückabwickler schon ausgezahlt? Habt Ihr die Bafin Anordnung ohne Wahlmöglichkeit bereits an Kunden zurückgezahlt?
Der Ablauf den ich im Übrigen kenne – hat nichts mit der Vergabe von Bestell- und Rechnungsnummern zu tun. Und nein ich werde jetzt nicht 2*1g Gold kurz hintereinander bei euch kaufen nur um den Bestellnummern und Rechnungsverlauf zu prüfen.
Ich gebe dir nun bei allem recht und freue mich für Dich. :)
Schönen Sommer.
Musst du nicht. Ich glaube euch schlicht gar nichts, was nicht nachvollziehbar belegt ist.
Niemand in meiner Familie, im Freundeskreis oder im erweiterten Bekanntenkreis würde angesichts dieser Warnkulisse auch nur einen Cent investieren. Daher liegt für mich der Schluss nahe, dass normal denkende Menschen dieses Modell aktuell schlicht nicht anfassen.
Am Ende geht es um 2 % Rabatt im Monat bei einem möglichen Totalverlust. Dass Strukkis, die von Provisionen leben, das anders sehen, überrascht natürlich niemanden.
Ich frage daher nochmals ganz konkret:
Wann bekommen die Leute ihr Geld zurück?
Denkst du nicht, dass diese Frage wichtiger ist als 200 oder 300 Teilnehmer in einem Call oder deine Provisionen?
Aber genau da liegt das Problem: Sobald eine Frage auch nur einen Millimeter unter die Oberfläche geht, kommt von dir keine belastbare Antwort.
Daher ist die Aussagekraft deiner Beiträge aktuell mit 0 – in Worten: null – zu bewerten.
Von welchem Geld sprichst du immer? Alles wird pünktlich ausbezahlt, klar glaubst du niemanden etwas. Mir ist es schlicht zu dumm, so viel Text zu lesen immer mit der gleichen schätzerei!
Ich spreche nach wie vor von den Rückabwicklern.
Also von jenen Fällen, die laut Kaltenegger bereits „erhoben“ wurden – wobei das Wort „zurückgezahlt“ weiterhin vermieden wird wie der Teufel das Weihwasser. Genau diese Rückabwicklungen meine ich.
Und dann wären da noch die BaFin-Rückabwicklungen beim 4-%- Strukki-Modell. Nach meinem Verständnis sind diese Verträge in Deutschland umgehend rückabzuwickeln – ohne Wenn und Aber und ohne irgendeine Umschichtungsmöglichkeit in ein anderes Modell.
Bis heute wurde das von eurer Seite nicht einmal erwähnt. Aber klar: Wahrscheinlich hat auch dieses Modell wieder praktisch niemand gewählt.
Von den monatlichen Rabatten spreche ich überhaupt nicht. Die sind mir völlig schnuppe.
Natürlich ist aber auch klar: Sobald diese Auszahlungen nicht mehr bedient werden, fällt das gesamte Modell inert Tagen in sich zusammen. Deshalb wird man diesen Teil vermutlich so lange am Leben erhalten, wie es irgendwie möglich ist.
Die entscheidende Frage bleibt daher unverändert:
Wann bekommen die Rückabwickler tatsächlich ihr Geld zurück?
Keiner hat Geld erhalten (in meinem Kreis) weil, keiner Rückabwickelt – beantwortet die Frage. Und ja, alle sind über 2,5 Jahre dabei, auch klar warum nicht oder.
Und ich lebe nicht davon, sehe mich nicht als Hardcore „KEILER“ Mal so nebenbei.
@Patrick
Okay, bei 2,5 Jahren Laufzeit und nur noch sechs Monaten Restwartezeit kann ich nachvollziehen, dass man sich da jetzt irgendwie bis zum Ende durchzittert.
Aber hast du tatsächlich keinen einzigen deutschen Kunden im 4-%-Modell? Schwer vorstellbar – gerade bei jenen, die mit dem Modell Geld verdienen wollten und für die Gold offensichtlich eher das Mittel zum Zweck war.
Dann noch zwei konkrete Fragen:
Warum wurde beim Modell „Gold mit Sofortrabatt“ die Wartezeit von acht auf neun Wochen verlängert?
Und warum wurde bei der TGI International das Drei-Jahres-Modell mit 5 % gestrichen? War das selbst intern irgendwann zu utopisch?
Bei 5 % über 36 Monate wären das 180 % – zuzüglich Provisionen. Nach meiner Berechnung hätte das eingesetzte Kapital eine Rendite von rund 566 % erwirtschaften müssen, damit sich das Modell überhaupt ausgeht.
Völlig gaga.
Aber vielleicht kannst du ja diesmal konkret erklären, wie diese Rechnung funktionieren soll?!
Danke für das Transkript und die KI-Zusammenfassung. Ich dachte, die TGI AG untersagt die Aufnahme und Verbreitung der wöchentlichen Zoom-Präsentationen?
Ich recherchierte gerade auch viel mit KI, aber die kann auch nur das ausgeben und berechnen, was im Internet auffindbar ist oder man selbst im Prompt eingibt.
Bisher lief alles spitze bei der TGI, aber aufgrund der aktuellen Bewertungen bin ich gerade sehr verunsichert und traue mich nicht mehr, meine bisherigen Rabatte für Neukäufe wieder zu nutzen.
Lies Dir halt die Warnungen vor der TGI auf der Seite der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein durch.
Ich würde mit weiteren Investments auch warten, bis Nachweise über den Goldabbau/handel auf dem Tisch liegen und feststeht das es kein Ponzi-System ist. In den neuen Vertragsvarianten wird auch kein Gold mehr für den Kunden hinterlegt, es gibt also gar keine Sicherheit mehr für das einbezahlte Geld, nicht mal auf dem Papier.
Der angekündigte Bond, sollte er kommen, hilft auch nicht wenn man die Modalitäten nicht im Detail kennt. Wie ich die TGI kenne, werden die auch nicht offengelegt, sondern man muss halt „vertrauen“. Wäre auch OK solange es nicht ums eigenen Geld geht.
Und was sagt die deutsche Finanzmarktaufsicht zu der TGI?
Für eine Firma wie die TGI, die das Wort „Transparenz“ wie eine Monstranz vor sich herträgt, gibt es aber erschreckend viele „Betriebsgeheimnisse“ und verblüffend wenig öffentlich einsehbare Zahlen.
Diese dämlichen Gold – Papiergeldvergleiche funktionieren nur wenn man davon ausgeht, dass die Menschen ihr Papiergeld nicht angelegt haben. Bei einer durchschnittlichen Verzinsung von 2% in den letzten 20 Jahren sind das fast 50% Ertrag. Gold erwirtschaftet aber keine Erträge.