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TGI AG Video 3. Juli 2026 Inhalt

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Im Rahmen einer Online-Präsentation der TGI AG vom 3. Juli 2026 stellte Referent Jürgen Rehbein das Geschäftsmodell des Unternehmens vor und beantwortete anschließend zahlreiche Fragen der Teilnehmer. Im Mittelpunkt standen die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung, das Geschäftsmodell der TGI AG, die Goldkaufmodelle des Unternehmens sowie verschiedene regulatorische und organisatorische Themen.

Zu Beginn der Präsentation beschäftigte sich Rehbein ausführlich mit der wirtschaftlichen Situation in Europa. Er vertrat die Auffassung, dass die anhaltende Inflation langfristig zu einem Kaufkraftverlust des Geldes führe. Wer Vermögen ausschließlich in Form von Bankguthaben halte, müsse damit rechnen, dass die nominellen Kontostände zwar gleich blieben, die tatsächliche Kaufkraft jedoch kontinuierlich sinke. Als Beispiel verwies er auf die Preisentwicklung der vergangenen Jahre und argumentierte, dass Sachwerte wie Immobilien oder Gold einen besseren Inflationsschutz böten als Geldvermögen. Besonders Gold habe sich seiner Darstellung zufolge über viele Jahre deutlich stärker entwickelt als die allgemeine Inflationsrate.

Anschließend verwies Rehbein auf steigende Lebensmittelpreise und die aus seiner Sicht schwierige wirtschaftliche Entwicklung in Europa. Er führte aus, dass viele Haushalte unter den Preissteigerungen litten und Einkommen häufig nicht im gleichen Umfang gestiegen seien wie die Lebenshaltungskosten. Vor diesem Hintergrund sprach er sich für eine langfristige Vermögenssicherung durch Gold aus. Gleichzeitig betonte er, dass Gold seiner Auffassung nach nicht für kurzfristige Spekulationen geeignet sei, sondern insbesondere für mittel- und langfristige Vermögensplanung genutzt werden sollte.

Im zweiten Teil der Präsentation stellte Rehbein die TGI AG vor. Das Unternehmen mit Sitz in Vaduz in Liechtenstein bezeichnet sich als Goldhändler. Als Mitglieder der Unternehmensführung nannte er unter anderem Verwaltungsratspräsident Helmut Kaltenegger, CEO Robert Henni sowie CFO Herbert Müller. Nach seinen Angaben existiert das Geschäftsmodell seit dem Jahr 2021. Seitdem habe das Unternehmen mehr als 50.000 Kunden gewonnen und Rabatte von über 100 Millionen Euro ausgezahlt. Diese Zahlen wurden im Vortrag als Beleg für die Funktionsfähigkeit des Geschäftsmodells angeführt.

Einen wesentlichen Schwerpunkt bildete die Erläuterung des Geschäftsmodells. Nach Darstellung des Referenten finanziert die TGI AG Preisnachlässe auf Goldkäufe nicht aus den üblichen Handelsmargen zwischen An- und Verkauf. Stattdessen kooperiere das Unternehmen mit Goldminenbetreibern. Rehbein erläuterte, dass eine Feinunze Gold aktuell am Markt rund 4.500 US-Dollar koste, während die durchschnittlichen Förderkosten nach internationalen Branchenkennzahlen bei etwa 1.500 US-Dollar lägen. Aus der dadurch entstehenden Marge würden sowohl die Minenbetreiber als auch die TGI AG profitieren. Ein Teil dieser Gewinne werde nach Angaben des Unternehmens in Form von Preisvorteilen an die Goldkäufer weitergegeben. Als Grundlage verwies der Referent auf international anerkannte Kennzahlen zu den sogenannten „All-in Sustaining Costs“ der Goldförderung.

Rehbein bezeichnete dieses Modell mehrfach als „Win-win-win-Situation“. Davon profitierten nach seiner Darstellung sowohl die Minenbetreiber als auch die TGI AG und die Kunden des Unternehmens. Die langfristige Zusammenarbeit mit den Produzenten ermögliche es, Gold günstiger einzukaufen als klassische Edelmetallhändler und daraus Rabatte für die Käufer zu finanzieren.

Im Anschluss erläuterte der Referent die beiden angebotenen Goldkaufmodelle. Angeboten werden Feingoldbarren in verschiedenen Größen von einem Gramm bis zu einem Kilogramm. Kunden können zwischen zwei Liefermodellen wählen. Beim ersten Modell erfolgt die Lieferung innerhalb von acht Wochen. Dafür gewährt die TGI AG nach eigenen Angaben einen einmaligen Preisnachlass von sieben Prozent auf den Tagespreis. Das zweite Modell sieht eine Lieferzeit von 36 Monaten vor. Hier werde ein monatlicher Rabatt von zwei Prozent auf den ursprünglichen Kaufpreis gewährt, was sich nach Darstellung des Unternehmens auf insgesamt 72 Prozent summiere. Zusätzlich werde nach Ablauf der Lieferzeit ein sogenannter Treuerabatt von 36 Prozent gewährt. Nach Ablauf der Lieferfrist könnten sich Kunden das Gold liefern lassen oder es der TGI AG wieder zum Ankauf anbieten.

Während der anschließenden Fragerunde wurde mehrfach auf regulatorische Besonderheiten eingegangen. Rehbein erklärte, dass das 36-Monats-Modell derzeit in Deutschland nicht angeboten werde. Hintergrund sei die Auffassung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), wonach dieses Angebot prospektpflichtig sei. Die TGI AG habe deshalb die Erstellung eines Verkaufsprospekts beauftragt und hoffe, das Produkt nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens wieder in Deutschland anbieten zu können. Als möglicher Zeitraum wurden drei bis vier Monate genannt, wobei ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass dies von den zuständigen Behörden abhänge. Bis dahin stehe deutschen Kunden ausschließlich das Acht-Wochen-Modell mit sieben Prozent Rabatt zur Verfügung.

Mehrere Teilnehmer erkundigten sich nach steuerlichen Auswirkungen. Rehbein erklärte, dass er hierzu keine steuerliche Beratung leisten dürfe und verwies auf die Verantwortung der jeweiligen Steuerberater. Er äußerte allerdings die persönliche Einschätzung, dass selbst bei einer möglichen Besteuerung der gewährten Rabatte aus seiner Sicht weiterhin attraktive Renditen erzielt werden könnten. Gleichzeitig machte er deutlich, dass steuerliche Fragen individuell zu klären seien.

Ein weiterer Themenblock betraf die Sicherheit der Goldkäufe. Auf entsprechende Nachfragen erklärte Rehbein, absolute Sicherheit gebe es bei keiner Geldanlage. Er verwies jedoch darauf, dass die TGI AG nach eigenen Angaben umfangreiche Sicherungsmaßnahmen getroffen habe. Dazu gehöre unter anderem ein Bond mit einem Volumen von 750 Millionen Euro, der nach seinen Angaben mit Vermögenswerten im Umfang von 450 Millionen Euro hinterlegt sei. Zusätzlich bestehe eine Versicherung, die im Fall einer Leistungsstörung greifen solle. Als hinterlegte Vermögenswerte nannte er unter anderem Goldbestände in Form sogenannter Doré-Barren.

Darüber hinaus informierte die Unternehmensleitung über weitere Entwicklungen. So arbeite die TGI AG nach eigenen Angaben an einer Kooperation mit einem neuen Bankpartner, um frühere Probleme bei Ein- und Auszahlungen zu lösen. Die Testphase laufe bereits. Außerdem wurde angekündigt, dass künftig eine Gold Card eingeführt werden solle. Konkrete Einzelheiten hierzu wurden allerdings noch nicht genannt. Ebenfalls wurde bestätigt, dass nach der Umstellung des Backoffice-Systems die E-Mail-Kommunikation mit den Kunden schrittweise wieder aufgenommen werde.

Während der Fragerunde wurde zudem erläutert, dass Neukunden grundsätzlich über bestehende Empfehlungsgeber an das Unternehmen herangeführt werden. Eigene Vertriebsmitarbeiter beschäftige die TGI AG nach Darstellung des Referenten nicht. Empfehlungen zufriedener Kunden seien vielmehr Bestandteil des Geschäftsmodells. Für Interessenten finden regelmäßig montags und freitags Informationsveranstaltungen statt. Ergänzend gibt es an bestimmten Montagen Workshops für Empfehlungsgeber.

Die Präsentation endete nach einer rund einstündigen Fragerunde, in der neben organisatorischen Themen unter anderem Fragen zur Rückabwicklung älterer Produkte, zu Lieferzeiten, Ankaufsmodalitäten sowie zur zukünftigen Entwicklung des Unternehmens beantwortet wurden. Insgesamt diente die Veranstaltung dazu, das aktuelle Geschäftsmodell der TGI AG vorzustellen und bestehende Kunden sowie Interessenten über den derzeitigen Stand der angebotenen Goldkaufmodelle und deren regulatorische Rahmenbedingungen zu informieren.

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