Ich kann mich auch noch gut daran erinnern, warum Helmut Kaltenegger damals seinen Unternehmenssitz von Wien nach Vaduz verlegt hat: Dort sei man regulierter, und das sei für den Kunden doch ein riesiger Vorteil. Gerüchteweise hörte man allerdings schon damals, dass bei der FMA in Österreich etwas im Busch gewesen sein soll.
Jetzt also wird der Firmensitz nach Mauritius verlegt – und das, obwohl Helmut Kaltenegger doch angeblich so ungern fliegt. Da muss man ihn ja eigentlich schon loben: Was er alles für Opfer auf sich nimmt, nur um seinen Kunden zu helfen.
Mensch, Herr Kaltenegger, ich hole mir mal eine Taschentuchbox, denn da kommen mir wirklich die Tränen.
Entsetzt bin ich allerdings, dass das mit Dubai offenbar nicht geklappt hat. Und was mich zusätzlich verwundert: Ihr Unternehmen soll bei Euroclear gar nicht bekannt sein. Aber gut, Euroclear ist ja ein großer Laden. Da weiß vielleicht die rechte Hand gerade nicht, was die linke tut. Und da Sie ja so glaubwürdig in Ihren Aussagen sind, wird man Ihnen das dann wohl einfach einmal glauben müssen.
Trotzdem, Herr Kaltenegger: Warum hat bis zum heutigen Tag offenbar kein Kunde Geld zurückbekommen? Wenn ich das richtig verstanden habe, schreiben Sie dem Kunden seinen Geldanspruch und seinen Goldherausgabeanspruch ja nur virtuell gut. Und wenn wir schon dabei sind: Warum soll der Kunde jetzt wieder warten?
Warten ist, wie ich gelernt habe, eines Ihrer Lieblingsworte, Herr Kaltenegger.
Das mit Mauritius könnte allerdings schwierig werden, habe ich gehört. Denn die europäischen Finanzaufsichten sollen über die IOSCO an die Financial Services Commission Mauritius herantreten – so hört man jedenfalls.
Jetzt würde ich an Ihrer Stelle den Tag nicht vor dem Abend loben. Vielleicht müssen wir demnächst noch über Tadschikistan reden, falls das mit Mauritius nicht klappen sollte. Klimatisch ist Mauritius natürlich schon toll. Und wer weiß: Vielleicht redet die Welt irgendwann nicht mehr nur über die Blaue Mauritius, sondern auch über den Robin Hood der Goldanleger – Helmut, den Kaltenegger.
Sie wissen ja, wie Toyota so treffend sagt: „Nichts ist unmöglich.“
In diesem Sinne: viel Glück auf Mauritius.
Aber man wird doch immer wieder überrascht.
Ich hätte fix damit gerechnet, dass die Karawane nach Dubai weiterzieht.
Selbst der einzig mir bekannte Empfehlungsgeber – er hat heute wegen einer anderen Sache angerufen – wusste noch nichts von Mauritius.
Wäre ja mal was für eine Dienstreise…..