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Swalwell raus: Kaliforniens Gouverneursrennen verliert seinen Top-Demokraten – und die Demokraten gleich ihr nächstes Glaubwürdigkeitsproblem

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Eric Swalwell ist raus. Der demokratische Kongressabgeordnete hat seine Kandidatur für das Amt des kalifornischen Gouverneurs gestoppt – nachdem der politische Druck wegen schwerer Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens schlicht zu groß wurde.

Der 45-Jährige schrieb auf X, er „suspendiere“ seine Kampagne. Gleichzeitig entschuldigte er sich bei Familie, Mitarbeitern und Unterstützern für „Fehler in der Urteilsfindung“ in seiner Vergangenheit – betonte aber, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe seien falsch und würden von ihm mit „Fakten“ bekämpft.

Damit ist aus einem der aussichtsreichsten Demokraten im Rennen um die Nachfolge von Gouverneur Gavin Newsom binnen weniger Tage ein politischer Totalschaden geworden.

Auslöser sind Berichte, wonach vier Frauen Swalwell Fehlverhalten vorwerfen – von sexueller Belästigung bis hin zu Vorwürfen sexueller Gewalt. Swalwell weist die Anschuldigungen zurück. Parallel berichteten US-Medien zuletzt auch über Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Manhattan zu einem mutmaßlichen Vorfall in New York.

Besonders brisant: Nicht nur Republikaner, sondern auch prominente Demokraten rückten in Rekordtempo von ihm ab. Laut Los Angeles Times forderten unter anderem Nancy Pelosi und Adam Schiff öffentlich, Swalwell solle seine Gouverneurskampagne beenden.

Heißt übersetzt:
Wenn selbst die eigene Partei anfängt, hektisch den Rückwärtsgang einzulegen, ist die Karriere in diesem Rennen meist schon im Kofferraum.

Für Kaliforniens Gouverneurswahl ist das ein politischer Schockmoment. Nur wenige Wochen vor dem Versand der Briefwahlunterlagen reißt der Rückzug eines Top-Kandidaten ein Loch in das ohnehin chaotische Demokratenfeld. Unter Kaliforniens „Top-Two“-System könnte das am Ende sogar dazu führen, dass zwei Republikaner von der Zersplitterung profitieren.

Swalwell selbst versucht, die Linie klarzuziehen:
Die Kampagne sei beendet – der Kampf gegen die Vorwürfe gehe weiter. Politisch klingt das wie Schadensbegrenzung. Praktisch heißt es: Der Wahlkampf ist tot, jetzt beginnt der Überlebenskampf.

Die Bewertung:
Swalwell wollte Gouverneur werden. Jetzt muss er erst einmal erklären, warum aus einer Vorzeige-Kandidatur innerhalb von 48 Stunden ein politischer Abrissbagger wurde – und warum die Demokraten mal wieder erst reagieren, wenn der Rauch schon aus dem Dach kommt.

Wenn du willst, mache ich dir daraus jetzt noch eine noch schärfere DieBewertung-Version mit mehr Biss – Überschrift z. B.:

„Swalwell stürzt ab: Vom Gouverneurs-Favoriten zum toxischen Problemfall in zwei Tagen“

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