Startseite Allgemeines SV Darmstadt98 oder SV Drama98-2:0 geführt, alles in der Hand – und am Ende bleibt wieder nur dieser verdammte Schmerz
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SV Darmstadt98 oder SV Drama98-2:0 geführt, alles in der Hand – und am Ende bleibt wieder nur dieser verdammte Schmerz

jorono (CC0), Pixabay
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Es hätte der Nachmittag werden können, an dem das Böllenfalltor noch einmal an den Aufstieg glaubt.
Es hätte der Tag sein können, an dem Darmstadt 98 sich zurückmeldet. Laut, trotzig, lebendig.
Stattdessen war es am Ende wieder einer dieser Spiele, die sich tief einbrennen. Einer dieser Nachmittage, an denen du als Lilien-Fan nach Hause gehst und dich fragst, warum dieser Verein es immer wieder schafft, Hoffnung erst aufzubauen – nur um sie dir dann mit voller Wucht aus den Händen zu reißen.

2:0 nach 15 Minuten.
Das Stadion explodiert.
Patric Pfeiffer trifft, Fraser Hornby legt direkt nach.
17.810 Menschen im ausverkauften Bölle träumen plötzlich wieder. Von einem Fußballfest. Vom Wunder. Vielleicht sogar vom Aufstieg.

Für einen kurzen Moment war alles wieder da:
dieses Kribbeln, diese Hoffnung, dieses „Vielleicht geht da doch noch was“.

Aber wir sind Darmstadt.
Oder wie man nach so einem Spiel nur noch sagen kann: SV Drama 98.

Denn was danach kam, war nicht einfach nur ein Spielverlauf.
Es war ein emotionaler Absturz mit Ansage.

Statt nach dem Doppelschlag nachzulegen, zog sich die Mannschaft zurück. Zu passiv, zu ängstlich, zu wenig Zugriff. Elversberg ließ sich vom 0:2 überhaupt nicht beeindrucken, spielte einfach weiter – ruhig, klar, gnadenlos. Und wir? Wir standen da und sahen zu, wie uns dieses Spiel entglitt.

Der Anschlusstreffer von Zimmerschied war schon der erste Stich.
Das 2:2 durch Rohr? Ein Schlag in die Magengrube.
Und dann kurz vor der Pause auch noch dieses 2:3 – abgefälschter Freistoß, unhaltbar, natürlich. Wie sollte es auch anders sein?

Dazwischen die Rote Karte für Pfeiffer.
Hart? Vielleicht.
Vertretbar? Wahrscheinlich.
Hilft nur alles nichts, wenn du schon beim Blick auf die Szene spürst: Jetzt kippt hier alles.

Und trotzdem – das muss man dieser Mannschaft lassen – sie hat sich in Unterzahl nicht aufgegeben.
Nach der Pause haben die Lilien noch einmal alles reingeworfen.
Gekämpft. Gebissen. Gerannt.
Hornby macht das 3:3, das Bölle lebt noch einmal, schreit noch einmal, hofft noch einmal.

Und genau das macht es am Ende so bitter.

Denn dieser Punkt fühlt sich nicht an wie ein Lebenszeichen.
Er fühlt sich an wie ein Abschiedsbrief an den Aufstieg.

Drei Spieltage vor Schluss sechs Punkte Rückstand auf Rang drei – das ist nicht mathematisch unmöglich. Aber als Fan weißt du: Das war’s wahrscheinlich. Nicht heute offiziell. Aber emotional? Eigentlich schon.

Elversberg darf weiter träumen.
Darmstadt wohl nicht mehr.

Und trotzdem wirst du nächstes Wochenende wieder da sein.
Weil du diesen Verein liebst.
Weil du genau für diese Hoffnung immer wieder zurückkommst.
Weil das Bölle dein Zuhause ist, selbst wenn es dir regelmäßig das Herz bricht.

2:0 geführt. 3:3 gespielt. Aufstieg wohl verspielt.
So nüchtern kann man es sagen.

Oder ehrlich, wie ein Lilien-Fan:
Wir hatten den Traum in der Hand – und haben ihn wieder einmal selbst fallen lassen.

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