Kurzfazit vorab
Die EKD ist operativ deutlich unter Druck, aber nicht „sofort insolvent“.
Der Abschluss zeigt ein Unternehmen mit:
- massivem Umsatzrückgang
- weiterhin hohen operativen Verlusten
- extrem schwacher Eigenkapitalbasis
- starker Abhängigkeit von Konzern-/Gesellschafterfinanzierung
- deutlich erhöhtem Fortführungsrisiko (Going-Concern-Risiko)
Positiv ist jedoch:
- Das Working Capital wurde stark abgebaut (Lager runter, Anzahlungen runter, Forderungen runter)
- Der operative Cashflow war 2024 positiv
- Die Finanzierung wurde nach Stichtag durch neue Eigentümer/Finanzierer zunächst stabilisiert
- Der Abschluss ist testiert (KPMG) – aber mit explizitem Hinweis auf bestandsgefährdende Unsicherheit
Unterm Strich:
Operativ schwach, bilanziell fragil, liquiditätsseitig nur mit Gesellschafterhilfe tragfähig.
Das ist kein Totalschaden – aber definitiv ein Sanierungs-/Restrukturierungsfall mit hoher Abhängigkeit vom Eigentümer.
1) Das wichtigste Signal: Der Prüfer warnt ausdrücklich vor Fortführungsrisiko
Das ist der entscheidende Punkt.
KPMG schreibt ausdrücklich:
Es besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
und ein bestandsgefährdendes Risiko.
Das ist kein normaler Standardhinweis, sondern ein sehr ernstes Signal.
Was bedeutet das praktisch?
- EKD kann aktuell nur fortgeführt werden, wenn die Finanzierung durch Gesellschafter/Gruppe weiterläuft.
- Laut Lagebericht plant die Gesellschaft auch nach Restrukturierung im Prognosezeitraum mit Liquiditätslücken.
- Es gibt eine Finanzierungslinie, aber:
- Auszahlung hängt an Umsatz- und EBITDA-Zielen
- Wenn 2026 Ziele um mehr als 30 % verfehlt werden, kann ein Drawstop Event eintreten
- Dann könnten weitere Mittel blockiert werden
Einordnung:
Das ist das größte Risiko im gesamten Abschluss.
Nicht der Umsatzrückgang allein. Nicht die Margen. Sondern:
Das Unternehmen ist auf externe Unterstützung angewiesen, um überhaupt stabil weiterzulaufen.
2) Umsatz und Geschäftsmodell: Der Einbruch ist massiv
Umsatzentwicklung
- 2024: 282,5 Mio. €
- 2023: 492,2 Mio. €
- Rückgang: -42,6 %
Das ist ein massiver Einbruch.
Was steckt dahinter?
Laut Lagebericht:
- Der Markt für private Dachanlagen ist 2024 stark eingebrochen
- Nachfrage im B2C-Segment sank deutlich
- Strompreise fielen
- Preiswettbewerb nahm zu
- EKD musste Preise senken
- Installationen sanken von ca. 15.000 auf 12.200
Kritische Bewertung:
Das Management erklärt den Rückgang grundsätzlich plausibel mit dem Marktumfeld.
Das ist glaubwürdig. 2024 war im deutschen PV-Privatkundenmarkt tatsächlich deutlich schwieriger.
Aber:
Ein Umsatzrückgang von über 40 % zeigt auch, dass EKD:
- stark vom B2C-Einfamilienhaussegment abhängig ist
- relativ wenig Diversifikation hat
- bei schwächerer Nachfrage nicht robust genug abgefedert ist
Fair gesagt:
Der Markt war schlecht.
Kritisch gesagt: EKD war dafür operativ zu stark exponiert.
3) Ertragslage: Operativ klar defizitär
Ergebnis 2024
- EBITDA: -20,35 Mio. €
- Operatives Ergebnis (EBIT): -22,69 Mio. €
- Ergebnis nach Steuern: -30,65 Mio. €
- Durch Ergebnisabführungsvertrag: Jahresfehlbetrag = 0
Wichtig:
Das Nullergebnis ist nur formal wegen der Verlustübernahme durch die Holding.
Operativ verliert EKD 2024 sehr viel Geld.
2023 vs. 2024
- 2023 EBITDA: -18,74 Mio. €
- 2024 EBITDA: -20,35 Mio. €
Trotz massiv geringerem Umsatz ist der Verlust „nur“ etwas schlechter geworden – das klingt auf den ersten Blick positiv.
Warum das nur bedingt beruhigt
Denn in 2024 stecken auch entlastende Sondereffekte:
- 6,0 Mio. € Rückstellungsauflösungen
- davon 3,1 Mio. Gewährleistung
- 2,4 Mio. Drohverluste
Ohne diese Auflösungen sähe das operative Bild noch schwächer aus.
Kritische Lesart:
Das Unternehmen ist auch nach deutlicher Schrumpfung nicht profitabel.
Und zwar nicht knapp, sondern deutlich negativ.
4) Die Kostenstruktur bleibt problematisch
Auffällig hohe Vertriebs- und Marketingkosten
Wesentliche Positionen:
- Vertriebsprovisionen: 29,3 Mio. €
- Werbe-/Leadkosten: 18,2 Mio. €
- zusammen also ca. 47,5 Mio. €
Das sind rund 16,8 % vom Umsatz allein für Leads + Provisionen (laut Lagebericht).
Kritische Bewertung:
Für ein Strukturvertriebsmodell ist das nicht völlig überraschend – aber in einem schrumpfenden Markt ist das gefährlich:
- hoher Fix-/Halbfixkostencharakter
- starker Vorlaufkosten-Effekt
- Provisionen entstehen teils vor Umsatzrealisierung
- 2024 wurde Auszahlung sogar nach vorne gezogen (schon bei Baustart statt später)
Das erhöht den Cash-Druck und kann bei sinkender Abschluss-/Fertigstellungsquote gefährlich werden.
Fazit:
Das Vertriebsmodell kann in Boomphasen stark skalieren – in Abschwungphasen wirkt es brutal gegen das Ergebnis.
5) Positiv: Das Working Capital wurde massiv abgebaut
Das ist einer der wenigen klar positiven Punkte.
Vorräte stark reduziert
- 2024: 50,6 Mio. €
- 2023: 120,9 Mio. €
- Rückgang: -70,3 Mio. €
Das ist enorm.
Warum positiv?
- Lagerüberhänge wurden reduziert
- Kapitalbindung sinkt
- Liquidität wird freigesetzt
- weniger Risiko aus veralteten/überteuerten Komponenten
Aber:
Es gab trotzdem:
- 6,8 Mio. € Abwertungen auf Rohstoffe
- 1,1 Mio. € Wertberichtigung auf unfertige Leistungen
- zusätzliche Drohverlustrückstellungen
Das zeigt:
Der Lagerabbau war nötig – und es gab echte Werthaltigkeitsprobleme.
6) Forderungen: Hier steckt ein wichtiger Warnhinweis
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
- 9,5 Mio. € (Vorjahr 24,9 Mio. €)
Klingt erstmal gut – aber:
Sehr hohe Wertberichtigungen
- Kundenforderungen enthalten Wertberichtigungen von 21,8 Mio. €
- Davon 8,97 Mio. € in 2024 aufwandswirksam
Das ist sehr viel.
Was heißt das?
- Ein spürbarer Teil der Kunden zahlt nicht / nicht vollständig / zu spät
- Oder Forderungen werden vom Factor nicht übernommen
- Das Geschäftsmodell hat echte Bonitäts- und Abwicklungsrisiken
Trotz Factoring ist das kein kleines Thema.
Kritische Bewertung:
Das ist ein rotes Warnsignal für Forderungsqualität und Prozessqualität:
- Kundenbonität?
- Stornos?
- Abnahmeprobleme?
- Reklamationen?
- Nicht angekaufte Forderungen durch Factor?
Das Unternehmen schreibt selbst:
Alles, was bis 30.06.2025 nicht bezahlt war, wurde vollständig wertberichtigt.
Das ist konservativ – aber es zeigt auch:
Es gab offensichtlich eine Menge schwieriger Forderungen.
7) Bilanzstruktur: Extrem schwaches Eigenkapital
Eigenkapital
- 4,645 Mio. €
Bilanzsumme
- 210,274 Mio. €
Eigenkapitalquote
- ca. 2,2 %
Das ist extrem niedrig.
Für ein operativ verlustreiches Unternehmen mit:
- hohen Garantierisiken
- Projekt-/Gewährleistungsrisiken
- Strukturvertrieb
- Working-Capital-Schwankungen
- Factoring-/Sicherheitenabhängigkeit
… ist das sehr schwach.
Noch wichtiger:
Das Eigenkapital bleibt nur deshalb nicht negativ, weil:
- Verluste per Ergebnisabführungsvertrag übernommen werden
- also bilanziell auf Holdingebene „abgeräumt“ werden
Substanzielle Puffer im operativen Unternehmen sind kaum vorhanden.
8) Hohe Konzernabhängigkeit – sowohl Aktiv- als auch Passivseite
Das ist ein zentrales Muster im Abschluss.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
- 117,2 Mio. €
- davon gegen Gesellschafterin: 112,6 Mio. €
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
- 134,1 Mio. €
- davon gegen Gesellschafterin: 109,4 Mio. €
Was bedeutet das?
EKD ist bilanziell stark in ein Konzern-/Holding-Finanzierungssystem eingebettet.
Problem:
Ein großer Teil der „Aktiva“ besteht nicht aus freiem Cash oder unabhängigen Forderungen, sondern aus:
- Forderungen auf Verlustübernahme
- konzerninternen Forderungen
Diese sind nur so gut wie die Zahlungsfähigkeit der Holdingstruktur.
Kritische Einordnung:
Wenn die Gruppe stabil ist: tragbar
Wenn die Gruppe unter Druck steht: hohes Klumpenrisiko
Und genau da liegt das Problem:
Der Abschluss beschreibt ja selbst, dass die Holding-Finanzierung restrukturiert werden musste.
9) Liquidität: Kurzfristig stabilisiert, aber nicht wirklich frei
Kassenbestand
- 14,36 Mio. €
Das wirkt erstmal solide.
Aber:
Fast alles ist belastet / verpfändet:
- 966 T€ explizit verpfändet
- 13,392 Mio. € als Sicherheit für Holding-Darlehen verpfändet
Das heißt faktisch:
Die Liquidität ist bilanziell vorhanden, aber wirtschaftlich nur eingeschränkt frei verfügbar.
Positiv:
- Operativer Cashflow 2024: +9,88 Mio. €
- Das ist deutlich besser als 2023 (-27,1 Mio. €)
Warum positiv?
Vor allem durch:
- Lagerabbau
- Rückgang Forderungen
- Rückgang Working Capital
Aber Vorsicht:
Das ist kein Beweis für ein gesund profitables Geschäftsmodell, sondern stark getrieben durch:
- Schrumpfung
- Abbau von Beständen
- Freisetzung gebundenen Kapitals
Solche Effekte kann man nicht beliebig oft wiederholen.
10) Rückstellungen: teils plausibel, teils mit Unsicherheiten
Sonstige Rückstellungen
- 21,9 Mio. €
Davon besonders relevant:
- Vertriebsprovisionen: 5,2 Mio. €
- Gewährleistung/Garantien: 4,6 Mio. €
- Prozessrisiken: 5,3 Mio. €
- Drohverluste: 1,17 Mio. €
Kritische Punkte:
a) Prozessrisiken: 5,3 Mio. €
Das ist auffällig hoch.
Der Abschluss erläutert nicht im Detail, welche Verfahren dahinterstehen.
Das ist ein Warnhinweis.
b) Gewährleistung / Montagekostengarantien
Hier wird es bilanztechnisch interessant:
- Langfristige Montagekostengarantien von 10–30 Jahren
- Schätzung basiert auf:
- externen Studien
- Herstellerdaten
- Ausfallwahrscheinlichkeiten
- künftigen Kostensteigerungen
- Abzinsung
Das ist grundsätzlich ordentlich – aber:
Problem:
Solche Modelle sind naturgemäß hoch unsicher.
Das Unternehmen sagt selbst:
erhebliche Schätzungsunsicherheiten
Zusätzlich:
- Für 2020/2021 wurden Garantien früher als Nebenleistung sofort ertragswirksam behandelt
- Ab 2022 dann als eigenständige Leistung mit passivem RAP
Das zeigt:
Die Bilanzierungspraxis musste angepasst werden.
Kritische Bewertung:
Hier liegt ein klassischer Bereich, in dem spätere Nachreservierungen möglich sind, falls:
- Ausfallraten steigen
- Montagekosten steigen
- Lieferanten/Hersteller ausfallen
- Reklamationsquote zunimmt
11) Factoring hilft – aber ist auch Abhängigkeit
EKD nutzt Factoring als zentralen Liquiditätsbaustein.
Vorteile:
- schnelle Liquidität
- Delkredererisiko teilweise ausgelagert
- Working Capital sinkt
Nachteile:
- nicht jede Forderung wird vollständig angekauft
- Kreditlimite je Kunde
- sämtliche Kundenforderungen sind als Sicherheiten abgetreten
- zusätzlich Forderungen und Vermögenswerte verpfändet
Das System funktioniert – solange Factor und Kreditlinien stabil bleiben.
In Krisen kann Factoring aber schnell restriktiver werden.
12) Nachtragsbericht: Das ist eher Rettung als Normalbetrieb
Nach dem Bilanzstichtag passiert viel:
- Übernahme der mittelbaren Mutter durch Pemberton-nahe Struktur
- Forderungsverzicht / Restrukturierung
- neue Finanzierungslinie
- zusätzliche Gesellschafterdarlehen
- Erwerb weiterer Beteiligungen / Integration
Faire Einordnung:
Das kann man positiv lesen:
- neuer finanzstarker Sponsor
- Restrukturierung
- Stärkung der Gruppe
- aktive Neuaufstellung
Kritische Einordnung:
Man kann es aber auch so lesen:
- Die alte Finanzierungsstruktur war nicht tragfähig genug
- Es brauchte eine echte Rettungs-/Stabilisierungsmaßnahme
- Das operative Modell konnte sich nicht aus eigener Kraft stabil finanzieren
Beides ist gleichzeitig wahr.
13) Prognose 2025/2026: Das Management erwartet selbst weitere Verschlechterung
Das ist bemerkenswert ehrlich.
Planung 2025
- Umsatz: 155,8 Mio. €
- EBITDA: -31,7 Mio. €
- EBITDA-Marge: -20,3 %
- ca. 5.600 Anlagen
Planung 2026
- Umsatz: 146 Mio. €
- ca. 4.600 Anlagen
- EBITDA soll sich verbessern, aber offenbar weiter problematisch
- Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme 2026: -23,6 Mio. €
Das bedeutet:
Die Geschäftsführung erwartet nicht kurzfristig die Wende.
Das ist ein ganz wichtiger Punkt:
- Kein Schönreden
- Keine „nächstes Jahr alles super“-Story
- Sondern: erstmal weitere Schrumpfung und Verluste
Kritische Schlussfolgerung:
Wenn 2025 tatsächlich so schwach läuft wie geplant, ist EKD in den nächsten 12–24 Monaten voll auf Finanzierung und Restrukturierungsdisziplin angewiesen.
14) Was spricht FÜR EKD?
Trotz aller Kritik – es gibt auch echte Pluspunkte:
Positivpunkte
- Großer Markt / langfristig struktureller Zukunftsmarkt
- PV bleibt grundsätzlich Wachstumsmarkt
- Starke Marktposition im B2C-Premiumsegment
- EKD ist keine Mini-Bude
- Working-Capital-Management 2024 war stark
- Lager drastisch reduziert
- operativer Cashflow positiv
- Abschluss offen und relativ transparent
- viele Risiken werden explizit genannt
- keine auffällige Schönfärberei bei Prognose 2025
- Neuer Eigentümer-/Finanzierungsrahmen
- Pemberton-/Solis-Struktur deutet auf ernsthafte Restrukturierungskapazität hin
- Testierter Abschluss ohne Einschränkung im Prüfungsurteil
- allerdings mit Going-Concern-Hinweis
15) Was sind die größten Red Flags?
Die 8 wichtigsten Warnsignale
1. Expliziter Going-Concern-Hinweis des Prüfers
Das ist das größte Warnsignal.
2. Eigenkapitalquote nur ca. 2,2 %
Sehr dünn.
3. Hohe operative Verluste
- EBITDA -20,35 Mio.
- 2025 sogar noch schwächer geplant
4. Starke Abhängigkeit von Gesellschafterfinanzierung
Ohne diese geht es offenbar nicht.
5. Große konzerninterne Forderungen
117 Mio. € Forderungen gegen verbundene Unternehmen – Werthaltigkeit hängt am Konzern.
6. Hohe Forderungsausfälle / Wertberichtigungen
21,8 Mio. € kumulierte Wertberichtigungen auf Kundenforderungen.
7. Hohe Prozessrisiken
5,3 Mio. € Rückstellung.
8. Langfristige Garantie-/Gewährleistungsrisiken
Mit erheblicher Schätzungsunsicherheit.
16) Meine faire Gesamtbewertung
Sachlich-kritisches Gesamturteil
EKD 2024 ist bilanziell kein gesundes Wachstumsunternehmen mehr, sondern ein deutlich belasteter Restrukturierungsfall.
So würde ich es in einem Satz sagen:
Das Unternehmen hat ein reales operatives Geschäft und ist nicht „Luft“ – aber die aktuelle Tragfähigkeit hängt klar an externer Finanzierung, Restrukturierungserfolg und dem Vertrauen der Eigentümer.
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Rechnungslegung / FinanzberichteUnternehmensregister
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Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Datum: 24.04.2026Sprache: Deutsch
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Energiekonzepte Deutschland GmbHLeipzigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
ANHANG – Geschäftsjahr 2024Einleitender Teil Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:
Allgemeine Erläuterungen Der Jahresabschluss der Energiekonzepte Deutschland GmbH (EKD), Leipzig, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Berücksichtigung des GmbH-Gesetzes, des HGB sowie der Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen gilt das Unternehmen als große Kapitalgesellschaft. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Mit Gesellschafterbeschluss vom 1. April 2021 wurde dem Abschluss eines Gewinnabführungsvertrags zwischen der Energiekonzepte Deutschland GmbH und der alleinigen Gesellschafterin EKDH zugestimmt. Der Gewinnabführungsvertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2021 wurde am 1. April 2021 geschlossen und am 27. April 2021 im Handelsregister eingetragen. Mit Ausnahme des folgenden Sachverhalts wurden sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert gegenüber dem Vorjahr angewendet. Im Vorjahr wurden die ausgewiesenen Vorsteuerüberhänge in Höhe von TEUR 6.656 unter den sonstigen Vermögensgegenstände ausgewiesen. Ab dem aktuellen Geschäftsjahr erfolgt der Ausweis aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde das Vorjahr ebenfalls in diese Position umgegliedert. Der Jahresabschluss ist unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt worden. Hinsichtlich der Ereignisse und Gegebenheiten, die zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht in Abschnitt 5.4 „Liquiditätsrisiko“. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen unter Zugrundelegung der Nutzungsdauern gemäß amtlichen AfA-Tabellen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen Materialkosten, die Fertigungskosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Anlagegegenstände vorgenommen und orientieren sich an den steuerlichen AfA-Tabellen. Die für planmäßige Abschreibungen hinterlegten Nutzungsdauern für die wesentlichen Anlagenklassen stellen sich bei der EKD wie folgt dar:
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 und bis EUR 1.000,00 wurden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt. Dieser wird im Jahr der Anschaffung und den vier folgenden Jahren zu jeweils einem Fünftel aufgelöst. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unfertigen Leistungen und Waren sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemäß § 255 HGB unter Beachtung des Niederstwertprinzips nach § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialkosten, Fertigungskosten sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Notwendige Abschläge auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert wurden berücksichtigt. Die geleisteten Anzahlungen sind mit dem Nominalbetrag abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bewertet. Die Forderungen sind mit dem Nominalbetrag abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bewertet. Anhand der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden pauschalierte Einzelwertberichtigungen ermittelt. Dabei wurden sämtliche bis zum 30. Juni 2025 nicht bezahlten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Kunden vollständig wertberichtigt. Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände und der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Eigenkapital wird unter Berücksichtigung der gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Leipzig als Stammkapital eingetragen und wird zum Nennwert ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen sowie drohende Verluste und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Die Prognosezeiträume umfassen bis zu 30 Jahre und sind insofern mit größeren Schätzungsunsicherheiten behaftet. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Einnahmen gebildet, soweit sie einen Ertrag nach dem Bilanzstichtag darstellen. Umsatzrealisierung
Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel dargestellt. Vorräte Auf die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden Abwertungen i. H. v. TEUR 6.765 vorgenommen. Des Weiteren konnten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die bis zum 31. Dezember 2024 bestellt worden waren, nach dem Stichtag teilweise nicht verlustfrei verwertet werden. Daher wurde für bestimmte im Bestellobligo enthaltene Komponenten eine Rückstellung für drohende Verluste aus den bereits vertraglich gebundenen Einkäufen i. H. v. TEUR 1.026 gebildet. Wertberichtigungen auf Unfertige Leistungen wurden in Höhe von TEUR 1.100 vorgenommen. Für einzelne in den Unfertigen Leistungen ausgewiesene Kundenprojekte ergibt sich auch nach vollständiger Wertberichtigung des Projektes noch ein Verlustüberhang, der als drohender Verlust aus Absatzgeschäften (TEUR 139) in den sonstigen Rückstellungen bilanziert wurde. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 9.515; i. Vj. TEUR 24.909) resultieren im Wesentlichen aus der Abrechnung von Kundenprojekten. Entsprechend dem Vertrag mit einer Factoringgesellschaft werden grundsätzlich alle Kundenforderungen von der EKD an die Factoringgesellschaft übergeben. Die Factoringgesellschaft entscheidet anhand von ihr kundenindividuell vergebener Kreditlimite, ob die einzelne Kundenforderung vollständig oder ein Teilbetrag angekauft wird und somit das Delkredere- und Bonitätsrisiko übergeht. Die nicht von der Factoringgesellschaft angekauften Forderungen werden weiterhin als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Kundenforderungen enthalten pauschalierte Einzelwertberichtigungen i. H. v. TEUR 21.785 (i. Vj. TEUR 12.820), wovon TEUR 8.965 in 2024 aufwandswirksam waren. Der Factoringvertrag sieht vor, dass sämtliche bei der EKD entstehenden Kundenforderungen als Sicherheiten an die Factoringgesellschaft abgetreten werden. Zum 31. Dezember 2024 sind Forderungen i. H. v. TEUR 31.434 sicherungsübereignet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 117.194; i. Vj. TEUR 89.474) betreffen Forderungen gegen den Gesellschafter EKDH (TEUR 112.560; i. Vj. TEUR 84.925) sowie Forderungen gegen übrige verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 4.634; i. Vj. TEUR 3.949). Die Forderungen gegen den Gesellschafter setzen sich aus Forderungen auf Verlustübernahme für das Jahr 2022 bis 2024 sowie sonstigen Forderungen (TEUR 4.286; i. Vj. TEUR 7.352) zusammen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit Ausnahme einer Forderung in den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 527 (i. Vj. TEUR 492) haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Des Weiteren sind sämtliche Forderungen der EKD einschließlich der Forderungen an verbundene Unternehmen und aus Versicherungsansprüchen (TEUR 130.603) als Sicherheit im Zusammenhang mit einem durch die EKDH aufgenommenen Darlehen verpfändet. Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten betreffen in Höhe von TEUR 966 verpfändete Bankguthaben, die als Sicherheit im Rahmen des Factorings, für eine Mietkaution sowie für eine Avallinie dienen. Die übrigen Bankkonten der EKD (TEUR 13.392) sind im Zusammenhang, mit dem durch die EKDH aufgenommenen Darlehen verpfändet. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 21.913; i. Vj. TEUR 31.334) berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und sind in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtung dotiert. Die Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Innerhalb der Rückstellungen für Gewährleistung und Garantien entfallen TEUR 1.410 auf Montagegarantien für in 2020 und 2021 abgerechnete Kundenprojekte. Die Montagekostengarantie knüpft unmittelbar an die bestehenden Herstellergarantien für wichtige Komponenten aus dem DC- sowie AC-Bereich an und deckt diese Zeiträume (10 bis 30 Jahre) fristengleich ab. EKD verpflichtet sich darin, im Falle einer Herstellergarantieinanspruchnahme durch den Kunden garantierelevante Bauteile auf eigene Kosten aus- sowie einzubauen. Die Garantie umfasst ausschließlich die reinen Montagekosten. Die Bewertung basiert auf externen Studien für die Ausfallwahrscheinlichkeiten der Komponenten, die auf die von der EKD verwendeten Komponenten angewendet wurden. Des Weiteren wurden durchschnittliche Kosten basierend auf Erfahrungswerten und geschätzte künftig zu erwartende Kostensteigerungen berücksichtigt sowie der Erfüllungsbetrag mit den fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank als über sieben Geschäftsjahre ermittelte durchschnittliche Marktzinssätze bekannt gegeben worden sind. Die in den Jahren 2020 und 2021 an die Kunden verkauften Montagekostengarantien konnten als unselbständige Nebenleistung zur Hauptleistung Verkauf und Installation von PV-Anlagen eingestuft werden und wurden dementsprechend bereits im Zeitpunkt der Umsatzlegung der Hauptleistung im Umsatz realisiert. Die Häufigkeit der geschätzten zukünftigen Inanspruchnahmen basiert nunmehr auf externen Studien sowie Testergebnissen der Hersteller für die eingebauten Komponenten. Sie ist weiterhin mit erheblichen Schätzungsunsicherheiten verbunden. Ab dem Jahr 2022 waren die gewährten Montagekostengarantien als selbständige Leistung einzustufen. Die seit dem Jahr 2022 von den Kunden vereinnahmten Entgelte sind in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und werden jahresscheibenbezogen linear über die Laufzeit der Montagekostengarantien im Umsatz realisiert. Aus der Gegenüberstellung der ab dem Jahr 2022 an die Kunden abgerechneten Montagekostengarantien und den prognostizierten künftigen Aufwendungen hierfür resultiert eine Kostenunterdeckung, die als Rückstellung für drohende Verluste (TEUR 666) abgebildet wurde. Neben der Montagekostengarantie sind in den Gewährleistungsrückstellungen noch Rückstellungen für das Risiko enthalten, dass ein Lieferant seinen Herstellergarantieverpflichtungen nicht nachkommen kann und daher die EKD innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist von zwei Jahren für den Austausch der Komponenten verantwortlich ist (TEUR 1.337) sowie eine pauschaliert mit 0,25 % vom Umsatz bemessene Rückstellung (TEUR 1.162) für weitere, nicht durch gesonderte Rückstellungen abgedeckte Gewährleistungsrisiken. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel
Die unter Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen Darlehensverbindlichkeiten und Zinsen (TEUR 109.039, i. Vj. TEUR 93.217) sowie sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 361, i. Vj. TEUR 4.037). Darüber hinaus bestanden im Vorjahr noch Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 8.431). Das Gesellschafterdarlehen läuft auf unbestimmte Zeit, ist aber mit einer Frist von sechs Monaten zum Monatsende kündbar, und wurde daher den kurzfristigen Verbindlichkeiten zugeordnet. Eine Besicherung der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der EKDH besteht nicht. Ein von der EKDH aufgenommenes Darlehen ist gegenüber der Finanzierungsgesellschaft besichert mit den Bankkonten der EKD (TEUR 13.392) Die EKDH hat die Kreditbedingungen teilweise nicht eingehalten. Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Anhangs ist die EKD aus den Sicherheiten nicht in Anspruch genommen worden. Hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird auf die Ausführungen im Nachtragsbericht zu dem im Zusammenhang mit der Übernahme der mittelbaren Muttergesellschaft EKD Investorenholding GmbH am 14. März 2025 vereinbarten Forderungsverzicht des Darlehensgebers auf das von der EKDH aufgenommene Darlehen verwiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber übrigen verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 14.818) enthält abgegrenzte erhaltene Einzahlungen für die an die Kunden fakturierten Dienstleistungen für Montagekostengarantien (TEUR 12.092) sowie für die Fernwartung der PV-Anlagen (TEUR 2.726). Die Erträge für Montagekostengarantien werden über den Zeitraum der damit in Verbindung stehenden Herstellergarantien (zwischen 10 und 30 Jahren) ratierlich umsatzwirksam vereinnahmt. Ebenfalls ratierlich werden die Erträge für die Fernwartungsleistungen über den Zeitraum der Leistungserbringung von zwei Jahren in den Umsatzerlösen realisiert. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse und deren Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen Sämtliche Umsatzerlöse werden im Inland erzielt. Die Tätigkeitsbereiche lassen sich in den Bau von Photovoltaikanlagen sowie dazugehörigen Dienstleistungen in Höhe von TEUR 278.952 (i. Vj. TEUR 491.124) einerseits und die Erbringung von Dienstleistungen für verschiedene Konzernunternehmen in Höhe von TEUR 3.565 (i. Vj. TEUR 1.113) andererseits unterteilen. In den Umsatzerlösen sind TEUR 456 periodenfremde Umsatzerlöse für Wärmebildanalysen enthalten. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 6.019. Der Auflösung resultierte aus der Auflösung von Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 3.138), drohende Verluste (TEUR 2.376), Monatekostengarantien (TEUR 59) sowie aus übrigen sonstigen Rückstellungen (TEUR 485). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die wesentlichen Aufwendungen betreffen Verkaufsprovisionen mit TEUR 29.341 Werbeaufwendungen mit TEUR 18.168, Wertberichtigungen und Verluste auf Forderungen mit TEUR 9.036 sowie Rechts- und Beratungskosten (TEUR 7.380). Des Weiteren sind sonstige periodenfremde Aufwendungen i. H. v. TEUR 81 enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Entsprechend des Darlehensvertrages mit dem verbundenen Unternehmen Energiekonzepte Deutschland PV-Montage GmbH und Energiekonzepte Deutschland Wärmepumpen-Montage GmbH, Leipzig ist dem Darlehensnehmer ein Kreditrahmen von TEUR 2.000 gewährt worden aus dem bis spätestens zum 31. Dezember 2023 Kredite abgerufen werden konnten und auch bis zu dieser Höhe abgerufen worden sind. Diese sind als Ausleihung an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.936 vor Wertberichtigung bilanziert. Den Unsicherheiten bezüglich der Rückzahlung des Darlehens wurde durch Wertberichtigung der Ausleihung bilanziell Rechnung getragen. Am Bilanzstichtag belief sich das auf 17 Lieferanten entfallende Bestellobligo unter Berücksichtigung bereits geleisteter Anzahlungen auf EUR 19,7 Mio. Davon bestehen Abnahmeverpflichtungen in Höhe von rund EUR 13,6 Mio. gegenüber einem verbundenen Unternehmen. In insgesamt sechs mit leitenden Mitarbeitern der EKD sowie externen Vertriebspartnern und Beratern abgeschlossenen Vereinbarungen (sogenannte „Exit-Vereinbarungen“) sind Bonuszahlungen vereinbart, die an einen künftigen Erlös aus der Veräußerung von mindestens 50,1 % der Anteile an der EKD gekoppelt sind. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 waren hieraus noch keine Verpflichtungen bilanziell abzubilden. Haftungsverhältnisse Die EKD GmbH hat für das verbundene Unternehmen Bischoff Energiesysteme GmbH gegenüber einem Kreditinstitut eine Bürgschaft bis zu einem Betrag von maximal TEUR 1.600 übernommen. Mit einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft ist aus derzeitiger Sicht nicht zu rechnen, da es derzeit keine Anzeichen dafür gibt, dass die Bischoff Energiesysteme GmbH ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen kann. Bezüglich der von der EKD gestellten Sicherheiten für ein von der EKDH aufgenommenes Darlehen wird auf die Ausführungen unter den Verbindlichkeiten verwiesen. Sonstige Pflichtangaben Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die folgenden Geschäftsführer geführt:
Es erfolgen keine Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung, da die Gesellschaft keine Bezüge gezahlt hat. Sämtliche Geschäftsführer sind oder waren in einer anderen Gesellschaft, welche die Bezüge zahlt oder gezahlt hat, angestellt. Nach dem Bilanzstichtag waren weitere Veränderungen in der Zusammensetzung der Geschäftsführung zu verzeichnen.
An die Geschäftsführung wurden in Vorjahren Darlehen von insgesamt TEUR 225 ausgereicht, die teilweise schon zurückgezahlt worden sind. Die Darlehen werden mit 4,0 % bzw. 3,5 % verzinst und sind durch Vermögenswerte besichert. Im Geschäftsjahr erfolgten keine weiteren Tilgungen. Die Darlehen (einschließlich Zinsen) valutieren zum 31. Dezember 2024 in Höhe von TEUR 145 und sind unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2024 durchschnittlich 390 Mitarbeiter (45 im gewerblichen Bereich sowie 345 Angestellte). Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen beteiligt:
Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt TEUR 876 für das Geschäftsjahr 2024 und entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen. Konzernzugehörigkeit Die Energiekonzepte Deutschland GmbH ist eine unmittelbare Tochtergesellschaft der Energiekonzepte Deutschland Holding GmbH, Taucha, und zugleich eine mittelbare Tochtergesellschaft der EKD Investorenholding GmbH. Ein Konzernabschluss ist bisher noch nicht aufgestellt worden. Nachtragsbericht Es haben sich folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag ergeben: Die EKD GmbH hat die zwei mit dem verbundenen Unternehmen Solarmax GmbH bereits zum Stichtag 31. Dezember 2022 bestehenden Lieferverträge am 22. Januar 2024 außerordentlich gekündigt. Das Amtsgericht Neu-Ulm hat am 1. Februar 2025 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Solarmax GmbH eröffnet. Die mittelbare Muttergesellschaft EKD Investorenholding GmbH wurde am 14. März 2025 durch die Solis Lux Holdco S.à r.l. bzw. mittelbar durch von Pemberton Asset Management S.A. beratene Fonds („Pemberton“) übernommen. In diesem Zusammenhang wurde ein Verzicht auf die Forderungen aus dem der EKD Holding GmbH mit Vertrag vom 17. Dezember 2022 gewährten Finanzierungsdarlehen vereinbart. Aus diesem Darlehen waren mit Vertrag vom 20. Dezember 2022 EUR 47,3 Mio. zur Finanzierung an die EKD GmbH durchgereicht worden. Mit Vereinbarung vom 14. März 2025 hat die EKD Holding GmbH die Aufrechnung u.a. hinsichtlich ihrer Darlehensforderung an die EKD GmbH einschließlich der aufgelaufenen Zinsen mit der Forderung auf Verlustübernahme der EKD GmbH an die EKD Holding GmbH für das Jahr 2022 sowie 2023 aus dem Ergebnisabführungsvertrag erklärt. Darüber hinaus wurde der Muttergesellschaft EKD Investorenholding GmbH mit Vertrag vom 1. August 2025 und Ergänzungsvereinbarung vom 5. Januar 2026 eine Finanzierungslinie in Höhe von EUR 30,0 Mio. gewährt, wovon bis zum 20. März 2026 EUR 25 Mio. abgerufen worden sind. Die Finanzierungslinie hat eine Laufzeit bis Dezember 2029. Dem entsprechende Finanzierungszusagen wurden zwischen der EKD Investorenholding und der EKD abgeschlossen. Die EKD GmbH hat mit Vertrag vom 20. Februar 2025 weitere 20 % der Anteile an der Energiekonzepte Deutschland PV-Montage GmbH erworben und ist ab diesem Zeitpunkt alleiniger Anteilseigner. Die EKD GmbH hat mit notarieller Urkunde vom 26. Mai 2025 weitere 25 % der Anteile an der Bischoff Energiesysteme GmbH erworben und ist ab diesem Zeitpunkt alleiniger Anteilseigner. Mit Anteilskaufvertrag vom 17. März 2025 hat die EKD GmbH 49,9 % der Anteile an der FE Energiesysteme GmbH, Achim mit Wirkung zum 31. Dezember 2024 erworben. Die Tochtergesellschaft Energiekonzepte Deutschland PV-Montage GmbH hielt bereits 50,1 % der Anteile an der FE Energiesysteme GmbH. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages von der alleinigen Gesellschafterin übernommener Verlust Der aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages von der Energiekonzepte Deutschland Holding GmbH zu übernehmende Verlust des Jahres 2024 beläuft sich auf TEUR 30.680.
Leipzig, den 20. März 2026 Energiekonzepte Deutschland GmbH, Leipzig Christian Arnold Lukas Wasemann Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20241. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Gesellschaft Die Energiekonzepte Deutschland GmbH (EKD) mit Sitz in Leipzig ist einer der führenden Anbieter von Photovoltaik-Komplettlösungen für Privathaushalte in Deutschland und konzentriert sich auf den Vertrieb und die Installation von PV-Komplettsystemen bestehend aus PV-Anlagen und Batteriespeichern. Hinzu kommen EV-Ladegeräte für Heimanwendungen und Energiemanagementsysteme für Privathaushalte (HEMS). Dabei grenzt sich das Unternehmen klar vom Leasingmodell anderer Wettbewerber ab. Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2018 gegründet und konnte in den Vorjahren stark steigende Installationszahlen vorweisen. Im Jahr 2024 wurden ca. 12.200 PV-Aufdachanlagen (i. Vj. ca. 15.000) installiert, mit einem Gesamtumsatz von TEUR 282.518. Im Bereich der Dienstleistungen baut die EKD weiterhin auf die in den Vorjahren durch Ausbau der Kooperationen bzw. Kauf und Integration führender lokaler Partnergesellschaften weitreichenden Installationskapazitäten. Dies gilt sowohl für den Bereich der Montagearbeiten der PV-Module (sogenannter DC-Service) als auch im Bereich der Elektroinstallationen (sogenannter AC-Service). 1.2 Unternehmensstrategie Ziel der EKD ist es, ihre Position als einer der führenden deutschen Premium-Anbieter mit einem Verkaufsmodell von PV-Systemen durch Portfolioerweiterung und Produktinnovation weiter auszubauen. Dabei steht die strategische und geografische Ausweitung der Vertriebs- und Installationskapazitäten sowie die Weiterentwicklung eines marktführenden Produktportfolios unter der Eigenmarke AMPERE im Fokus. EKD konzentriert sich auf Kunden im B2C-Markt für Einfamilienhäuser und strebt perspektivisch eine Expansion in die Segmente Mehrfamilienhäuser und Großanlagen an. Es wird auf einen persönlichen Vertriebsansatz mit einem landesweiten Netzwerk unabhängiger Vertriebsmitarbeiter gesetzt, das durch Vor-Ort-Beratung eine große Kundennähe und individuelle Beratung gewährleistet. Optimierungspotenziale sollen insbesondere in der Fähigkeit zur Lead-Konvertierung und in der Verbesserung der Projektabschlussraten und Realisierungszeiten gehoben werden. Die Integrationen von Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette sind Teil des strategischen Ansatzes zu Reduktion von Marktabhängigkeiten. Dazu wurden Anfang 2025 die restlichen Anteile an der Bischoff Energiesysteme GmbH (Sitz Leipzig), der FE Energiesysteme GmbH (Sitz Achim) sowie der ES Energiesysteme GmbH (Sitz Bad Emstal) in der EKD-Gruppe mit dem Ziel erworben, exklusiven Zugriff auf knappe Handwerker-Ressourcen im Markt zu sichern und insbesondere komplexe Installationsleistungen selbst erbringen zu können. 1.3 Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2024 hat die EKD die im Jahr 2023 auf den Markt gebrachte eigene Marke AMPERE mit nach EKD-Spezifikationen entwickelten Komponenten (PV-Module, Stromspeicher und Wallbox) weiterentwickelt. Diese können über das eigene Home Energy Management System (AMPERE.IQ HEMS) in ein komplettes Energielösungskonzept integriert werden, um eine bessere Gesamtsystemleistung zu erzielen als bei alternativen Optionen mit Komponenten verschiedener Marken/OEMs bzw. ohne intelligente Steuerung. Außerdem soll langfristig eine abonnementbasierte Internet of Things- Lösung (IoT-Lösung) angeboten werden, die die Überwachung und Verwaltung verschiedener Komponenten innerhalb der PV-Anlage (und des weiteren Ökosystems) ermöglicht, um die Energieeffizienz und den Ertrag für den Eigentümer zu maximieren. An diesen Weiterentwicklungen sind im Wesentlichen die Unternehmensbereiche Produktinnovation, Produktmanagement und IT beteiligt. 2. Allgemeine Wirtschaftslage, Geschäfts- und Rahmenbedingungen 2.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld in Deutschland im Jahr 2024 Die deutsche Wirtschaft befand sich im Geschäftsjahr 2024 weiterhin in einer schwachen konjunkturellen Lage. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,2 % (preis- und kalenderbereinigt)1. Hauptursachen waren die zunehmende Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten, hohe Energiekosten, ein weiterhin erhöhtes Zinsniveau und unsichere Aussichten. Der private Konsum stieg preisbereinigt nur geringfügig um 0,3 %, trotz sinkender Inflationsrate und steigender Löhne2. Laut vorläufiger Berechnung des Statistischen Bundesamtes verzeichnet die deutsche Wirtschaft im Jahr 2025 ein leichtes Wachstum von rund 0,2 %. 1 Vgl. Statistisches Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2025/bip2024/bruttoinlandsprodukt-uebersicht.html. Sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben stützen das BIP3. Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt 2024 und 2025 jeweils bei 2,2 %4,5. Die Europäische Zentralbank hat im Jahresverlauf 2024 die Leitzinsen leicht gesenkt, um die Konjunktur zu stützen6. Der Arbeitsmarkt zeigte sich vergleichsweise robust: Die Arbeitslosenquote betrug 2024 durchschnittlich 6,0 %7 , und lag 2025 bei 6,3 %8. Der Fachkräftemangel bleibt jedoch ein strukturelles Problem.9 Die globale Wirtschaft wuchs im Jahr 2024 um rund 3,3 %, wobei die Eurozone lediglich ein Wachstum von 0,9 % verzeichnete10. Für 2025 wird ein globales Wachstum von etwa 2,8 % erwartet, wenngleich Risiken durch geopolitische Spannungen und Handelskonflikte bestehen11. 2.2 Markt für Solaranlagen (Photovoltaik) in Deutschland im Jahr 2024 Die Photovoltaikbranche in Deutschland ist eine tragende Säule der Energiewende und hat im Jahr 2024 eine bemerkenswerte Entwicklung erfahren. Mit einer installierten Leistung von insgesamt 99 Gigawatt (GWp) übertraf die Photovoltaik erstmals die Windkraft, die bei ca. 70 GW lag12. Allein im Jahr 2024 wurden rund 16,9 GWp neu installiert, was deutlich über dem Ausbauziel der Bundesregierung von 12,5 GW liegt13. Die Bundesnetzagentur verzeichnete über eine Million neue Photovoltaiksysteme, wobei insbesondere Freiflächenanlagen mit einem Wachstum von 40 % und gewerbliche Dachanlagen mit einem Plus von 25 % hervorstechen14. Die Stromerzeugung aus Photovoltaik erreichte einen historischen Höchstwert von 72,2 Terawattstunden (TWh) und trug damit 14,5 % zur gesamten Nettostromerzeugung bei15. Diese Entwicklung führte zur Vermeidung von rund 49,7 Millionen Tonnen CO2 -Emissionen16. 3 Vgl. Statistisches Bundesamt Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2025 um 0,2 % gewachsen – Statistisches Bundesamt Die Marktentwicklung im Jahr 2024 war von einer dynamischen Expansion geprägt. Insgesamt existieren in Deutschland etwa 4,75 Millionen Photovoltaikanlagen, darunter rund 450.000 Balkonkraftwerke17. Freiflächenanlagen erwiesen sich als Wachstumstreiber und verzeichneten einen Zubau von 6,3 GW, was einem Anstieg von 40 % gegenüber dem Vorjahr entspricht18. Gewerbliche Dachanlagen legten um 25 % zu und erreichten einen Zubau von 3,6 GW19. Im Gegensatz dazu ging die Nachfrage nach privaten Dachanlagen um etwa 50 % zurück, was vor allem auf die konjunkturelle Schwäche und den Preisverfall zurückzuführen ist20. Die Preisentwicklung im Jahr 2024 war durch einen deutlichen Rückgang gekennzeichnet. Die durchschnittlichen Kosten für Photovoltaikanlagen lagen bei etwa 1.200 Euro pro Kilowattpeak (kWp), was einem Rückgang von rund 14 % gegenüber dem Vorjahr entspricht21. Dieser Preisverfall ist auf Überkapazitäten in der Modulproduktion, insbesondere in China, sowie auf sinkende Rohstoffpreise und einen intensiven Wettbewerb im europäischen Markt zurückzuführen. Die Förderlandschaft wurde im Jahr 2024 durch das Solarpaket I maßgeblich beeinflusst. Dieses Paket brachte entscheidende Impulse für den Ausbau der Photovoltaik. Die EEG- Einspeisevergütung beträgt bis zu 12,73 Cent pro Kilowattstunde für Volleinspeisung bei Anlagen bis 10 kWp22. Darüber hinaus bietet die KfW zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse für Photovoltaikanlagen und Speicher im Rahmen des Programms 27023. Steuerliche Vorteile wie die Umsatzsteuerbefreiung für Photovoltaikanlagen bis 30 kWp, die seit 2023 gilt, bleiben bestehen24. 17 Vgl. Photovoltaik Deutschland | Zahlen & Charts 2025 Die Chancen für die Photovoltaikbranche sind vielfältig. Die politischen Ausbauziele von 215 GW bis 2030 schaffen langfristige Planungssicherheit25. Photovoltaik ist die kostengünstigste Stromerzeugungstechnologie, mit Stromgestehungskosten zwischen 4,1 und 14,4 Cent pro Kilowattstunde26. Technologische Innovationen wie fortschrittliche Speicherlösungen und die Integration in intelligente Stromnetze eröffnen neue Möglichkeiten. Zudem steigt die Nachfrage nach dezentralen Lösungen wie Eigenverbrauchssystemen und Balkonkraftwerken. Schließlich spielt die Photovoltaik eine zentrale Rolle bei der Erreichung von Klimaschutzzielen und der Umsetzung von ESG-Strategien. Trotz der positiven Perspektiven bestehen erhebliche Risiken. Netzengpässe und verzögerte Netzausbauprojekte können die Einspeisung begrenzen27. Regulatorische Unsicherheiten, insbesondere dynamische Anpassungen bei EEG-Vergütung und Direktvermarktungspflichten, erhöhen die Planungsrisiken28. Darüber hinaus stellt der Fachkräftemangel bei Installateuren und Elektrofachkräften eine Herausforderung dar29. 2.3 Geschäftsverlauf Das Hauptgeschäftsfeld der EKD ist die Installation von privaten Dachanlagen. Deren Nachfrage hat sich im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr wie unter 2.2 beschrieben um ca. 50% reduziert. In diesem Kontext – verbunden mit Veränderungen im Produktmix – ist auch der Umsatzrückgang in Höhe von knapp 42,6 % von TEUR 492.237 auf TEUR 282.518 zu erklären. Insgesamt wurden im Jahr 2024 ca. 12.200 PV-Aufdachanlagen (im Vorjahr 15.000 PV- Aufdachanlagen) fertig montiert. Dabei sind die Monatsvolumen über das Jahr hinweg stetig jeweils leicht gesunken. 25 Vgl. Solarserver: Photovoltaik-Marktentwicklung 2024. https://www.solarserver.de/2025/01/07/ Im Jahr 2024 lag der durchschnittliche Haushaltsstrompreis bei ca. 39,8 ct/kWh, was in etwa einem Rückgang von 15% gegenüber dem Vorjahr bedeutet.30 Die Preise für selbst erzeugten Strom ohne Speicher (7-14 ct/kWh)31 und mit Speicher (6-22 ct/kWh)32 blieben gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Insofern lohnen sich Solaranlagen mit Speicher vor allem bei hohem Eigenverbrauch und steigenden Netzentgelten33. Insgesamt hat die günstige Entwicklung am Strommarkt und die unverändert stabile Preisentwicklung für selbst erzeugten Strom dazu beigetragen, dass sich die Nachfrage in Deutschland insgesamt abgeschwächt hat. Das nach wie vor vorhanden Umweltbewusstsein und der Wille zum Klimaschutz beizutragen, konnten den Nachfragerückgang ebenfalls nicht kompensieren. Im Bereich der Dienstleistungen hat sich die EKD durch Ausbau der Kooperationen bzw. Kauf und Integration lokaler Partnergesellschaften, im Bereich der DC- und AC-Montage (z.B. Bischoff Energiesysteme GmbH, ES Energiesysteme GmbH & FE Energiesysteme GmbH) weitreichende Kapazitäten gesichert. Dies gilt sowohl für den Bereich der Montagearbeiten der PV-Module (sogenannter DC-Service) als auch im Bereich der Elektroinstallationen (sogenannter AC-Service). Im Bereich der Verwaltung wurde der Personalstamm der EKD GmbH von 346 Mitarbeitenden Ende 2023 gegenüber 324 Mitarbeitende Ende 2024 im Wesentlichen gehalten. 30 Vgl. Magazin Metamorphosen – Strompreis 2024: https://magazin-metamorphosen.de/was-kostet-1-kwh-strom-2024/ 2.4 Steuerung der Gesellschaft / Leistungsindikatoren Das unternehmerische Handeln der EKD ist darauf ausgerichtet, in einem dynamischen Marktumfeld die Anzahl installierter Energiesysteme (bestehend aus Photovoltaikanlage, Stromspeicher und EV-Ladegeräte), Umsatzerlöse und Profitabilität zu steigern. Hierfür dienen finanzielle Leistungsindikatoren wie Umsatzerlöse und EBITDA, EBITDA-Marge sowie der nichtfinanzielle Indikator der installierten Energiesysteme. Finanzielle Leistungsindikatoren:
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren:
3. Darstellung und Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage war im Geschäftsjahr 2024 durch einen signifikanten Rückgang der Umsatzerlöse und eine vergleichsweise geringe Verschlechterung der Profitabilität gekennzeichnet. Infolgedessen hat die Geschäftsleitung die Lagerbestände deutlich reduziert. Die Optimierung des Working Capitals hat dazu beigetragen, dass die Liquidität des Unternehmens im Geschäftsjahr 2024 jederzeit gesichert war und sich ein positiver operativer Cashflow ergeben hat. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind Umsatz und EBITDA. 3.1. Ertragslage
Die signifikanten Veränderungen in den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung spiegeln den starken Rückgang der Umsatzerlöse wider, sowohl bei der Gesamtleistung als auch beim Materialaufwand. Zusätzlich sind diverse Sondereffekte u.a. im Bereich der Einzelwertberichtigungen von Forderungen und die Anpassungen von Bestandsbewertungen für Artikel berücksichtigt worden, die in dem folgenden Geschäftsjahr 2025 nur eine begrenzte Absatzfähigkeit zeigten. Im äußerst dynamischen Geschäftsumfeld verringerte sich der Umsatz der Energiekonzepte Deutschland GmbH im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 42,6 % (Geschäftsjahr: TEUR 282.518; Vorjahr: TEUR 492.237). Dieser Umsatzrückgang ist hauptsächlich auf das Kerngeschäft – den Vertrieb und die Installation von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern – zurückzuführen. Die Anzahl der installierten PV-Aufdachanlagen sank von ca. 15.000 auf ca. 12.200 im Jahr 2024. Die durchschnittlichen Erlöse je verkaufter PV-Anlage haben sich im Vergleich zum Vorjahr verringert, bedingt durch Preisreduktionen, um am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Gesamtleistung der EKD lag im Geschäftsjahr bei TEUR 255.182. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um TEUR 4.657 auf TEUR 8.097 erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 6.019; i. Vj. TEUR 2.147) sowie höhere Erträge aus verrechneten Sachbezügen (TEUR 577, i. Vj. TEUR 351) zurückzuführen. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Gewährleistungsrückstellungen (TEUR 3.138) und drohende Verluste (TEUR 2.376). Der Materialaufwand setzt sich zusammen aus dem Zukauf der benötigten Komponenten und den Fremdleistungen für die Installation der Anlagen und verringerte sich überproportional zum Umsatz um TEUR 227.762 auf TEUR 152.786. Der Rückgang ist vor allem auf den gesunkenen Umsatz zurückzuführen. Die Materialaufwandsquote34 verringerte sich überproportional von 72,8 % im Vorjahr auf 59,9 % im Geschäftsjahr 2024. Darüber hinaus wurden Abwertungen in Höhe von TEUR 6.765 im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe vorgenommen, bei denen im Jahr 2025 eine mangelnde Werthaltigkeit und Gängigkeit einzelner Artikel sowie aufgrund von Lagerverkäufen nach dem Bilanzstichtag festgestellt wurde. Der Anstieg der Personalaufwendungen um 31,3 % auf TEUR 23.718 resultiert aus dem starken Aufbau an Personal im Jahr 2023, welcher auch im Jahresdurchschnitt des Jahres 2024 zu höheren Beschäftigtenzahlen führte. 34 Materialaufwand / Gesamtleistung Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere die Sondereffekte im Bereich der Einzelwertberichtigungen auf Forderungen und die für das Geschäftsmodell der Energiekonzepte Deutschland charakteristisch hohen Kosten für Leads und Vertriebsprovisionen hervorzuheben. Der Aufwand auf Einzelwertberichtigungen von Forderungen in Höhe von TEUR 8.965 (i. Vj. TEUR 11.943) resultiert hauptsächlich aus der Wertberichtigung von Forderungen gegenüber Kunden, die im Geschäftsjahr 2024 nicht oder nicht vollständig bezahlt wurden. Die Aufwendungen für Leads und Vertriebsprovisionen lagen im Geschäftsjahr 2024 bei TEUR 18.168 (i. Vj. TEUR 19.173) und TEUR 29.341 (i. Vj. TEUR 56.374) und betrugen somit rund 16,8% (i. Vj. 15,3 %) vom Umsatz. Der Provisionsanspruch entsteht bereits mit dem Geschäftsabschluss. Die Höhe der Vertriebsprovisionen ist somit maßgeblich durch die Höhe des Auftragsbuches und nicht nur den Umsatz getrieben. Die tatsächliche Auszahlung der Provision wurde im Jahr 2024 umgestellt und erfolgt statt bisher mit der Fertigstellung des jeweiligen Teilprojektes nun bereits zum jeweiligen Baustart. Daraus ergibt sich ein Zeitversatz von mehreren Monaten zwischen dem ausgewiesenen Provisionsaufwand und dem daraus resultierenden Umsatz. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beläuft sich auf TEUR -20.350 (i. Vj. TEUR -18.735) und ist unter Berücksichtigung der oben genannten Sondereffekte gegenüber dem Vorjahr um 8,6 % verringert. Das Finanzergebnis (TEUR -7.959; i. Vj. TEUR -7.986) resultiert vor allem aus den Zinsaufwendungen aufgrund der bestehenden Darlehensverbindlichkeiten. 3.2. Vermögenslage Die Aktiva der Bilanz sind in folgender Tabelle dargestellt:
Die Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte ist hauptsächlich auf die Aktivierung der bezogenen Leistungen für die im Vertrieb eingesetzte EKD sales app zurückzuführen. Die deutliche Reduzierung der Vorräte ist durch einen optimierten Einkaufsprozess, Abverkäufe, geringere Einkaufsaktivitäten aufgrund der im Vergleich zu den Vorjahren deutlich besseren Verfügbarkeiten von Komponenten und Wertberichtigungen geprägt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe haben sich um TEUR 35.099 und die unfertigen Leistungen um TEUR 35.798 verringert, während die geleisteten Anzahlungen um TEUR 818 gestiegen sind. Innerhalb der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen u.a. wegen der erheblichen Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 8.965 im Geschäftsjahr um TEUR 15.395 verringert. EKD dient nahezu alle Kundenforderungen bei einer Factoring-Gesellschaft an. Stark gestiegen sind dagegen die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 28.320 auf TEUR 117.194, was hauptsächlich aus der Verlustübernahme der Muttergesellschaft resultiert. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um TEUR 27.710 verringert. Die Verringerung betrifft im Wesentlichen eine Forderung aus Umsatzsteuerkorrektur i. H. v. TEUR 21.253 in 2023, welche zum 31. Dezember 2024 durch Erstattung ausgeglichen wurde. Die Finanzverwaltung hatte zum 1. Januar 2023 den Steuersatz auf alle wesentlichen Komponenten einer PV-Anlagen auf 0 % gesenkt, jedoch diese Änderung erst am Ende des Jahres 2022 beschlossen und die genauen Regelungen erst Mitte des Jahres 2023 festgelegt. Da für den Steuersatz das Datum der Fertigstellung der PV-Anlage ausschlaggebend ist, musste die EKD alle im Geschäftsjahr 2022 bereits teilabgerechneten Projekte korrigieren. Die Passiva der Bilanz sind in folgender Tabelle dargestellt:
Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die sonstigen Rückstellungen haben sich insgesamt um TEUR 9.421 verringert, dabei haben sich die Rückstellungen für ausstehende Vertriebsprovisionen um TEUR 6.735, für Gewährleistungen um TEUR 2.618, für Drohverluste um TEUR 3.003 und für Personalrückstellungen und ausstehende Eingangsrechnungen um TEUR 347 verringert, während sich die Rückstellungen für Prozesskosten um TEUR 2.563 und für Montagekostengarantien um TEUR 607 erhöht haben. Die erhaltenen Anzahlungen für Bestellungen und noch nicht abgeschlossene Bauprojekte haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr und sich um TEUR 50.999 verringert. Ursächlich für den Rückgang ist die im Vergleich zum Vorjahresstichtag stark gesunkene Anzahl der im Bau befindlichen Projekte, für die bereits Anzahlungen von den Kunden vereinnahmt werden konnten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit bis 1 Jahr und haben sich stichtagsbedingt um TEUR 8.547 verringert. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert hauptsächlich aus noch nicht gezahlten Verbindlichkeiten gegenüber einer Schwestergesellschaft, welche den Einkauf der Solarmodule und Speicher der neuesten Generation aus China übernommen hat (TEUR +15.466). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 21.373 korrespondiert im Wesentlichen mit dem Rückgang der sonstigen Forderungen gegenüber dem Finanzamt, da dieser Betrag im Wesentlichen eins zu eins an die Kunden zurückgezahlt und vom Finanzamt erstattet worden ist (TEUR 21.253). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr. 3.3. Finanzlage Der Finanzmittelbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.732 erhöht. Die Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit werden in der folgenden Tabelle dargestellt:
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit ist im Wesentlichen durch den Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie des Vorratsvermögens beeinflusst, welcher nur teilweise durch den Rückgang der Verbindlichkeiten kompensiert worden ist. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit ist im Wesentlichen durch die Auszahlungen für immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR -3.169) und das Sachanlagevermögen (TEUR -725), während die Einzahlungen aus erhaltenen Zinsen TEUR 30 betrugen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen (TEUR 15.000) bei Auszahlungen für die Tilgung von Darlehen (TEUR -18.413) und für Zinszahlungen in Höhe von TEUR 1.517. Die gesamten Bankkonten der EKD (TEUR 14.359) sind als Sicherheiten für ein von der Muttergesellschaft EKDH aufgenommenes Finanzierungsdarlehen, das Factoring, eine Mietkaution sowie eine Avallinie hinterlegt. Das Liquiditäts- und Kapitalmanagement wird bei der EKD vom Bereich Treasury, einer Stabsabteilung beim Finanzgeschäftsführer durchgeführt. Das Ziel ist es jederzeit eine ausreichende Liquidität des Unternehmens sicherzustellen. Hinsichtlich der frei Verfügbaren Kreditlinien verweisen wir auf die Darstellung unter „Liquiditätsrisiko“ im Chancen und Risikobericht. 4. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 4.1. Prognosebericht 4.1.1 Branchenentwicklung Die Weltwirtschaft und insbesondere die Solarindustrie wurden durch eine Reihe von Ereignissen erheblich beeinflusst, darunter der Konflikt in der Ukraine, die COVID-19-Pandemie und weit verbreitete Lieferengpässe. Der Ukraine-Russland-Konflikt führte zu einem deutlichen Anstieg der Rohstoffpreise, was wiederum die Inflation ansteigen ließ und die Realeinkommen der Verbraucher negativ belastete. Es wird jedoch erwartet, dass die Lieferkettenprobleme aus Asien allmählich nachlassen. Erste Effekte sind hier schon zu verzeichnen. Darüber hinaus treibt die Regierung durch die bereits erwähnte Solarpflicht und die ehrgeizigen Ausbauziele (bis 2030 über 215 GW an installierten PV-Anlagen) die Nachfrage. Durch die Verabschiedung des Solarpaktes I, hat die Bundesregierung den Grundstein gelegt den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Mit dem Solarpaket II wurden konkrete Förderprogramme und weitere effektive Maßnahmen in Kraft gesetzt, die den Net-Zero-Industry-Act der EU so schnell wie möglich umsetzen sollen. Darüber hinaus soll die Ausbaudynamik von Stromspeichern durch verlässliche Rahmenbedingungen unterstützt sowie Energy Sharing erleichtert werden.35 Die positive Marktentwicklung im Geschäftsjahr 2022 konnte in den Folgejahren fortgesetzt werden. Im Jahr 2023 stieg die neu in Betrieb genommene PV-Leistung auf rd. 15.400 MW in Deutschland, im Jahr 2024 erreichte der PV-Zubau über 1 Million neue Solaranlagen und rd. 17.400 MW bzw. 16.650 MW in 2025 in Deutschland36. Der Markt für nachhaltige Energie und grüne Technologien ist ein Wachstumsmarkt und befindet sich aufgrund der Energiewende im Aufschwung. Nach dem Zuwachs in 2023 bremst jedoch das aktuelle wirtschaftliche und politische Umfeld das Wachstum und führt zwischenzeitlich zu einer erhöhten Wettbewerbsintensität bei einer im Vergleich rückläufigen Nachfrage insbesondere nach hochpreisigen Energiesystemen. Gleichwohl bedingt der zur Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung benötigte weitere Ausbau der Kapazitäten einen langfristig wachsenden Markt. 35 Vgl. Deutscher Bundestag, https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2024/kw17-de-eeg-photovoltaik-999570 4.1.2 EKD-Entwicklung Die EKD sieht sich mit ihrem Produkt- und Dienstleistungsangebot weiterhin gut im Markt positioniert und in der Lage, ihren Kunden ein maßgeschneidertes und umfassendes Energiekonzept anzubieten und damit die Energiewende weiter voranzutreiben. Durch die erhaltene Finanzierung, die anhaltende Marktnachfrage und die klare strategische Ausrichtung wurde eine gute Basis für zukünftiges Wachstum geschaffen. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartete die EKD entsprechend der Planung einen Umsatz von rund EUR 280 Mio. – welcher auch so eingetreten ist – im Vergleich zu den im Geschäftsjahr 2023 erreichten Umsatzerlösen von TEUR 492.237. Die Anzahl der neu installierten PV-Dachanlagen im Geschäftsjahr 2024 hat ca. 12.200 betragen. Aufgrund verschiedener Einflussfaktoren im Zusammenhang mit Reorganisationsmaßnahmen wurde ein EBITDA für das Geschäftsjahr 2024 i. H. v. TEUR -20.350 erreicht, gegenüber der ursprünglichen Prognose von TEUR -24.800. Für die Geschäftsjahre 2025 und 2026 rechnet die EKD mit einem vorübergehenden Umsatzrückgang. Für 2025 wird von Umsätzen von ca. EUR 155,8 Mio., der Installation von ca. 5.600 PV-Anlagen sowie einem EBITDA von EUR -31,7 Mio. und einer EBITDA Marge von -20,3 % ausgegangen. Auch im Jahr 2026 wird nach einer Adjustierung von Planung und Maßnahmen eine deutliche Verringerung des Umsatzniveaus um etwa 10 % erwartet, begleitet von einer klaren Fokussierung auf Prozess- und Kosteneffizienz, die zu einer deutlichen Verbesserung des EBITDA und der EBITDA-Marge führt. Im Geschäftsjahr 2026 werden die Installation von 4.600 PV-Anlagen sowie Umsätze in Höhe von EUR 146 Mio. geplant. Ab 2027 wird von einem stetigen moderaten Umsatzwachstum sowie einer positiven EBITDA-Marge ausgegangen. Für die Geschäftsjahre 2025 und 2025 geht die Geschäftsführung von Jahresfehlbeträgen jeweils vor Verlustübernahme von EUR 36,6 Mio. und EUR 23,6 Mio. aus. Durch ein führendes Ganzjahresenergiesystem mit integrierter Hard- und Software, den kontinuierlichen Leistungsausbau, eine leistungsfähige Vertriebsstruktur sowie prozesseffizienten und hochwertige Installations- und Supportprozesse soll die Marktposition langfristig gesichert werden. 5. Chancen- und Risikobericht Jede unternehmerische Tätigkeit ist mit dem Eingehen von Chancen und Risiken verbunden, die sich mittelbar oder unmittelbar auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Risiken werden durch das Management der EKD identifiziert, bewertet und dokumentiert, während die Erfassung von Chancen über dezidierte Markt-, Wettbewerbs-, Produkt- und Zielgruppenanalysen sowie umfangreiche Trend- und Szenarioanalysen erfolgt. 5.1. Chancen der zukünftigen Geschäftsentwicklung Es zeigt sich, dass sich die EKD in einem nachhaltig wachsenden Energiemarkt befindet. Insbesondere die Ausrichtung auf das Umsatzsegment „Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern“ erscheint für die Energiewende großes Potenzial zu versprechen. In einer gemeinsamen Studie von BSW, EuPD und The Smarter E Europe wird die Entwicklung des deutschen Strommarktes bis zum Jahr 2040 betrachtet und ein Zukunftsbild sowohl für die Entwicklung der zukünftigen Stromerzeugung als auch für den zu erwartenden Stromverbrauch gezeichnet. Ein zentrales Ergebnis der in der Studie durchgeführten Analyse ist der deutliche Anstieg des Nettostromverbrauchs in Deutschland von heute ca. 530 TWh auf ca. 880 TWh im Jahr 2040, u.a. durch neue Stromverbraucher wie E-Mobilität und Power to-X-Anwendungen. Die Studie zeigt, dass zur Deckung des steigenden Stromverbrauchs und zur Kompensation des Kohle- und Atomausstiegs die installierte PV-Leistung im Vergleich zu heute bis 2030 auf 162 GW und bis 2040 auf 252 GW etwa verdreifacht werden muss. Hierzu ist bereits in den nächsten Jahren ein Zubau von mehr als 10 GW/Jahr erforderlich.37 Auf Basis des bestehenden Geschäftsmodells konnte das Management trotz des schwierigen Marktumfeldes im Jahr 2024 einen soliden Umsatz von ca. EUR 283 Mio. erreichen. Für die Folgejahre wird aufgrund der langfristig positiven Zukunftsaussichten von einem normalisierten moderaten Wachstum ausgegangen. Basis der zukünftigen Entwicklung soll weiterhin die hohe Qualität der individuellen Beratung vor Ort und der Produkte sein. Im Umsatzsegment „Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern“ gestaltet die EKD den Einstieg in die unabhängige Stromversorgung so einfach wie möglich. Beratung, Installation der Anlage sowie Wartung und Instandhaltung erfolgen aus einer Hand mit einem Ansprechpartner. 37 Vgl. Solarwirtschaft, https://www.solarwirtschaft.de/unsere-themen/photovoltaik/standpunkte/ 5.2. Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung Die EKD ist aufgrund ihres Geschäftsmodells verschiedenen Risiken ausgesetzt. Soweit die Voraussetzungen für eine Bilanzierung gegeben sind, werden die Risiken in angemessenem Umfang bilanziell berücksichtigt. Dies gilt beispielsweise für Drohverluste aus Projekten, ausgegebene Garantieversprechen etc. Im Folgenden werden die Risiken beschrieben, die sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Es bedarf einiger Vorkehrungen, um die Risiken der geschäftlichen Aktivitäten zu minimieren. Zu diesen gehören bei der EKD:
Die genannten Maßnahmen können im weiteren Sinne als Bestandteile des Risikomanagements aufgefasst werden, jedoch nicht als eine standardisierte Steuerung auf übergeordneter Ebene. 5.3. Risikobewertung Die Risikobewertung wird wie folgt vorgenommen:
Die EKD nimmt gegenwärtig grundsätzlich im ersten Schritt eine qualitative Bewertung der Risiken auf der Grundlage der Eintrittswahrscheinlichkeit und der finanziellen Auswirkungen vor. Mögliche Auswirkungen gelten als gering, wenn sie voraussichtlich keinen Einfluss auf die Aussagekraft der Prognosen haben. Führt das Risiko potenziell zu einer negativen Abweichung von den prognostizierten Zielen, wird es als substanziell betrachtet. Ist zu erwarten, dass die Prognosen bei Eintritt des Risikos nicht erreicht werden, wird das Risiko als hoch eingestuft. 5.4. Risikobericht Im Einzelnen lassen sich folgende nach unserer Einschätzung relevante Risiken benennen:
Liquiditätsrisiko Grundsätzlich besteht das Risiko, aufgrund mangelnder Verfügbarkeit liquider Mittel bestehenden oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen zu können. Darüber hinaus kann eine Verletzung der vereinbarten Covenants der Wachstumsfinanzierung zu einer sofortigen Rückzahlungsverpflichtung führen. Im Geschäftsjahr 2024 konkretisierte sich das benannte Risiko. Im Zuge sich anschließender (mittelbarer) gesellschaftsrechtlicher und organisatorischer Veränderungen wurde die Finanzierung der (mittelbaren) Muttergesellschaft EKD Investorenholding GmbH mit der gesellschaftsrechtlichen Übernahme durch die Solis Lux Holdco S.à r.l. bzw. mittelbar durch von Pemberton Asset Management S.A. beratene Fonds („Pemberton“) am 14. März 2025 neu strukturiert, das Eigenkapital der EKD-Gruppe gestärkt sowie der Muttergesellschaft mit Vereinbarungen vom 15. Oktober 2025 und 10. Februar 2025 zunächst eine Bridge Facility von bis zu EUR 20 Mio. gewährt. Diese Bridge Facility wurde mit Vereinbarung vom 12. März 2025 auf EUR 25 Mio. erhöht und in eine dauerhafte Finanzierungslinie („Facility Liquidity“) mit einer Laufzeit bis Dezember 2029 umgewandelt, welche per 30. Mai 2025 vollständig ausgereicht worden ist. Im Laufe des Jahres 2025 erfolgte eine Ausweitung der Finanzierung durch ein Gesellschafterdarlehen um weitere EUR 10 Mio. welche im Januar 2026 um weitere EUR 20 Mio. auf EUR 30 Mio. erhöht wurde. Von diesem Gesellschafterdarlehen sind bis zum 20. März 2026 EUR 25 Mio. abgerufen worden. Dem entsprechende Finanzierungsvereinbarungen wurden zwischen der EKD-Investorenholding, der EKD Holding und EKD abgeschlossen. Im Rahmen der Erhöhung des Gesellschafterdarlehens um EUR 20 Mio. auf EUR 30 Mio. hat der Gesellschafter ein sogenanntes Drawstop Event vereinbart, dass dem Gesellschafter erlaubt die Auszahlung weiterer Mittel aus dem geschlossenen Darlehensvertrag zu verweigern. Demnach liegt ein Drawstop Event vor, wenn das Umsatz und/oder das EBITDA-Ziel aus der vom Gesellschafter verabschiedeten Gruppenplanung für das Geschäftsjahr 2026 um mehr als 30 Prozent verfehlt wird. Ausgehend von den eingeleiteten Maßnahmen geht die Geschäftsführung davon aus, dass das Drawstop Event im Prognosezeitraum nicht eintritt und die Gesellschaft über das eingeräumte Gesellschafterdarlehen verfügen kann. Abweichend von den zuvor genannten KPI’s, die einen Drawstop Event auslösen, wird dieses auch ausgelöst, wenn ein Insolvenzverfahren über das Vermögen der EKD-Investorenholding eröffnet wird oder sich die EKD- Investorenholding in Liquidation befindet sowie wenn alle (wesentlichen) Vermögenswerte der EKD-Investorenholding an einen Dritten übertragen werden oder die EKD-Investorenholding zum Handel an einen geregelten Markt zugelassen wird. Die weitere Finanzierung und Entwicklung wird durch Maßnahmenbündel zur Steigerung der Effizienz und Marktdurchdringung bei gleichzeitigen Kostensenkungsprogrammen flankiert, deren konsequente und erfolgreiche Umsetzung bei der Prognose der weiteren Unternehmensentwicklung zugrunde gelegt wurde. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Gesellschaft auch nach Restrukturierung der Finanzierung ausweislich der Liquiditätsplanung im Prognosezeitraum mit einer Liquiditätslücke plant und daher auch weiter auf eine Finanzierung durch die Gesellschafter angewiesen ist. Die Gesellschafter haben einen der Gesellschaft bereits eingeräumten Kreditrahmen daher zu Beginn des Geschäftsjahres 2026 in dem erforderlichen Umfang erhöht. Die Inanspruchnahme setzt jedoch insbesondere voraus, dass die Umsatz- und EBITDA-Ziele der Gesellschaft nicht um mehr als 30 % negativ von den Prognosen im genehmigten Geschäftsplan abweichen. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. Finanzierungsrisiko Die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie die Umsetzung der Strategie erfolgt sowohl aus den operativen Cashflows als auch über die durch die Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute bereitgestellten Mittel (insbesondere Factoring). Auf Basis der Planungen sowie des wachstumsinduzierten zugesagten Factoring-Rahmens kann die Gesellschaft alle eingegangenen Verpflichtungen (z. B. Mietverträge) erfüllen. Im Rahmen der kurzfristigen Liquiditätsplanung und -disposition kann die Gesellschaft Risiken schnell erkennen und kurzfristig angemessene Maßnahmen zur Risikokompensation wirksam umsetzen. Zinsänderungsrisiko Die aufgenommenen Darlehen beinhalten variable Zinskonditionen auf Basis des EURIBOR. Bei einem Anstieg des 3-Monats EURIBOR, können sich die Zinskosten der Finanzierung erhöhen, was sich negativ auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirken würde. Inflationsrisiko Die anhaltende Inflation birgt gewisse Risiken in der Preisgestaltung der Produktpalette der Gesellschaft. Preissteigernd wirken auch die angesprochenen Probleme bei der Beschaffung durch das Lieferkettenrisiko. Durch die hohe Nachfrage im Photovoltaiksektor kann es durch Abbruch bei Lieferketten zu einem Engpass bei verfügbarer Ware kommen. Der Nachfrageüberhang verursacht möglicherweise eine ergänzende Preissteigerung. Das Zinsniveau in der Eurozone war beginnend ab Juni 2022 angestiegen. Ab Juni 2024 hat die europäische Zentralbank begonnen, die Leitzinsen sukzessive wieder zu senken. Die Entwicklung der Finanzierungskosten mit der entsprechenden Rückkopplung auf das Kaufverhalten kann die EKD als Premiumanbieter überdurchschnittlich beeinflussen. Sowohl die Inflation als auch die Preissteigerungen im Einkauf könnten sich negativ auf die Ertragskraft auswirken. Die Geschäftsleitung beobachtet diese Entwicklung fortlaufend und berücksichtigt sie regelmäßig bei den Angebotspreisen. Aufgrund der weiterhin hohen Energiepreise bleiben die Photovoltaikanlagen wirtschaftlich, so dass nach Meinung der Geschäftsleitung von den Preissteigerungen kein wesentliches Risiko für das Geschäftsmodell ausgeht. Währungsrisiko Da sowohl die Einnahmen als auch die Verbindlichkeiten fast ausschließlich in Euro bestehen, existiert aus Sicht der Geschäftsführung kein signifikantes Währungsrisiko. Risiko neuer Produkte Die Einführung innovativer Produkte und Dienstleistungen bilden einen wesentlichen Treiber der Wachstumsstrategie. Sie eröffnen diesbezüglich Chancen. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass neue Produkte und Dienstleistungen nicht wie erwartet von den Kunden angenommen werden oder durch ihre Neuartigkeit eine höhere Wahrscheinlichkeit von Fehlern aufweisen. Lieferkettenrisiko Das Lieferkettenrisiko kann sich aufgrund politischer Spannungen auf den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft auswirken. Da ein Großteil der Kernkomponenten für Solarmodule ausschließlich aus China bezogen wird, besteht die Gefahr von Lieferausfällen, da alternative Bezugsquellen fehlen. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch großzügige Lagerhaltung und die Diversifizierung der Lieferanten, insbesondere im Bereich der Speicherhersteller, bei denen ein mittleres Risiko angenommen wird. Reputationsrisiko Es ist möglich, dass bei einzelnen Projekten die zentralen Qualitätsvorgaben und die Qualitätssicherungsprozesse der Gesellschaft nicht ausreichend umgesetzt werden. Darüber hinaus können unvorhersehbare Verzögerungen bzw. Störfälle entstehen. Daraus könnten sich gegebenenfalls negative Presseberichte und letztlich Reputationsschäden für die Marke Energiekonzepte Deutschland ergeben und damit die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen. Die Energiekonzepte Deutschland GmbH beurteilt dieses als mittleres Risiko, dem durch strikte Verfahrens- und Qualitätsvorgaben entgegengetreten wird. Personalrisiko Für die EKD ist es von besonderer Bedeutung, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ausreichender Zahl zu gewinnen, weiterzubilden und an das Unternehmen zu binden. In diesem Zusammenhang ist es erklärtes Ziel der Geschäftsführung, das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Sollte dies nicht nachhaltig gelingen, hätte dies erhebliche Auswirkungen auf die geplanten Unternehmensziele. Projektrisiko Die Installation und Wartung von Photovoltaikanlagen ist mit allgemeinen Projektrisiken verbunden. Hierbei kann zwischen Mängeln bei der DC- und AC-Installation unterschieden werden. Die notwendigen Reparaturarbeiten und die daraus resultierenden Verzögerungen im Betriebsablauf können zusätzliche Kosten verursachen. Des Weiteren besteht auf den Baustellen das Risiko von Arbeitsunfällen. Adressenausfallsrisiko Adressenausfallrisiken sind für die Gesellschaft gering, da die Abwicklung der Umsatzerlöse über die Factoring-Gesellschaft erfolgt. Die Bonität der Kunden wird vor Vertragsabschluss individuell geprüft. IT-Risiko Die Gesellschaft setzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit in vielen Bereichen IT gestützte Systeme und Prozesse ein. Probleme mit diesen Systemen könnten insbesondere zu Verzögerungen und Ineffizienzen in den operativen Geschäftsabläufen führen. Um die entsprechenden Risiken zu minimieren, werden alle relevanten IT-Systeme durch die Gesellschaft fortlaufend überwacht und kontinuierlich weiterentwickelt. Die Gesellschaft hat im Jahr 2024 eine marktkonforme ERP-System Lösung (FI/CO & WaWi) mit einer international führenden Standardsoftware eingeführt. Vertriebsrisiko Aufgrund des Strukturvertriebs gibt es eine Abhängigkeit von einzelnen Vertriebsstrukturen und zentralen Vertrieblern. Das Abwanderungsrisiko wird durch die starke Marktposition der EKD in Verbindung mit einer attraktiven Provisionsgestaltung und einem Karrieresystem bestmöglich minimiert. Wettbewerbsrisiko Der Markt für Solaranlagen für Privathaushalte ist stark fragmentiert, da ca. 80 % des Marktes von kleinen und lokalen Installateuren bedient werden. Große Solarinstallateure und Anbieter von Solarlösungen werden in Zukunft wahrscheinlich weitere Marktanteile gewinnen, da sie in der Lage sind, Komplettlösungen (einschließlich eines Energiemanagementsystems für das Haus) anzubieten und Größenvorteile für Effizienzsteigerungen und günstige Einkaufskonditionen direkt von den OEMs zu nutzen. Das Wettbewerbspotenzial wird vor allem gegenüber den Hauptkonkurrenten 1KOMMA5o und Enpal gesehen, von denen man sich jedoch durch Vertriebsmodell und Produkt unterscheidet; das Risiko des Markteintritts neuer Wettbewerber und kleinerer Solarfirmen, die für einen steigenden Wettbewerbsdruck sorgen könnten, wird kurzfristig als hoch aber mittelfristig als gering bis mäßig eingestuft. Geopolitisches Risiko Derzeit wird der überwiegende Teil der Solarmodule, aber auch der Stromspeicher in China produziert. Daher bestehen geopolitische Risiken, wenn die chinesische Regierung den Export zugunsten inländischer Projekte einschränkt oder auf der anderen Seite die Europäische Union Importe beschränkt, um den Aufbau lokaler Produktionskapazitäten zu intensivieren. Hinzu kommen mögliche Sanktionen bei einer weiteren Eskalation der schwebenden Konflikte zwischen China und Taiwan sowie Europa/USA und China, die damit direkte Auswirkungen auf das Geschäft der EKD hätten. Regulatorisches Risiko Das regulatorische Umfeld ist abhängig von politischen Entscheidungen, welche grundsätzlich schwer vorhersehbar sind und einzelne grundsätzlich voneinander unabhängige politische Teilbereiche miteinander verknüpfen können. Dies gilt sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene. So können bspw. Entscheidungen auf finanzpolitischer Ebene zu Einspardruck oder Kürzungen von Subventionen in anderen Sektoren führen, wovon auch der Bereich der Erneuerbaren Energien betroffen sein kann. Für die EKD können solche Veränderungen, insbesondere in Gesetzen wie dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), erhebliche Auswirkungen haben. Diese könnten von direkten regulatorischen Hindernissen bis hin zu finanziellen Einbußen reichen und erfordern möglicherweise zusätzliche Anpassungen, um dem sich verändernden rechtlichen Umfeld Rechnung zu tragen. Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikolage Die Geschäftsführung schätzt die Chancen- und Risikolage der Gesellschaft trotz der makroökonomischen und geopolitischen Entwicklungen insgesamt als positiv ein. Besondere Risiken aus dem Umfeld der Gesellschaft, der Branche, der Unternehmensstrategie, dem Personalbereich sowie finanzielle Risiken sind ebenso wie leistungswirtschaftliche oder informationstechnische Risiken über die im vorigen Abschnitt dargestellten Risiken hinaus nicht absehbar. Im Prognosezeitraum sind keine weiteren Risiken ersichtlich, denen nicht durch geeignete Gegenmaßnahmen begegnet werden könnte oder aus welchen eine potenzielle Bestandsgefährdung der Gesellschaft droht. Disclaimer Der Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf gegenwärtigen Erwartungen, Markteinschätzungen und Prognosen der gesetzlichen Vertreter sowie den ihnen derzeit zur Verfügung stehenden Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Obwohl die gesetzlichen Vertreter überzeugt sind, dass die gemachten Aussagen und ihre zugrunde liegenden Überzeugungen und Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Die zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen sind abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten, die bewirken können, dass die aktuelle Entwicklung von den ausgedrückten Erwartungen abweicht. Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel Änderungen der allgemeinen Wirtschafts- und Geschäftslage, Schwankungen von Wechselkursen und Zinssätzen, die mangelnde Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen sowie Änderungen der Geschäftsstrategie.
Leipzig, den 20. März 2026 Christian Arnold Lukas Wasemann Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Energiekonzepte Deutschland GmbH, Leipzig Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Energiekonzepte Deutschland GmbH, Leipzig, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Energiekonzepte Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt „Allgemeine Erläuterungen“ des Anhangs sowie in Abschnitt 5.4 „Risikobericht“ des Lageberichts. Dort beschreiben die gesetzlichen Vertreter, dass die Gesellschaft auch nach Restrukturierung der Finanzierung ausweislich der Liquiditätsplanung im Prognosezeitraum mit einer Liquiditätslücke plant und daher auch weiter auf eine Finanzierung durch die Gesellschafter angewiesen ist. Die Gesellschafter haben einen der Gesellschaft bereits eingeräumten Kreditrahmen daher zu Beginn des Geschäftsjahres 2026 in dem erforderlichen Umfang erhöht. Die Inanspruchnahme setzt jedoch insbesondere voraus, dass die Umsatz- und EBITDA-Ziele der Gesellschaft nicht um mehr als 30 % negativ von den Prognosen im genehmigten Geschäftsplan abweichen. Wie in Abschnitt „Allgemeine Erläuterungen“ des Anhangs sowie in Abschnitt 5.4. des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass insofern eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 20. März 2026 KPMG AG Antje Strom, Wirtschaftsprüfer Sascha Reßler, Wirtschaftsprüfer |
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